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rieh Ludwig den Freiherrnstand, und später auch noch den Reichs-grafenstand, doch erlosch diese Linie schon mit seinem jüngeren Bru-der u. die Güter gelangten an die ältere Rundingensche Linie, welcheaber auch bald erlosch, wogegen die Vestenbergische, welche'jetzt indrei Linien blühte, fortbestand. Der Stifter dieser Linie, Martin I.,gest. 1450, war Herr auf Vestenberg, nach welchem Schlosse sichspäter die Linie nannte. Von seinen Söhnen setzten Conrad undMar-tin II. das Geschlecht fort u. zwar Ersterer im Hauptstamme, Letzte-rer in einer bald wieder ausgestorbenen Nebenlinie. Der Hauptstammschied sich, nachdem mehrere Seitenäste wieder erloschen waren, mitzwei Brüdern, Georg Bernhard, gest. 1677 und Albrecht Ludwig, gest.1715, in die ältere Vestenbergische und in die jüngere Linie. Dieältere erlosch mit Anton Richard, Geh.-Rath, Hofraths - Präsidentenund Capitular zu Würzburg und Bamberg, welcher 1717 auch kaiser-licher Rath geworden war. — Die fortblühende, jüngere Linie trenntesich durch die fünf Söhne des Stifters, die Gebrüder Johann Albrecht,Johann Ludwig, Johann Christian, Johann Carl und Christian Fried-rich in die fünf Speciallinien zu Rammersdorf, Eyerlohe, Wiedersbach,Dörzbach A. u. Dürzbach B. Von denselben ging die Linie zuDörzbachA. schon 1740, die zu Rammersdorf aber 1789 aus u. die Güter kamenan die übrigen drei Linien. Die Linien zu Eyerlohe, Wiedersbach u.Dörzbach B. blühen jetzt in vielen Sprossen und gehören zunächst zudem ritterschaftlichen Adel im Kgr. Württemberg, haben aber auch,ausser dem Antheile an der, unter k. bayer. Oberhoheit gelegenenHerrschaft Vestenberg, mehrere Güter im Kgr. Bayern und im Gross-lierzogthum Baden. — Was den neueren Personalbestand aller dreiLinien anlangt, so ist derselbe von Cast a. u. a. 0. sehr genau mitge-theilt worden.
Bucelini, II. 2. S. 79 u. III. S. 259. — Gaulie, I. S. 511—514, nach Spangenberg, Müller,Annal, Sax. etc. — v. Hattstein, I. S. 171—180 u. II. S. 96—98 und Tab. 2. — Zedier, VIII.S. 2416—2421. — Biedermann , Canton Altmühl, Tab. 4—25 und desselben Patriciat in Nürn-berg, Supplem., Tab. 13. — Salver, S. 27L, 298, 301, 314, 319 und a. v. a. O. — v. Lang,S. 119 u. 120. — Cast, Adelsbuch d. Kgr. Wü'rtetnberg , S. 190—197. — Frh. v. Ledebitr-, I.S. 210 u. 211. — Siebmacher, I. 103. — S. W. Oetter, histor. Beschreib, d. Wappens derHerrn v. Eyb, Augsburg, 1784. — Tyroff, I. 63 u. Siebenkees, I. S. 356 u. 357. — Suppl. zuSiebm. W.-B. IV. 11. — W.-B. d. Kgr. Bayern, II. 93 u. v. Welchem , 2. Abth. S. 209 und210. — W.-B. d.Kgr. Württemberg, Nr. 83 n. S. 27. — v. Hefnvr, bayer. Adel, Tab. 30 S.33 u. Ergänz.-Bd. S. 12 u. württemb. Adel, Tab. 8. 8. 7. — Kneschke, II. S. 141—145.
Eyben, auch Grafen. Dänischer Lehnsgrafenstand. Diplom vom17. October 1817 für Friedrich v. Eyben, k. dänischen Conferenz-Rath etc. — Die Familie v. Eyben ist ein altes, ostfriesländischesAdelsgeschlecht, welches in früher Zeit in der Gegend von Essensangesessen war. Ein Vorfahre des Hajo v. Eyben erhielt laut desAnerkennungsdiploms des alten Adels der Familie von 1682, s. unten,als Anerkenung für seine nach den heiligen Orten vorgenommeneReise, wohl im Absehen der Nägel des heiligen Kreuzes, das Recht,auf dem im Eybenschen goldenen Schilde befindlichen schwarzenAdler zwei Nägel zu führen. Hajo v. E. kommt als Hereditarius Se-remiae Westeracoremi, so wie als Rath und Oberamtmann des GrafenUlrich v. Ostfriesland vor. Der Sohn desselben, Hulderich, geb. 1629,k, Rath und Reichskammergerichtsrath, bekam 16. März 1682 einAnerkennungs - und Erneuerungsdiplom des ihm zustehenden Adels