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Ciilatin. Adelsstand des Kgr. Bayern. Diplom vom 30. Nov.1819 für Maria Eder, so wie für Emma, Thecla und Agnes E., legi-timirte Töchter des k. bayer. Generalmajors und General-AdjutantenCarl Grafen v. Pappenheim mit Veränderung dieses Namens in denv. Calatin.
v. Lang, Suppl. S. 91. — W.-B. d. Kgr. Bayern, IV. 98. -— z. Ilefner, IT. 79 ii. S; 72.
Hallt«, (»rufen. Erbländ.-österr. Grafenstand. Diplom von 1818für Franz Calbo, Patricier von Venedig.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 10.
Calbo, Calltow (in Ilotb drei silberne Querbalken). Reichsadels-stand. Diplom von 1748 für Jobann Christoph Calbo in Schwedisch-Pommern. Die Familie blühte fort, wurde in Pommern und späterin der Priegnitz mit Wulkow, Königsberg, Grabow und Lütkendorfbegütert, und mehrere Sprossen derselben traten in die k. preuss.Armee. — Nach dem N. Pr. A.-L. Bd. IV., s. unten, soll das Ge-schlecht — wer kann das beweisen? — von dem alten römischenGeschlechte der Gracchen herstammen. Der Name Calbo wäre einBeiname gewesen, den ein Einzelner angenommen, dessen Nachkom-men denselben anfangs als Unterscheidung, dann als Familiennamenbeibehalten hätten. Der Zweig Calbo habe es in der zweiten Iiälftedes 8. Jahrb. in Venedig zur herzoglichen Würde gebracht, sei aberim 9. Jahrb. entsetzt und vertrieben worden. Nachher habe dieFamilie sich in drei Linien getheilt. Die eine habe sich zuerst inMantua, dann in Ungarn und seit Anfang des 18. Jahrb. in der Markniedergelassen, ein zweiter Zweig habe sich nach Spanien gewendet,wo er noch blühe, und ein dritter sei nach den jonischen Inselngegangen. Zu letzterem Zweige gehöre der im vorstehenden Artikelerwähnte Franz Graf v. Calbo.
N. Pr. A.-L. I. S. 342 u. IV. S. 388. — Frh. v. Ledebur, I. S. 130 u. IIL S. 224. —Suppl. zu Siebm. W.-B. IX. 11.
Calciuii, Calrkuiii, genannt Leuchtniar, C. gen. Lohausen, kalcliuu,
Kalscliiin, Calchlieiin. Altes, rheinländisches Adelsgeschlecht aus demgleichnamigen, früher Caiicheim und Calcheim geschriebenen, beiDüsseldorf liegenden Stammhause, welches der Familie schon 11G7zustand. Dieselbe, namentlich im Herzogthum Berg begütert, schiedsich schon in früher Zeit in drei Linien, von denen die eine sichv. Calcum, Kalchun, ohne Beisatz schrieb, die zweite aber nach dem1485 erworbenen Sitze Leuchtmar, und die dritte nach dem 1302erlangten Lohausen den Beinamen annahm. Die erste Linie istschon lange, die dritte Linie mit Johann Friedrich (nach Anderen:Georg Rumilian) v. C., genanntLeuchtmar, kurbrandenb. Geh. Rath etc.,welcher zu seiner Zeit im grössten Ansehen stand, 18. Octbr. 1644erloschen. Die Linie v. C., genannt Lohausen, welche von Rabodv. Kalchhön, genannt Lohausen, der urkundlich 1360 vorkommt,hergeleitet wird, blühte fort, Rabods Sohn, Reibold, wurde zumReichsburggrafen von Kaiserswerth ernannt, und der'Enkel, Wilhelm,vermählte sich mit Jutta v. Löwenberg, der Letzten ihres alten Ge-schlechts und brachte so den Rittersitz Löwenberg im Cölnischcn an