— 470 —
pin und Multzow, welche Güter mit Krumbeck u. s. w. noch jetzt demGeschlechte zustehen. In Pommern kam schon 1352 das StädtchenDaher, zwischen den Seen Dabei' und 'Prot, an die v. Dewitz und dernaugardtsche Kreis, in welchem Daher liegt, liiess früher auch derdewitzsche Kreis. Neben Daber kam die Familie noch zu vielen an-deren Besitzungen, und noch stehen derselben Wussow, Weitenha-gen, Farbeziu etc. zu. Zu Anfange des 18. Jahrb. gelangte das Ge-schlecht auch nach Dänemark. — Wie an Besitz, so wurde dasselbeauch reich an Gliedern, welche holie Ehrenstellen bekleideten. Zudiesen gehören unter Anderen: Joachim Balthasar v. D., gest. 1699,kurbraAdenb. Generallieutenant und Gouverneur der Festung Dol-berg; Stephan v. D., Neü'e des Joachim Balthasar, gest. 1723, k.preuss. Generallieutenant und Chef eines Cav. -Regim.; FriedrichWilhelm v. D., jüngerer Bruder des Stephan, ebenfalls k. preuss.Generalljeutehant; Ulrich Otto v. D., gest 1723, k. dän. General-lieutenant; Henning Otto v. D., ein Sohn des Ulrich Otto, gest. 1772,k. preuss. Generalmajor a. D., und Otto v. D., herzogl. mekleuburg.Geh.-Rath, seit 1792 k. preuss. Kammerherr. In neuerer Zeit warein v, D. grossherzogl. meklenburg-strelitz. Staatsminister.
Micrael , VI. S. 478. — v. Fritzbuer , Nr. 38. — Gauhe , T. S. 415 ü. 416. — v. Behr,R. M. S. 1611. — Fr/i. v. Kr ohne, I. S. 225—243 u.U. S. 406. — Brugg einann, I. S. 149.—- Lexicon over adel. Famil. i Daum. I. Tab. 20 u. S. 117. — N. Pr. Ä.-L. 1. S. 412- 411.Frh. v. Ledebur , I. S. 165 u. III. ö. 236. — Siebmacher , III. 160. — Tyroff, .Tl. 81. — N.geneal. Handb., Naclitr. II. S. 140—144. — Meldenb. W.-B. Tab. 12 u. S. 20. — Pommern-sches W.-B. I. Tab. 44 u. Tab. 48 u. S. 122—124. — Kneschke, I. S. 111 u. 112.
Ihtybel v. Ilamincraii. Ein ll.Novbr. 1790 unter dem polnischenAdel aufgenommenes Geschlecht, aus welchem ein Sprosse 1806 inder k. preuss^ Armee stand.
Frh. v. Ledebur, III. S. 236.
- Dcyerlsberg, Keyelsperg. Reichsadels- und erbländ. -österr. Rit-terstand. Adelsdiplom von 1728 für Georg Jacob v. Dcyerlsberg, kur-maiuz'ischen Ilofrath u. steierisch - ständigen Fiscal und Ritterstauds-diplom für denselben von 1733 als Landessyndicus und Laudschafts-Obersecretair in Steiermark.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 132 u. S. 266.
Deym v. Stritetz, («rufen. Böhmischer Grafenstand. Diplom vom10. Juli 1730 für Wenzel Ignaz Frcih. Deym v. Stritetz. — Die Fa-milie Deym v. Stritetz (Strzitetz) ist ein altes, böhmisches Ilittei'ge-scblecht, dessen Ursprung im Dunkel der Zeit liegt. Dasselbe brei-tete sich namentlich im 17. Jahrb. in Böhmen weit aus und Graf Wen-zel Ignaz brachte 1708 den Freiherrnstand in die Familie. Derselbehatte dreizehn Güter in Böhmen und war mit Maria Rosa Freiin v.Vernier vermählt, aus welcher Ehe sechszehn Kinder stammten. Vonden Söhnen setzten drei den Stamm fort und von denselben stammendie drei noch jetzt blühenden Linien ab. Der Stifter der ersten Liniewar Graf Adauet Wilhelm, gest. 1761, verm. mit Maria Rosalia FreiinWoracziczky v. Babienitz. Diese Linie ist seit 1802 in Bayern ange-sessen und wurde 1813 in der Person des Grafen Joseph Johann Ne-pömuk Wenzel, k. bayer. Kämmerers etc., in die Grafenclasse der