Druckschrift 
2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
Entstehung
Seite
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Crettier, Ritter. Reichs-Ritterstand. Diplom von 1765 für Gott-lieb Ludwig Crettier, kurbayer. und fürstbisch, freisingen'schen Rath.— Ein Sohn desselben, Freiherr Gottlieb, Herr auf Fiminshofen,war später kurbayer. und fürstbisch, augsburg. Rath.

Handschr. Notiz.

Crety. Schwedischer Adelsstand. Diplom von 1748 für ConradHeinrich Crety, Pastor zu Pütte in Vorpommern. Der Stamm wurdefortgesetzt. Ein Major v. C. war 1806 Commandern' eines Grenadier-Bataillons und starb 1814 im Pensionsstande. Der Sohn desselben,Wilhelm v. C., stand 1852 als Major im k. preuss. 21. Inf.-Regim.

N. Pr. A.-L. V. S. 112. — Frli. v. Ledebur , I. S. 151 u. III. S. 230.

Crciisshcckli v. Crcussbncli. Altes, österreichisches, von 1192 anunter den Namen: Creussbeckh, Crewespeckh, Crewesbach etc. vor-kommendes, mit dem Oberst-Landjägermeister-Amte bekleidetesAdelsgeschlecht, dessen fortlaufende Stammreihe um 1358 mit Fried-rich v. Creusbach, Obersten-Jägermeister im Herzogthume Oester-reich, beginnt, und welches 1415 mit Wilhelm v. C. ausging.

Wissgrill , II. S. 162 — 167.

Creutz, (Schild geviert, mit Mittelschilde. Im blauen Mittel-schilde ein gestürztes, mit der eingebogenen, runden Spitze rechtsgekehrtes, silbernes Büffelshorn. 1 und 4 in Silber ein schwarzerAdlersflügel und 2 und 3 ebenfalls in Silber ein quergelegtes, dasMundstück links kehrendes, blaues Jagdhorn mit rothem Bande).Preuss. Adelsstand. Diplom vom l.Dec. 1708 für Ehrenreich Bogis-law Creutz, k. preuss. Geh. Hofkammerrath und vom.12. Febr. 1710für den Bruder desselben, Friedrich Martin Creutz. — EhrenreichBogislaw v. C. schwang sich vom Auditeur des kurbrandenb. Regi-ments Kronprinz bis zum k. preuss. Vicepräsidenten und dirigirendenMinister des 2. Departements des Generaldirectorium, so wie zumProrector der Academie der Wissenschaften zu Berlin etc. empor.Derselbe starb den 13. Febr. 1733 und hinterliess aus der Ehe miteiner Tochter des k. preuss. Geh. Rathes Valentin v. Hässler nurzwei Töchter, von welchen die eine, Sophie Albertine, sich mit demdamaligen königl. General- Adjutanten , nachmaligem Generallieute-nant Hans Christoph Friedrich Grafen v. Haack vermählte , die an-dere aber die Gemahlin des berühmten k. preuss. Generals der Ca-vallerie Friedrich Wilhelm v. Seydlitz wurde. Der Minister v. C.hatte in Pommern sehr ansehnliche Besitzungen im Randow'schenund Greiffenhagen'schen Kreise an sich gebracht. Sein oben erwähn-ter Bruder, Friedrich Martin v. C. starb ebenfalls ohne männlicheNachkommen.

Gauhe, II. S. 147. — N. Pr. A.-L. I. S. 37 u. 382, u. V. S. 112. — Frh. v. Ledebur, IS. 151, u. III. S. 230. — W.-B. <1. preuss. Mon. III. 1. — Kneschke, IV. S. 78.

Creutz, (in Silber ein schwarzer Pfahl) Altes, ursprünglich säch-sisches Adelsgescj^echt, welches auch Creutzen, Creytzen u. Kreutzengeschrieben wird und sich später in Preussen, Schweden, Finnland,Polen und Russland ausgebreitet hat. Als Stammhaus wird Creutz,Creutzen, im Altenburgischen genannt und urkundlich tritt, nach