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Gebrüder Heinrich Günther Gottfried Bosse, k. preuss. Generallieu-tenant und Hans Martin B., k. preuss. Oberstlieutenant im Cadetten-corps. Dieselben waren die Söhne des zu seiner Zeit berühmten Iii-genieurs Nicolaus 'Bosse zu Eisleben. Heinrich Günther Gottfriedv. B., geb. 1680, diente von unten auf und starb 1755 als k. preuss.Gencrallieutenant, Chef eines Garnisouregiments und Amtshaupt-mann zu Usedom, Uckermünde, Stolpe und Versehen. Dass derselbevom Könige Friedrich II. von Preussen mit seinem Bruder in denAdelsstand erhoben worden sei, giebt König, Biograph. Lexicon allerHelden etc. I. S. 192, doch ohne Jahr und Tag der Erhebung, an,und noch haben neuere Schriftsteller Näheres nicht angegeben. NachAllem wurde das Diplom erst um die Mitte des 18. Jalirh. verliehen,und war wohl, wenn die Angabe des W.-B d. Säcbs. Staaten, dassder Adel durch Diplom vom 10. Dec. 1659 in die Familie gekommensei, richtig ist, ein Adelserneuerungsdiplom. Der älteste SohnIleiurichGünther Gottfrieds, Friedrich Leopold v. B., geb. 1719, gest. 1802,stieg in k. preuss. Kriegsdiensten ebenfalls bis zum Generallieutenantund Chef eines Dragonerregiments, und war auch Amtshauptmannzu Draheim. Ein gleichnamiger Sohn des Letzteren war Herr aufLangendorf bei Polnisch-Wartenberg in Schlesien und k. preuss.Landrath. Derselbe hinterliess mehrere Kinder, und Nachkommendesselben, namentlich Enkel, haben in der k. preuss. Armee gestan-den. Später sind Sprossen des Geschlechts auch nach Sachsen ge-kommen: Alexander Ludwig Wilhelm v. B. erhielt 1836 das Patentals k. sächs. Hauptmann, Alexander Georg Gustav v. B. trat 1830 alsk. sächs. Oberlieutenant aus dem activen Dienste, August v. Bossewar 1841 Postmeister zu Königsbrück. In der k. sächs. Armee ist(1858) Alexander Adolph Julius v. B. Oberlieutenant und Divisions-adjutant. Ausserdem sind im Ivgr. Sachsen bedienstet: AlexanderMoritz Leopold Eduard v. B., Obercontrolleur beim HauptsteueramteSchandau; Gustav v. B., Oberlieutenant a. D., Chausseegelderein-nehmer in Camenz und Ernst Hugo v. B., Lieutenant in d. A., berit-tener Steueraufseher.
N. Pr. A.-L. I. S. 291. — Dresdner Kalender z. Gebr. f. d. Ilesid., 1847, S. 151 u. 152u. 1S48, S.152. — Frh. v. Ledebur , I. S. 92. — W.-B. d. Sächs. Staaten, V. 39.
Bosse, Ritter (in Blau, rechtsher, hält eine goldene Löweutatzedrei goldene Aehren und einen silberweissen Eichenstrunk mit einemgrünen Zweige an der linken Seite. Nach dem Diplome, doch ist,wie Siegel ergeben, das „Rechts und Links" nicht im Sinne der älterenHeraldik bestimmt). Ritterstand des Kgr. Westphalen. Diplom vom19. Sept. 1811 für Philipp Georg Bosse, k. westphäl. Palastfourierund Ritter des Ordens der westphäl. Krone und für Rudolph HeinrichBernhard Bosse, Auditeur im k. westphäl. Staatsrathe und Wappen-ertheilungsdiplom für dieselben vom 9. Nov. 1811, welches Letztere,besiegelt und gezeichnet vom Justizminister Simeon, ausgefertigtwurde.
Handsclir. Notiz.
Bossct (Schild quergetheilt: oben in Blau auf einem goldenen
Kncschke, Deutsch. Adels-Lex. I. 38