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Czapka v. Minstetten. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1843 für Ignaz Czapka, Niederösterr. Rath und Bürgermeister zuWien, mit dem Prädicate: v. Wiustetten.
Augsb. Allg. Zeit. 1843.
Czapkowski. Adelsgeschlecht des Grossh. Posen, aus welchemmehrere Sprossen in der k. preuss. Armee standen.
Diplom. Handb. für den preuss. Staat, 1843, S. 320.
Czapski, v. Iliitten-lzapski, («raten. Preussischer Grafenstand.Diplom von 1804 für die Gebrüder Nicolaus und Joseph v. Czapski,früher Generalmajore der polnischen Armee. ■— Altes, polnisches,dem Stamme Leliwa einverleibtes Adelsgeschlecht, welches seinenUrsprung aus Franken von dem alten bekannten Stamme Hutten ab-leitet. Dietrich v. Hutten, so lautet die Familiensage, zog 1112 ausFranken mit mehreren anderen deutschen Itittern dem Herzoge Bo-leslaw Krzywousty in Polen gegen die in Masovien eingefallenen heid-nischen Preussen zu Hülfe. Letztere wurden mit den Pommern 1113bei Nakel völlig geschlagen und ganz Pommerellen kam unter pol-nische Herrschaft. Dietrich v. Ii. erhielt vom Herzoge, als Lohn sei-ner Tapferkeit bei Nakel, den Ritterschlag, wurde dem polnischenStamme Leliwa einverleibt und mit dem Dorfe Smolong (Smolangenbei Preuss. Stargard) belehnt. Nach diesem Gute nannten sich dieNachkommen unter der Herrschaft des deutschen Ordens: v. Smo-langen. Gottschalk v. S. war unter den deutschen Rittern, die zurAbwehr der Willkür des deutschen Ordens 1440 zu Marienwerdereilien Bund schlössen und der Sohn desselben, Hugo, Herr auf Smo-long, Benkowo und Swarozyn, wirkte als Landes-Abgeordneter dahin,dass Westpreussen mit Polen vereinigt wurde. Letzterer wurde 1482Castellan von Danzig. Die beiden Söhne desselben nahmen den al-ten Geschlechtsnamen: v. Hutten, in der polnischen Uebersetzung:Czapski, wieder an und schieden sich in die Linien zu Benkowo undSmentowo. Der ältere dieser Söhne, Sebastian v. 0,, Herr auf Ben-kowo, war Unterkämmerer von Pommerellen, und der Sohn desselben,Julius, Landrichter von Hirschau: eine Würde, welche auch des Letz-teren Sohn, Sebastian, bekleidete, dessen Sohn, Peter, um 1654 Un-terkämmerer von Culm war. Peter's Sohn, Franz Miroslaw, Land-fähnrich von Pommerellen, zeichnete sich als Heerführer bei Bere-steezko 1651, so wie später in Preussen im schwedischen Kriege,sehr aus. Derselbe wurde 1660 Unterkämmerer von Marienburg, undder älteste Sohn unter seinen acht Kindern, Johann Chrysostom, erstUnterkämmerer von Pommerellen, dann Castellan von Danzig, gest.1716, ist der nähere Stammvater der jetzigen Grafen v. C. Von ihmstammten drei Söhne: Adam, Franz und Ignaz. Adam war Custosdes liujawischen Domcapitels, Franz Castellan von Danzig u. IgnazSchwertträger von Preussen, k. polnischer Oberstlieutenant und 1740Castellan von Danzig. Nur Letzterer setzte den Stamm fort. Vonseinen drei Söhnen war der ältere, Joseph, Castellan von Elbing, derzweite, Anton, gest. 1792, Unterkämmerer von Culm, k. poln. Ge-neral-Lieutenant und Chef eines Infant.-Regim., und der jüngere,