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Fahiicntbal, s. Lupprecht v. Fahnenthal.
Fahner 0 s. Cämmerer v. Fahner, Vaure, Bd. II. S. 192.
Fahrcnbcit, Farcnbcid. Preuss. Adelsstand. Diplom vom 2. Oct.1786 für Johann Friedrich Wilhelm Fahrenheit, k. preuss. Kriegs-und Domainen-Rath. Derselbe, welcher sehr ansehnliche Güter inder Provinz Preussen besass, stammte aus einer Danziger wohlhaben-den Familie, zu welcher auch Daniel Gabriel Fahrenheit, geb. um1690, gest. 1740, gehörte. Letzterer, zuerst für den lvaufmansstandbestimmt, folgte bald seiner vorherrschenden Neigung für das Studiumder Natur, machte grosse Reisen, verfertigte 1714 die ersten genauübereinstimmenden Thermometer, war der Erste, welcher zur Fül-lung der Thermometer anstatt des Weingeistes Quecksilber gebrauchteund hat sich überhaupt um Physik vielfach verdient gemacht. DerEmpfänger des Adelsdiploms setzte den- Stamm fort u. ein Sohn des-selben, Herr auf Angerap im Kr. Darkehmen etc., unterhielt ein invorzüglichem Rufe stehendes Gestüt.
v. Hellbach, I. S. 34S. — N. Pr. A..-L. II. S. 153. — Freili. v. Ledebur , I. S. 212 und213. — W.-B. d. Pr. Monarch. III. 16.
Fahrenholz, Fahronholtz. Altes, in der Alt- Mittel- und Ucker-mark, so wie im Meklenburgischen und in Pommern begütert gewese-nes Adelsgeschlecht. Grundmann sagt, das Geschlecht sei in derAltmark schon lange ausgegangen, in der Mittelmark habe noch 1644das Geschlecht Zummet (Summt) besessen und Christian v. F. noch1684 gelebt, in der Uckermark aber sei die Familie schon im Anfangedes 17. Jahrh. erloschen. Nach diesen Angaben ist mehrfach ange-nommen worden, dass der Stamm im 18. Jahrh. nicht mehr geblühthabe, doch hatte in demselben das Geschlecht noch Görne und Pet-zow im Kr. West-Havelland etc. inue und blühte auch noch in das19. Jahrh. hinein, in welchem es nach Allem 1822 mit dem königl.preuss, Obersten a D.-Albrecht Friedrich v. Fahrenholz erloschen ist.
Grundmann, S. 37. — N. Pr. A.-L. II. S. 153 u. V. S. 151 — Freih. v. Ledebur, I. S.213. — Siebmacher, IV. 68. mit dem unrichtigen Namen: v. Fohrenwaldt.
Fahrensbach, Fahrcnsbcck. Altes, liefländisches Adelsgeschlecht,aus welchem Thomas Wilhelm v. F., Georg v. F. a dem Hause Wall-kelt und Georg, der Jüngere in der ersten llälfto des 17. Jahrh. sichbekannt machten. Ersterer war kursächs. Oberst-Wachtmeister undbrachte 1637 nach Pufendorff die von den Schweden besetzte Moritz-burg bei Halle durch List in die Hand der Sachsen; Georg v. F. warerst k. dän. Ober-Hof-Marschall etc., begab sich aber dann in Diensteder Krone Polen, wurde 1598 Gouverneur von Liefland, wendete sichspäter der Krone Schweden und dann nochmals Polen zu, kam 1620in der Sehlacht am Dniester in türkische Gefangenschaft, blieb inderselben im schwarzen Thurm zu Constautinopol drei Jahrs u. starbbald nach seiner Entlassung aus demselben. Georg der Jüngere, desVorigen Sohn, wechselte, wie der Vater, mehrfach die Kriegsdiensteund wurde 1630 kurbayer. Oberst. 1633 wurde ihm mit dem Gene-ral Cratz v. Scharffenstein die Festung Ingolstadt anvertraut. DieAnnahme, dass er mit Letzterem die Festung den Schweden habe