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Czar. Ein vor 1777 im Lauenburgischen begütertes Adels-geschleeht.
Frh. v. Ledebur, III. S. 231.
Czabcck. Erbländ. -österr. Adelsstand. Diplom von 1844 für Jo-hann Ozabeck, k. k. Hauptmann.
Augsb, Allg. Zeit. 1844.
Czabelitzki, Freiherren. Ein ursprünglich slavonisckes Adelsge-scblecbt, welches sich nicht nur in Böhmen, sondern auch in Ungarnausbreitete und aus Ungarn auch 1381, mit Topacz Czabelitzki, nachPolen kam, wo der Stamm unter dem ersteren Namen fortgesetztwurde und in Preussen, so wie in der Woiwodschaft Sendomir meh-rere Güter erwarb. — Johann v. C., Erzbischof zu Gran und Erz-canzler in Ungarn, zog, wie Weingarten im Fürstenspiegel erzählt,1413 mit einem Gefolge von 226 Pferden auf das Concil zu Costnitz.
— Gegen Ausgang des 15. Jahrh kam das Geschlecht in Böhmen zugrossem Ausehen: Johann v. C., Herr auf Sautitz, war der KroneBöhmen Oberster-Münzmeister und der Sohn desselben, Procop, kö-niglicher Bath. Später gelangte der Freiherrnstand mit dem Präui-cate: v. Sautitz in die Familie. Wenzel Carl C., Freih. v. Sautitz,war 1689 k. k. Kämm., Hof--, Lehn - und Kammer-Gerichtsbeisitzer,wie auch Kammerrath in Böhmen und Hauptmann der Neustadt Prag.Derselbe pflanzte den Stamm durch zwei Söhne, Gottwald FranzWenceslaus und Johann Franz Wenzeslaus, fort, von seinem Bruderaber, Johann Franz Felix, welcher als k. k. Hauptmann 1683 beider Belagerung von Wien blieb, stammte ein Sohn, Johann Wences-laus Christoph. Weitere Nachrichten linden sich nicht vor. — Der1703 am Fürstl. Hessen-Darmstädt. Hofe lebende Geh.-Rath, Ober-stallmeister und Ober-Amtmann zu Zwingenberg v. Czabelitzki ge-hörte nach Allem auch zu diesem Stamme.
Baibin, l'rooem. Tab. Stemmat. *6. 32. — Weingarten, Fürstenspieg<*l, S. 256. — Okolski,Orb. l'olon. III. S. 258 u. 259. — Gauhe, II. S. 379 u. 380. — Zedier, VI. S. 1974. — Suppl.zu Siebm. W.-B. VI. 3.
Czaderzky. Erbländisch-österr. Adels- und Ritterstand. Adels-diplom von 1806 für Paul Czadersky, Bürger zu Bielitz und Güter-besitzer in Galizien, mit dem Prädicate: Edler von und Ritterstands-diplom von 1809 für denselben als Gutsbesitzer zu Grosskunzcndorfi
— Der Stamm ist fortgesetzt worden. Joseph Ritter v. Czarderskystand 1856 als Oberlieutenant im k. k. 10. Infant.-Regim.
Megerle v. Mühlfeld, S. 170 u. Ergänz.-Bd. S. 131. — Milit. Schemat. d. österr. Kaiserlh.1856, 8. 189.
Czapicwski. Mit diesem Namen kommen mehrere polnische Adels-geschlechter, die Familien Grzon, Zloscz und Zuroch, welche ver-schiedenen Stammes sind, vor. Die Vorfahren derselben wurden mitGutsantheilen des Dorfes Czarpiewice belehnt. Noch jetzt besitzendiese Familien adelige Gutsantheile in Czapiewice und Ossowo im Kr.Conitz, und Andreas -v. C. war 1854 auch Herr auf Polzen im Kr.Lauenburg-Bütow.
N. Pr. A.-L. V. S. 115. — Frh. v. Ledebur, I. S. 153 u. lir. S. 2:11.