torf, Tetz, Haus und Busch, 1. Aug. 1829, von Carl Siegbert v. Brächet undFranz, Carl, Gertrud, Maria Anna, Cordula und Josepliine v. Brackel,in die Classe der Edelleute unter Nr. 10 und 24 eingetragen, dochhatte die Familie angegeben, dass ihr eigentlich der Freiherrntitelnach amtlichen Schreiben der vormaligen kurfürstl. Regierung zuDüsseldorf und anderer Behörden, nach Officierspatenten etc. zu-stehe. — Der nähere Stammvater der im Kgr. Preussen durch Diplomvon 1845 anerkannten freih. Linie war der Sohn des obengenanntenJohann Lambert: Carl Hugo, wegen Breidmar 1737 auf dem jülich-schen Landtage aufgeschworen, kurfürstl. trier. Generallieuteriant,Geh. Rath und Gouverneur von Ehrenbreiteustein, welcher bei derKrönung des Kaisers Carl VII. 1742 zum Reichsritter geschlagenwurde und 1768 starb. Aus seiner Ehe mit Maria Sibylla Catharinav. Berg, gen. Durffenthal entspross unter anderen Kindern: FranzGeorg Ignaz v. Brackel, kurbayer. Kämmerer und Hofrath, welcher1781 wegen Breidmar aufschwor und sich 1787 mit WilhelmineFreiin v. Haxthausen, Erbin zu Welda, vermählte. Aus dieser Ehestammt Freih. Franz Ferdinand, s. oben, geh. 1790, verm. 1827 mitCharlotte Freiin v. Asbeck, geb. 1806, aus welcher Ehe, neben einerTochter, Freiin Ferdinande, geb. 1835, fünf Söhne leben, die Frei-herren: Georg, geb. 1828, Besitzer des Ritterguts Welda und k.preuss. Kammerjunker; Engelbert, geb. 1830, Hauptmann und Com-pagniecommandant im 1. Fremdenregiment S. H. des Papstes; Hugo,geb. 1834, k. preuss. Appcllations-Gerichts-Auscultator, Arnold, geb.1843, k. preuss. Cadet und Hermann, geb. 1845.
Gauhe, II. s. 92 u. 93. — N. Pr.'A.-L. I. S. 296 u. V. S. 65 (Angabe des Wappensfalsch). — Fahne , I. S. 57. — Frli. v. Ledebur, I. S. J)5 u. III. S. 213. — Tyroff, I. 289.— Robens, Elementar werk, I. 14. — W.-ß. d. Pr. Rheinprov. I. 14 u. S. 17. — Kneschke, II.S. 153 u. 64.
Brackel, Freiherren (im mit goldenen Kreuzen bestreuten Rothzwei mit dem Rücken einander zugekehrte Salme). Ein ursprüng-lich niederländisches, freiherrliches Geschlecht aus dem StammhauseBrackel in der Betuwe im Geldernschen, welches zu den niederlän-dischen Besitzungen, wie angegeben wird, auch Güter in den Rhein-landen erwarb, doch sind letztere von denen der im vorigen Artikelabgehandelten Familie noch nicht genau geschieden, und beide Ge-schlechter sind mehrfach unter einander gemischt worden.
Frli. v. Ledebur, I. S. 95. — - Siebmacher, V. Zusatz 34.
Brackel, auch Freiherren (in Gold ein gekrönter Hirschkopf). ImKgr. Bayern anerkannter Freiherrnstand. Immatriculirt29. Dec. 1839.Ursprünglich westphälisches Adelsgeschlecht aus dem StammsitzeBrackel bei Dortmund, welches mit dem deutschen Orden nach Kur-land kam und die Güter Krückseben, Modders, Nigrande und Pickelnerwarb. Zu demselben gehörte Casimir Christoph v. B., welcher alsk. russ. Gesandter am k. preuss. Hofe 1742 zu Berlin starb.
N. Pr. A.-L. I. S. 296. — Frli. v. Ledebur, I. S. 95 u. III. S. 213. — Neimbt, Kurland.W.-B., Tab. 5. — W.-B. <1. Kgr. Bayern, XII. 15.
Brackcnlor, Brackeiiioer. Altes, erloschenes Adelsgeschlecht,welches durch seine Besitzungen dem fränkischen Rittercanton Steiger-
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