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älteste Sprosse des Stammes, über welchen man einiges Nähereweiss, ist Johann v. D., genannt der Kürisser oder Ferreus, welcher1534 als kaiserlicher Oberst die Belagerung von Münster leitete,später Gograf zu Bevergerne wurde und 1548 starb. Der Urenkeldesselben war Sylvester v. D., gest. 1679, erst fürstl. (iranischerRath und Landrichter, so wie Gograf der Grafschaft Bingen, späterkurbrandenb. Rath und Gesandter, welchen man für den Verfasserdes westphälischen Friedensinstruments hält. Von ihm stammten ausder Ehe mit Barbara v. Dehrenthal zwölf Kinder, und unter diesendie sieben, oben erwähnten Söhne, welche den Reichsfreiherrnstandin die Familie brachten. Diese sieben Söhne waren: Freih. Johann,gest. 1705, k. preuss. Geh. Rath, Admiralitäts-Präsident und Bevoll-mächtigter im westphälischen Kreise; — Freih. Thomas Ernst, gest.1709, k. preuss. Gesandter am englischen Hofe und Oberrichter derGrafschaft Bingen; — Freih. Sylvester Jacob, k. preuss. Geh. Rath,Staatsminister, Kammer- und Consistorial-Präsident, gest. 1695; —Freih. Eberhard Christoph Balthasar, erst kurbrandenb. Geh. Regie-rungsrath zu Cleve, dann Gouverneur des Kurprinzen, des nach-maligen Königs Friedrich I. von Preussen und später kurbrandenb.Premierminister, Ober-Präsident und Erbpostmeister, welcher, nacheinem höchst bewegten, den Hof des Königs Friedrich I. charakteri-sirenden Leben 1722 starb; — Freih. Daniel Ludolph, gest. 1709,k. preuss. Staatsminister, General-Kriegs-Commissair, Chef des geist-lichen Departements und Curator der Universität Halle; — Freih.Nicolaus Bartholomäus, gest. 1739 auf dem von ihm erworbenenStammgute Bodersleben bei Querfurth, früher kurbrandenb. Gesandterin Wien, auf der römischen Königswahl zu Augsburg und bei demFriedensschlüsse zu Ryswick, zuletzt k. preuss. Staatsminister undPräsident der magdeburgischen Kammer. Derselbe ist der nähereStammvater aller späteren Sprossen des Geschlechts, da seihe Brüdertheils unvermählt oder kinderlos starben, theils ihre Nachkommen-schaft in der zweiten oder dritten Generation ausging; — und Freih.Wilhelm Heinrich, gest. als k. preuss. Geh. Rath und Kanzler desFürstenthums Minden. — Bei Erhebung der ebengenahnten siebenBrüder wurde das Wappen, wie folgt, bestimmt: Schild geviert: 1und 4 in Blau ein einwärtsgekehrter, weisser Kranich, in der aufge-hobenen Kralle einen Stein haltend (Stammwappen), und 2 und 3in Schwarz (unter Berücksichtigung der sieben in den Freiherrn-stand erhobenen Gebrüder) sieben silberne Lilienscepter, welche inder Mitte an einem Schildchen oder Ringe sternförmig zusammen-stossen. Im Diplome ist ausdrücklich angegeben, dass der Ober-Präsident Eberhard v. 1). in den Reichsgrafenstaed erhoben werdensollte, dass er aber die kaiserl. Gnade und den kaiserl. Willen abge-beten habe, um mit seinen Brüdern in einem Stand zu verbleiben. —Vom Freiherrn Nicolaus Bartholomäus stammte Freih. Carl Ludolph,gest. 1764 als k. preuss. Geh. Staatsminister etc. Derselbe hinter-liess fünf Söhne, und der dritte derselben, Adolph Albrecht HeinrichLeopold, erhielt, s. oben, den preussischen Grafenstand, wobei in
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