— 401 —
Dahlen v. Orlaburg, Freiherr«» (Schild geviert mit rothem Mit-telschilde , worin ein aufrecht gestelltes Breiibeil mit goldenemStiele. 1 von Blau und Silber der Länge nach getheilt, ohne Bild;
2 in Blau auf einem Felsen zwischen zwei runden Thürmen eineweisse Burg mit rothem Dache und geschlossenem, schwarzen Thore;
3 in Gold eine, gerade aufwärts sich windende Schlange, einen sil-bernen, den Bart nach unten und auswärts kehrenden Schlüssel hal-tend, und 4 in Silber ein rother, ein Schwert schwingender Löwe).Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom vom 15. Mai 1850 für FranzRitter Dahlen v. Orlaburg, k. k. w. Geh. Rath, General-Feldzeug-meister, Obersten und Inhaber des 59. Infant.-Reg., Präsidenten desObersten Militair-Gerichtshofes etc. Derselbe, geb. 1779 zu Orlatin Siebenbürgen, aus einer curländischen Adelsfamilie stammend,war 18. Mai 1840, wegen seiner Tapferkeit und zahlreichen Ver-dienste, mit dem Prädicate: v. Orlaburg, in den erbländischen Rit-terstand versetzt worden. Er vermählte sich 1827 mit Maria Ram-bausek, gest. 1832, aus welcher Ehe ein Sohn stammt: FreiherrHermann Josua Anton, geb. 1828, k. k. Hauptmann im Warasdiner-Creuzer Grenz-Infanterie-Regim., verm. 1851 mit Flora v. Joelson.Aus dieser Ehe entspross, neben zwei Töchtern, Hermine, geb. 1852,und Flora, geb. 1853, ein Sohn, Joseph, geb. 1855.
Goneal. Tasohenb. der freih. Häuser, 1857, S. 124 u. 125.
Dahlstjerna. Schwedischer Adelsstand. Diplom vom 26. August1702 für Ganno Aurelius Dahlstjerna, wegen seiner Verdienste alsGelehrter, Staatsmann und Dichter. Derselbe starb 1709, und seinStamm blühte in Schwedisch-Pommern fort. Noch bis vor einigenJahren war Fräul. Elisabeth v. D. im k. sächs. Hofstaate bedienstet.
Dresdner Calender z. Gebrauche d. Residenz', 1847, S. 155, u. 1848 , S. 155. — Frh. v.Ledebur, III. S. 232. — Scliwed. W.-B. Ritt. 204. 1834. — W.-B. d. sächs. Staaten, VI. 19.— v. Hefner , sächs. Adel, S. 24.
Dahin, v. der Dhaiit, Dahme (in Silber der Kopf eines blauenKarpfen). Altes, niederlausitzisches Adelsgeschlecht, welches dasGut Zieckau im Kr. Luckau besass. Gauhc ist geneigt, dasselbe vonden alten Herren v. und zu Dhame abzuleiten. Letztere besassendas Schloss und Städtchen Dham oder Dhame, die jetzige StadtDahme im Jüterbogk-Luckenwaldischen Kreise, Reg.-Bez. Potsdam,Prov. Brandenburg und es sind von denselben von 1300, 1344, 1362und 1402 noch mehrere Urkunden vorhanden. Der Mannsstamm er-losch, wie angenommen wird, 1405 mit Wilhelm v. d.D. und die Güterkamen, nachdem die Töchter abgefunden worden waren, an das ErzstiftMagdeburg, doch ist nicht unwahrscheinlich, dass sich vorher einZweig des Stammes in die nahe Niederlausitz gewendet und nichtden Herrenstand des alten Hauptstammes, sondern nur den Adel ge-führt habe. — Die v. Dahm in der Niederlausitz hatten auch Güterim Sorauschen und breiteten sich auch in Schlesien, namentlich ausdem Hause Schreibendorf im Briegschen weiter aus. — Von derLinie im Sorauschen wird Georg v. d. Dham im 16. Jahrh. unter denHauptleuten zu Sorau aufgezählt; Joachim v. d. D. wurde 1556 Lan-deshauptmann der Herrschaften Sorau und Forst; Heinrich v. d. D.