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2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
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unten, in Schwarz ein Dachs von natürlicher Farbe). Altes, schle-sisches Adelsgeschlecht aus dem Stammhause Polsnitz im Schweid-nitzischen, am kleinen Flusse Polsnitz bei Freiburg, welches späteran die Grafen v. Hochberg gekommen ist. Die Familie schrieb sichmeist: aus dem Hause Liebenthal im Ilirschbergischen, doch gehör-ten ihr auch Hudelsdorf und andere Güter. Nach Allem hiess dasGeschlecht zuerst Dachs und nahm den Beinamen nur von der er-wähnten Besitzung an. Sigmund Polsnitz lebte 1444 unter derHerzogin Elisabeth zu Liegnitz; Friedrich Dachs, genannt Polsnitzv. Liebenthal zu Steinau kommt 1596 vor und von Georg v. Polsnitzund Liebenthal auf Rudelsdorf, der Fürstenthümer Schweidnitz undJauer Landes-Bestallter, stammte ein gleichnamiger Sohn, welcherzwanzig Jahre grosse Reisen machte und 1671 unvermählt starb. DerMannsstamm blühte noch bis um 1700, ging aber dann aus, und denweiblichen Stamm schloss am 6. Jan. 1713 Anna Margaretha, Ge-mahlin des Georg Wilhelm von Reibnitz. Nach Erlöschen des Ge-schlechts ist das Wappen an die v. Schweinitz gekommen und findetsich jetzt in der rechten Hälfte des Schildes der Grafen V .Schweinitzund Crain, Freiherren v. Kauder.

Sincipius , I. S. 709 etc. GauJie, I. S. 1676 u. 1677: Polsnitz, gen. Dachs. Frh. v.Ledebur , II. S. 215 u. 216. " Siebmacher, II. 50. Spener, Theor. Insign. S. 246 u. Tab.12. v. Media ff, III. S. 114116.

Dachsaucr (im Schilde ein halber Dachs an einer Kette). AltesAdelsgcschlec.ht Altbayerns, aus welchem Wolf der Dachsauer 1505Richter zu Landau a. d. Isar war.

Wigul. Hundt, III. S. 270.

Dachsbach. Altes, fränkisches Adelsgeschlecht, aus dem gleich-namigen Stammhause an der Aisch, eine Stunde von Hochstädt, wel-ches dem Rittercanton Steigerwald einverleibt war. Arnold v. D.erhielt 1303 eine Belehnung, und Hans v. D. noch 1401 die vonUhlstädt. Mit ihm, oder bald nachher, ist der Stamm ausgegangen. Siebmacher hat das Geschlecht dem voigtländischen Adel zu-gezählt.

Biedermann, Canton Steigerwald, Tab. 198. Siebmacher, V. 86.

Dachsberg (im Schilde ein geschachter Pfahl). Altes, bayeri-sches, längst erloschenes Adelsgeschlecht, dessen Wappen im 15.Jahrb., nach Erlöschen desselben, die nachstehende, gleichnamigeFamilie zu ihrem Wappen genommen hat.

v. Hefner, ausgestorbener bayer. Adel, Tab. 2 u. S. 2.

Dachsberg (in Roth ein silberner Dachs). Ein aus Bayern nachOesterreich ob der Enns und dann nach Nieder-Oesterreich gekom-menes Adelsgeschlecht, aus welchem Pertoldus de Dachsperch ur-kundlich 1185, und Ulricus de Dachsperch oder Dachsperger 1197 er-scheint. Das Stammhaus in Ober-Oesterreich war das Schloss Daxberg.In Nieder-Oesterreich, wo das Geschlecht ansehnlich begütert wurde,kam zuerst 1261 Ortolf v. Dachsberg vor, der Stamm blühte fort, undnoch 1479 lebte Bernhard v. D., verm. mit Catharina v. Wirsing.Mit ihm hörte in Nieder-Oesterreich der Mannsstamm auf. DieToch-ter desselben, Anna, kommt 1523 als Gemahlin Eustachs v. Aspan

Kneschl-e, Deutsch. A.dels-Lex. II. 26