Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
26
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Stamm mit abgestutzten Zweigen und einigen Wurzeln in die Höhehält. Vermehrtes Wappen nach dem Diplom von 1703: Schild ge-viert mit Mittelschild. Mittelschild von Schwarz und Gold quer ge-theilt mit einem gekrönten, doppeltgesclnveiftcn, silbernen Löwen,welcher mit den Vorderpranken einen silbernen Schlüssel emporhält.1 in Gold der Bär des Stammwappens; 2 ebenfalls in Gold ein, auseiner dreimal gezäunten u. mit zwei silbernen Lilien belegten, rothenMauer aufwachsender, schwarz bekleideter, mit der Rechten drohendeine schwarze Streitkolbe haltender Mann mit schwarzer Mütze; 3schrägrechtsgetheilt: oben mit einem ausgebrochenen, goldenen, anjeder Ecke mit einem goldenen Kleeblatte geschlossenen Dreieck undunten in Gold drei aus dem Boden des Schildes neben einander schrägaufwärts gehende, schwarze Spitzen und 4 in Gold zwei über einanderlaufende Hunde mit silbernen Halsbändern). Reichsadelsstand. Di-plom vom 14. Aug. 1593 für Hans und Georg Gebrüder Eckhart,unter Verbesserung des der Familie durch kaiserlichen Wappenbriefvom 5. Juli 1545 in der Person des Hanns Eckhart ertheilten Wap-pens und Bestätigungsdiplom des der Familie zustehenden Adels vom31. Juli 1703 für Johann Friedrich v. Eckhart und die Gemahlin des-selben, Sophia Catharina Schlüter mit Nachkommenschaft, unter Aus-dehnung auf die österreichischen Erbländer und Vermehrung desWappens, s. oben. Sächsisches Adelsgeschlecht, welches im vori-gen Jahrb. im Saalkreise Burg u. Döllnitz, so wie Wendelstein beiQuerfurt und Kohren und Salis unweit Leipzig besass. Der oben ge-nannte Johann Friedrich v. Eckhart war k. grossbritann. und k. pol-nischer u. kursächs. Geh.-Rath, Decan des Stifts Goslar u. Herr aufDöllnitz. Derselbe hatte vier Söhne: Johann Friedrich, ChristianWilhelm, August Friedrich und Ludwig Rudolph v. E. *Der Aeltestederselben war k. dän. Rittmeister und verkaufte Döllnitz an die Fa-milie v. Einsiedel. Als v. Meding schrieb (1786), war ein Sprossedes Geschlechts Herr auf Goseck im jetzigen Querfurter Kreise. Inneuerer Zeit ist, wenigstens im Königr. Sachsen, die Familie nichtmehr vorgekommen: dieselbe soll 1806 erloschen sein.

v. Meding , H. S. 146151 (giebt die Wappen nach Abschriften der Diplome. N. Pr.A.-L. V. S. 142. Frh. v. Ledebur, I. S. 191.

Eckhart (Schild von Gold und Silber durch einen rothen Quer-balken getheilt: oben ein aufwachsender, rother Löwe u. unten einaufrecht gestellter Eichenzweig mit einer Frucht und zwei Blättern).Reichsadelsstand. Diplom vom 17. Novemb. 1721 für Johann GeorgEckhart, k. grossbritannischen u. kurbraunschw. liineburg. Historio-graph u. Bibliothekar. Der Stamm blühte fort und drei Enkel desDiploms-Empfängers, die Gebrüder Adolph Joseph Anton v. E., geb.1756, k. bayer. Landrichter zu Mainberg, Georg Ludwig Aloys v. E.geb. 1762, k bayer. Landrichter zu Eltmann, und Franz MelchiorAnton Ignaz v. E., geb. 1767, Kreissecretair in Würzburg, wurden indie Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen.

Zedier , VIII. S. 146. v. Lang, Suppl. S. 93. Megerle v. Mühlfeld , Ergz.-Bd. S. 273giebt die Erhebung so an, wie die in den erbl. österr. Adelstand angegeben werden,). W.-P. d. Kgr. Bayern, V. 20: v. Eckart. v. Hefner, bayer. Adel, Tab. 83 u. S. 74.