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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
177
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Exter. Ein in Preussen im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrh. inder Person des Hofraths D. v. Exter vorgekommenes Adelsgeschlecht,welcher in Berlin practicirte.

Handbuch für den k. pre'uss. Hof und Staat, 1804. S. 423. N. Pr. A.-L., II. S. 148.

Exterde. Ein zu dem Lippeschen Adel gehörendes, bereits 1490vorkommendes Adelsgeschlecht, welches später auch in das Ravens-bergische und nach Hannover kam, wo dasselbe im OsnabrückschenLehne besitzt. Im Lippeschen stand der Familie bereits 1550 Iggen-hausen zu und in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. erwarb dieselbeHerberhausen u. Amsen, welches letztere Gut noch 1850 in ihrerHand war. Sprossen des Geschlechts standen in der k. Hannöv. Ar-mee, auch diente ein Lieutenant v. E. 1820 im k. preuss. 2. Garde-lieg. zu Fuss.

Freih. v. Krohne, I. S. 285. Freih. o. cl. Künsebeck, S. 127. Frh. v. Ledebur, I. S.210. Tyroff, II. 59. W.-B. d. Kgr. Hannov. C. 21 und S. 6. Kneschke, 1. S. 144.

Eyb, auch Freiherren. Rcichsfreiherrnstand. Diplom vom 23. Aug.1694 für Friedrich Ludwig v. Eyb, Dettelsauer Linie, für sich undseine ganze Linie und von 1695 für die Linie zu Eyerloh, dann zullammersdorf u. Wiedersbach. Altes, fränkisches Adelsgeschlecht,welches, reichbegütert, zu der früher reichsunmittelbaren Ritterschaftder Cantone Altmühl und Ottenwald gehörte und welches 1482 dasErbkämmerer-Amt im Markgrafent.hume Brandenburg, so wie im An-fange des 16.-Jahrh. das Erbschenken-Amt im Hochstifte Eichstädtan sich brachte. Bilgram oder Peregrin v. E. erscheint schon im12. Jahrh. in nürnbergischen und anspachischen Urkunden und zweiSöhne desselben, Georg, genannt Pfau und Bilgram II, 1266 burg-gräflicher Rath und Senator zu Nürnberg, stifteten zwei Linien, diePfauen und die Pilgrime. Die Pfauen besassen Eyburg im Eichstädt-schen, unweit Anspach und waren der unmittelbaren reichsfreien Rit-terschaft im fränkischen Kreise einverleibt, die Pilgrime aber lebtenin Nürnberg und hatten die ersten Stellen im Rathe inne. Die Pil-grime, welche im rothen Schilde einen silbernen Pfeil führten, star-ben mit Ludwig, Burgvogt zu Rothenberg, am Schlüsse des 14. Jahrh.aus, die Pfauische Hauptlinie aber (in Silber drei, 2 und 1, gestürzte,rothe Muscheln und auf dem Helme ein aufwachsender Pfau mit aus-gebreiteten Flügeln) wurde durch den Urenkel des Stifters, LudwigL,im Anfange des 14. Jahrh., dauernd fortgesetzt. Durch die EnkelLudwigs IL, Söhne Ludwigs III., entstanden zwei Hauptlinien: vonMartin I. ging die Vestenbergische, von Ludwig IV. die Rundingen-sche Linie aus, welche Letztere, nach 400jährigcm Bestehen, ausge-gangen ist. Aus ihr erlangte Ludwig, gest. 1502, Landrichter undRath zu Anspach, 1482 das Brandenburgische Erbkämmerer-Amt, s.oben. Von seinen Söhnen war Gabriel v E., gest. 1535, 39 JahreFürstbischof zu Eichstädt, Ludwig IV. aber, gest. 1521, pflanzte denStamm fort, welchem Fürstbischof Gabriel das Eichstädtsche Erb-schenkenamt verliehen hatte. Die Söhne Ludwigs VI., Georg Ludwigund Ludwig VII, gründeten die wieder erloschenen Linien zu Det-telsau u. Rundingen. In die Dettelsauer Liniebrachte, s. oben, Fried-

Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. III. 12