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Amtstätigkeit, war der Sohn des Küsters an der Schlosskirclie zuKönigsberg B. und seit 1829 Erzbischof von Preussen. Ein jüngererBruder, Georg Heinrich B. ist schon um 1800 als Professor der Natur-geschichte zu Frankfurt a. d. 0. gestorben.
N. Pr. A.-L. I. S. 287 u. 288. — Frh. v. Ledebur, I. S. 90.
Borries. Preussisches und hannoversches Adelsgeschlecht, wel-ches ursprünglich aus einer alten, angesehenen Patricierfamilie zuMinden stammt. Hermann Borries, der gemeinschaftliche Stamm-vater aller späteren Glieder des Stammes, gest. 1523, Bürgermeisterzu Minden, besass schon die dem Geschlechte noch jetzt zustehendenLehne zu Hummelbeck und Sudhemmern bei Minden. Die Nachkom-men verbreiteten sich in mehreren Linien und Zweigen, deren Spros-sen früher in Minden als Patricier lebten und mehrfach das Bürger-meisteramt dieser Stadt verwalteten. Später Hess die jüngere Liniesich in Hannover nieder und Johann Friedrich v. B., kurbraunscliw.-lüneburg. Justizrath und Canzleidirector zu Stade, erhielt 20. Aug.
1733, nach Anderen 1732, ein kaiserliches Bestätigungsdiplom desseiner Familie zustehenden Adels, welches in Hannover, 4. Febr.
1734, amtlich bekannt gemacht wurde. In neuerer Zeit, 17. Juni1816, ist der Adel des Geschlechts im Kgr. Preussen bestätigt wor-den, so wie denn auch vom Freih. v. Ledebur noch ein in die Fa-milie gekommenes Adelsbestätigungsdiplom vom 1. Sept. 1777, dochohne Angahe, von welcher Seite dasselbe erfolgt sei, erwähnt wird.Die Nachkommenschaft des Johann Friedrich v. B. ist theils im Her-zogthum Bremen gehlieben und gehört durch die Güter Schöneheckund Avensen im Kgr. Hannover zum ritterschaftlichen Adel der Bre-menschen Landschaft, theils ist dieselbe in das Proussische zurück-gekehrt und mit mehreren Gütern im Fürstenthume Minden und inder Grafschaft Ravensberg angesessen. Auch wurde die Familie imFürstenthume Lippe begütert. Philipp v. B., Herr auf Eckendorf imLippeschen, war 1836 k. preuss. Landrath des bielefelder- und Franzv. B., auf Steinlake im Ravensbergischen Landrath des lierfordterKreises. Wilhelm Friedrich Otto v. B. ist jetzt k. hannov. Staats-minister und Minister des Innern und in der k. preuss. Armee stan-den und stehen mehrere Glieder des Stammes.
Fratje, Altes und Neues aus dem Herzogthum Bremen, VII. S. 2S7 u. 88. — v. Kobbe,Gesch. des Herzogthum Bremen und Verden, I. S. 297. — N. Pr. A.-L. 1. S. 288. — Frh.v. d. Knesebeck, S. 92. — Frh. v. Ledebur, I. S. 90 u. III. S. 211. — W.-B. d. Pr. Mon. II. 88.— W.-B. d. Kgr. Hannover, D. 10 u. S. 4. — Kneschke, I. S. 53 u. 54.
Borsch - Borsod, Freiherren. Erbländ. - österr. Freiherrnstand.Diplom vom 19. Mai 1832 für Gottlieb Friedrich Ritter v. Borsch,Herrn auf Gross-Pöchlarn etc., herzogl. sächs. Geh. Rath und Minister-residenten am k. k. Hofe. Derselbe, welcher als k. k. Reichshof-agent laut Diploms vom 7. Apr. 1802 in den Reichsadelsstand er-hohen und später, 1818, als herzogl. sächs. gothaischer Legationsrathin den erbländ.-österr. Ritterstand versetzt worden war, stammte auseinem alten, ungarischen Adelsgeschlechte des biliarer Comitats,. wel-ches von Johann Zapolya (gest. 1540) mehrere Güter, welche in Un-garn der Familie noch jetzt zustehen, geschenkt und vom Fürsten Georg