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schaft Mark ins Bremensche, wo ihm bereits 1650 Schönebeck'zu-stand, welches in der Hand der Familie geblieben ist und durch dessenBesitz die Familie im Kgr. Hannover zu dem ritterschaftlichen Adelder Bremenschen Landschaft gehört. Dieselbe hatte übrigens 1737das Bremensche Erb-Frohnen-Amt erhalten, durch welches die Land-stände angesagt werden, wenn sie zur Proposition kommen sollen.Im 18. Jahrh. kam das Geschlecht auch in den Niederlanden und inPommern zu Besitz und Friedrich Wilhelm Freih. v. d. B., geb. 1771,k. bayer. Kämmerer und Forstmeister zu Günzenhausen, wurde indie Freiherrnclasse der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen.
— Was die nach Esthland und später nach Kurland gekommeneLinie anlangt, so war Friedrich v. d. B., gest. 1492, mit der Tochterdes Fürsten v. Achaya, Helene, aus dem berühmten Stamme der Pa-läologen, vermählt und Imbert (Hubert) v. d. B., k. poln. Gesandterbei K. Friedrich III., wurde vom K. Maximilian I. 23. Nov. 1495 inden lleichsgrafenstand erhoben und zwar mit der Bestimmung, dassLubeschitz, die Besitzung der Familie, als Grafschaft betrachtetwerden und -die Grafen v. d. Borch-Lubeschitz sich zugleich Baronev. Borchland nennen und schreiben sollten. Die Gemahlin des GrafenImbert war Mathilde, Tochter des Herzogs Pantolfo Malatesta v. Iii-mini. — Stanislaus Graf v. d. B., geb. 1526, war mit Georgette,jüngsten Tochter des Herzogs Georg I. in Pommern und der Mar-garetha von Brandenburg, vermählt und sein Schwager, Herzog Phi-lipp I., verlieh ihm deshalb in sein Wappen das des HerzogthumsPommern : Feld 1 des gevierten Schildes der Grafen v. d. B. — Fabian,Bruder des Grafen Stanislaus, erhielt vom Könige Sigismund IL Augustin Polen nicht nur die Bestätigung der Reichsgrafenwürde, sondernauch, unter Vermehrung des Wappens (: Feld 2 in Blau ein in.einerZinkenkrone stehender, rother Fürstenhut) die besondere Erhebungderselben in den polnischen Grafenstand mit dem Prädicate: v. Borchs-lioff. — Graf Gideon Simeon focht als General unter Sobiesky undfiel am Kahlenberge bei Wien. Der Bruder desselben, Graf GideonJohann, geb. 1665, k. poln. Oberst, erhielt durch Vermählung mitHelene v. Plater die Ilerrschaft Warkland bei Dünaburg, welchenoch jetzt ein Stammsitz der Familie ist. Der Sohn desselben, GrafJohann, Staatsminister unter August III. König in Polen und Canzlerdes Königreichs unter Stanislaus August, hinterliess zwei Söhne, denGrafen Joseph, geb. 1751, gest. 1835, Erben des Majorats Prelli undden Grafen Michael Johann, geb. 1753, Erben des Majorats Wark-land und Woywoden von Belitz, welcher, wie oben angegeben, denlleichsgrafenstand von Neuem in die kurländische Linie brachte undals poln. Generallieutenant 1810 starb. — Der jetzige Majoratsherrvon Prelli ist Graf Michael, geb. 1806 — Sohn des Grafen Joseph
— verm. mit Maria v. Korsak, geb. 1807, aus welcher Ehe zweiTöchter, Maria, geb. 1836 und Augusta, geb. 1845, und ein Sohn,Graf Eusebius, geb. 1833, leben. Von den Schwestern desselben istGrf. Luise, geb. 1796, Wittwe des vormaligen Hauptmanns in derfranz. Kaisergarde v. Sokolowski und Grf. Alexandrine ist in zweiter