Druckschrift 
2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
Entstehung
Seite
591
Einzelbild herunterladen
 

— 591 —

Drezewitzki. Ein in Ostpreussen vorgekommenes, mit Davids imKr. Preuss.-Holland, Klein -Karnitten im Kr. Molirungen und Liegenim Kr. Osterode begütertes Adelsgesclilecht, vielleicht zu der imvorstehenden Artikel angegebenen Familie gehörig.

Frh. v. Ledebur, III. S. 242.

Kuba, s. Berka, Bercka, Freih. u. Grafen v. Berka undDuba zu Leipa, Bd. I. S. 350 u. 351.

Dubnitz, s. Kayski.

du Bus, s. du Tliil, Freiherren.

Dubrafsky, Duluawski. Ein, der Sage nach, aus SachsennachUngarn, Böhmen und Mähren gekommenes Adelsgesclilecht, welchesauch im 16. Jahrh. nach Schlesien gelangte.

Sinei]) ins , II. S, 596 u. 597.

Dubscblalf. Ein im Bclgardsc.hcn noch 1670 angesessen gewese-nes Adelsgesclilecht.

Frh. v. Ledebur, III. S. 242.

Dubsky - Trzcboinislitz. Böhmischer Freiherren- und erbländisch-österr. Grafenstand. Freiherrn-Diplom von 1608 für die gesammteFamilie, und Grafen-Diplom von 1810 für Franz Freih. Dubsky v.Trzcbomislitz, erster Linie, k. k. Kämmerer und Hofrath der ober-sten Justizstelle, und von 1843 für Franz Dubsky Freih. v. Trzcbo-mislitz, zweiter Linie. — Altes, böhmisches Rittergeschlecht, wel-ches, nach Gauhe, wohl aus Ungarn nach Böhmen und dann nachMähren gekommen ist, wo es sich weit ausbreitete. Dasselbe kommtin Böhmen schon 1081 vor, und 1319 wurde, nach Baibin, GeorgStaro Dubski, mit anderen Tapferen, vom Könige in Böhmen zumRitter geschlagen. — Seit 1413 kommen Sprossen des Stammes unterden mährischen Ständen vor und Heuricus Dubski war 1454 unterden Schiedsrichtern, welche König Ladislaus in Böhmen zur Schlich-tung der Streitigkeiten im Königreiche erwählte. In den mährischenReligionskriegen wurden die Güter des Geschlechts eingezogen undbald nachher erloschen die böhmischen Linien des Stammes, diemährischen aber blühten fort. Ferdinand Leopold 1). Freiherr zuTrzebomislitz, k. Statthalter in Böhmen, wurde 1714 zum Grosspriorin Böhmen als Nuntius generalis des Maltheserordens vom PapsteClemens XI. erwählt und dann vom K. Carl VI. bestätigt. Derselbewar zugleich k. k. Oberst-Viccadmiral und starb 1721. — Der Stammist fortgesetzt worden und blüht jetzt in drei Linien. In die ersteund zweite Linie gelangte, wie oben angegeben, der Grafenstaud, diedritte Linie führt den freiherrlichen Titel. — Haupt der ersten Linieist: Graf Emanuel, geb. 1806 — Sohn des 1812 verstorbenen GrafenFranz, s. oben, k. k. Kämmerers und Geh. Raths, aus der Ehe mitAntonie Piati v. Dirnowitz — Herr der Herrschaft Lissitz in Mährenmit dem Gute Drnowitz, k. k. Kämmerer, venu. 1833 mit MathildeGrf. und Herrin v. Zierotin, Freiin v. Lilgenau, geb. 1800, aus wel-cher Ehe, neben drei Töchtern, sechs Söhne stammen. Der älterederselben, Graf Guido, geb. 1835, ist k. k. Lieutenant im 9. Genie-

n«*