Druckschrift 
2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
Entstehung
Seite
424
Einzelbild herunterladen
 

424

wegen zu harter Eintreibung der Herrengefälle von den Grafen v.Dassel, sich begeben hatte.

Johann Letztier, Dassel'sche und Einbeck'sche Chronik, Erfurt, 1596 (das Wappen gleichauf dem nächsten Blatte nach dem Titel,). Hübner, Histor. Polit., VII. »S. 739. Gau/te,II. S. 160 u. 161 nach Leteuer u. Buddeus. histor. Lexic. Urkundcnbuch für Niedersachsen,II. S. 73 u. III. S. 14. Fahne y I. S. 76 u. II. S. 28. Sieb mach er, II. 21 u. III. 17.Harenberg , Histor. Gandersh., Tab. 26. Nr. 8. v. Meeting , I. S. 110 u. III.

Dassel (Wappen der v. Dassel zu Lüneburg: in Roth ein silber-ner Querbalken, hinter welchem drei, 2 und 1, nach den Ecken desSchildes gekehrte, grüne, gestielte Eupheublätter hervorkommen,und Wappen der v.Dassel zu Hoppensen: Schild quer getheilt: obenin Silber ein nach der rechten Seite schreitender, silberner Löwemit roth ausgeschlagener Zunge und über sich geworfenem Schweife,und unten von Roth und Silber quer getheilt mit drei, 2 und 1 , mitden Stielen zusammengestellten, nach den Ecken des Schildes ge-kehrten, grünen Epheublättern). Altes, adeliges Patriciergeschleeht.der Stadt Lüneburg, welches urkundlich schon 1324 und 1357 vor-kommt und um 1430 aus Eimbeck nach Lüneburg gelangte.'v. Hellbach nimmt an, dass die Familie mit den alten Grafen v.Dassel, s. den vorstehenden Artikel, in Seitenverwandtschaft gestan-den habe und diese Annahme wurde mehrfach nachgeschrieben, dochsprachen Letzuer, Gaulie, v. Meding etc. dagegen, wenn auch dieadelige Familie aus- der Gegend der alten Grafschaft Dassel war,und aucli die Angaben über die Wappen sind gegen diese Annahme,s. oben. Die Familie besitzt seit 1465 Grubenhagen'sches Lehnvor Eimbeck und seit dem 16. Jahrb. Hessisches Lehn vor Hoppen-sen im Ilildesheimischen. Margarethe v. D. wurde 1635 und eineAndere dieses Namens 1667 zur Aebtissin des Stifts Medingen ge-wählt, und Georg v. D. war nach Anfang des 18. Jahrh. Administratorder Präpositur zu Lüneburg. Durch kaiserl. Diplom vom 15. Octbr.1638 war übrigens der ehelichen Descendenz des weiland Bürger-meisters Georg v. Dassel zu Lüneburg das ihnen zustehende Wappenbestätigt und vermehrt worden. Im Laufe der Zeit war das Ge-schlecht auch nach Meklenburg gekommen, wo es sonst begütert war,so wie nach Preussen und neuerlich auch nach Pommern, wo es sichim Belgarder Kreise ansässig machte. Sprossen des Stammesstanden mehrfach in der k. preuss. Armee. Die Familie gehörtjetzt durch Besitz des Gutes Hoppensen im Hildesheimischen imKönigr. Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel der hildesheimi-schen Landschaft.

Pf effinger, I. S. 236. Garthe, II. S. 160 u. 161. Büttner, lüneburg. Patric.-Gcschl.Lit. N. 9. u. Fol. XII. N. Pr. A.-L. I. S. 399 u. 400. Frh. v. d. Knesebeck, S. 110 u.III- Frh. v. Ledebur, I. S. 160 u. III. S. 234. Siebmacher, I. 172: v. Dasei, Sachs.v. Meding, I. S. 112114. W.-B. d. Kgr. Hannover, D 1. u. S. 5. Meklenburg. W.-B.Tab. 11, Nr. 41 u. S. 19. Pomm. W.-B., Tab. 46 u. S. 154 u. 155.

Dasskiewilz. Litthauisches Adelsgeschlecht, welches das GutBialla im Kr. Oletzko besass.

Frh. v. Ledebur , III. S. 234.

Dassow, Dartzow, Darzow. Altes, meklenburgisches Adels ge-schlecht, aus welchem Lambertus Dartzow 1369 Domherr inSehwer in