Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
190
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Stadtschreiber zu Freiburg im Breisgau, mit dem Prädicate: v. Fah-nenberg und zwar wegen seines rühmlichen Verhaltens, seiner zweck-mässigen Anordnungen und seiner persönlichen Tapferkeit bei derBelagerung der Stadt Freiburg durch die Franzosen. Nach vier-wöchentlicher Belagerung hatte die österreichische Besatzung sichendlich aus der Stadt in die beiden Schlösser und auf den Schloss-berg zurückgezogen, und die Stadt ihrem Schiksale überlassen. DieBelagerer rückten zum Sturme gegen die Bresche an. Jeder dachtein der Stadt nur an sich und die versammelt gewesenen Behördenwaren, ohne Beschlüsse zu fassen, wieder auseinander gegangen. Daentschloss sich Mayer rasch das einzige Mittel zur Bettung der Stadtzu versuchen, eilte mit zwei Bürgern auf die Bresche und steckteunter dem Feuer der Feinde die weisse Fahne auf, worauf Letztereohne jede Gewaltthat von der Stadt Besitz nahmen. Die Stadt Frei-burg ertheilte später ihrem Retter für sich und seine Nachkommen-schaft das Ehrenbürger-Recht. Durch den Sohn des Franz Ferdi-nand Mayer v. Fahnenberg, Franz Xaver M. v. F., verm. mit Ursulav. Beaurieux, ist der Stamm dauernd fortgesetzt worden. Von Letzte-rem stammte Egid Freih. v. Fahnenberg, geb. 1749 und gest. 1826,welcher, bekannt durch seine Schriften über Geschichte u. Staatsrecht,1795 kaiserlicher Directorial-Assessor bei der Reichsversammlung zuRegensburg wurde. Der Personalbestand der Familie war in denletzten Jahren folgender: Anton Freih. v. Fahnenberg, geb. 1783.,Sohn des 1826 verstorbenen Freiherrn Egid aus der Ehe mit Carolinev. Rüding, gest. 1815. Herr zu Burgheim-Rothweil und des Ritter-gutes Amoltern in Baden, so wie der Grundherrschafteu Einüdhausenund Melkers im Meiningenschen, k. k. Kämmerer u. Rittmeister in d.A., verm. mit Johanna Grf. v. Seilern und Aspang, geb. 1797, auswelcher Ehe zwei Söhne, Freih. Philipp, geb. 1829 und Freih. Ste-phan, geb. 1831, k. k. Lieutenants in d. A. u. zwei Töchter stammen,Freiin Julie, geb. 1833, verm. 1853 mit Franz Grafen v. Cappy, k. k.Oberlieutenant in d. A. und Freiin Wilhelmine, geb. 1838. DieBrüder des Freih. Anton, Freih. Egid (11), gest. 1855, k. württemb.Kamnierherr und früher Ober-Forstmeister zu Neueustadt am Kocher,verm. in erster Ehe mit Amalie Freiin von Baden, gest. 1814 und inzweiter mit Sophie Freiin v. Kahlden, gest. 1854 und Freih. Friedr.,gest. 1833, grossh. bad. Kammerherr und Gesandter am k. bayer.llofe, verm. mit Maria Magdalena v. Dietterich-Schönhoffen, habennur weibliche Nachkommen hinterlassen, durch welche das Geschlechtmit den Familien der Freih. v. Gemmingen , Fürfeld, der Freih. vonSchütz-Piiummern zu Hohenstein, der Grafen v. Uexküll-Güllenbandund der Freih. v. Esebeck versippt worden ist.

Cast, Adelsb. d. Kgr. Württemberg, S. 417 und 418 u. desselbeu Adelsb. d. Grossherz.Baden, S. 7779. Geneal. Taschenb. der freih. Häuser, 1855. S. 151 153. 1857. S. 185 u.1S6 u. 1S58. S. 157. Siebmac/ier, V. 345: v. Fahnenberg. Mitherr zu Burgheim, Rheinliin-discli und Suppl. VII. 7. Tyroff, II. 171. W.-B. ü. Sachs. Staaten, II. 20. Kneschke,1. S. 145 u. 146. v. Ilefner, bayer. Adel, Tab. 36 u. S. 34 und wiirttemb. Adel, Tab. 19und S. 15.

Faliiiciifcld , s. Codeiii von Fahnenfeld und Sterngreif.Fr eiherren, Bd. II. S. 298 u. 299.