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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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überliefern wollen, brachte ihn vor das Kriegsgericht, dessen harterSpruch ihn zum Schwerte verurtheilte.

Gauhe, IL S. 271275 nach: Chytraeus, Sax., u. t'ufendorff, Sehwed. Iiistor.

Fahrenwalde. Längst erloschenes, uckermärkisches Adelsgeschl.aus dem gleichnamigen Stammbause in der Uckermark. Bethickede Fahrenwalde kommt 1368.urkundlich in einem Sabinerbriefe und1372 in einem Lehnbriefe über das halbe Dorf Blindow vor.

Grunclmann, S. 38. N. Pr. Adelslex. V. S. 151.

Falais, s. Falletz, Falais, Grafen.

Falaiseau. Ein aus Frankreich nach Berlin gekommenes Adels-geschlecht, welches zu der dortigen französ. Colonie gehörte und auswelchem Peter v. F., Geh. Staatsrath, 1682 als kurbrandenb. Ge-sandter nach London und 1687 als a. o. Gesandter an den k. schwed.Iiof nach Stockholm gesendet wurde.

Freih. v. Ledebur, III. S. 250.

Falbeiihaupt, Valbcnliaupt, Freiherren miil Grafen. Erbländ.-osterr.Freiherrn- und Grafenstand. Freiherrndiplom vom 26. Jan. 1624 fürChristoph v. Falbenhaupt und für die beiden Söhne seines Bruders,Jacob u. Johann Gottfried v. F. und Grafendiplom vom 26. Juni 1692für Georg Ferdinand Freiherrn von Falbenhaupt, k. k. w. Geh.-Rath,Kämmerer und Statthalter der Inner-Oesterr. Lande zu Graz.DieFamilie v. Falbenhaupt war ein altes, ursprünglich kärntner Adels-geschlecht, welches nach Steiermark und später nach Niederöster-reich kam, in welchem Letzteren Andreas Falbenhaupt, Ritter, 1518zu Rauhenwart und Heinrich F., welcher 1547 mit- den landesfürst-lichen Lehenstücken zu Rainpoltenbach belehnt wurde, mit Thum u.Rainpoltenbach begütert war, wenn auch das Geschlecht später inder niederösterr. Matrikel nicht vorkommt. Von dem obengenanntenFreiherrn Jacob stammte Freih. Georg Sigismund, verm. mit Con-stantia Elisabeth Grf. v. Schrattenbach und aus dieser Ehe der er-wähnte Freih. Georg Ferdinand, welcher, s. oben, den Grafenstandin die Familie brachte. Doch vermählte derselbe, welcher 1706 dasKapuziner - Kloster zu Schwamberg in Steycrmark stiftete, sich nichtund schloss im hohen Alter, im Januar 1750 den alten Stamm.

Bucelini, P. III. Gauhe, I. S. 515. Zedier, IX. S. 113. Wissgrill, III. 14.Schmutz, I. S, 339. Siebmacher, I. 49: Die Falmhaubt, Steyerisch, V. 19: Herren v. Falm-haupt und V. G9 : Falmbliaupdt; Steyerisch. v Meding , II. S. 1G4 und 1G5.

Falcke, Valcke, Valkc. (Schild von Roth und Silber quergetheilt,mit zwei über einander stehenden Greifen von gewechselter Farbe).Altes, märkisches Adelsgeschlecht, welches zeitig nach Sachsen undspäter auch nachPommern kam. In der Mark Brandenburg besass das-selbe schon 1359 das später eingegangene Schloss Neuhaus u. Thyrowim Kr. Teltow, und Saarmund im Kr. Zauche-Belzig, so wie 1375 dieGüter Brusendorf, Klein-Kienitz, Kunersdorf etc. In Sachsen hattedie Familie bereits 1340 das im Laufe der Zeit eingegangene DorfLissnitz unweit Wittenberg, 1355 Göertzke im jetzigen Kr. Jerichowund 1480 Nauenhof bei Moritzburg inne, sass auch noch 1613 zuBleddin bei Wittenberg. In Pommern war dieselbe 1583 mit Burzenim Kr. Fürstentk. Camin und Lümzow im Kr. Neu-Stettin angesessen.