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1 (1859) (Aa - Boyve)
Entstehung
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kur- und fürstl. sächs. Oberconsistorial- und Kirchenrath, Professorzu Wittenberg, fürst], anlialt. Ilofrath etc., zu grossem Ansehen.Derselbe erwarb den Rittersitz Pianitz bei Zwickau und aus seinerEhe mit Barbara Brand v. Lindau stammte ein einziger Sohn,Heinrich Friedrich v. B., gest. 1627, Herr auf Planitz und Klein-saara, welcher aus erster Ehe mit Barbara v. Löser, a. d. HauseLeipnitz- (ja nicht Barbara Oesern, wie in der neusten Stammtafelder Familie stellt, sondern Barbara Lösern, da die alte Familiev. Löser zu den sächs. Adelsgeschlechtern zählte, welche in derRegel das „von" wegliessen) und in zweiter Ehe mit Maria v. Bosevermählt war. Aus der ersten Ehe stammte Joachim Heinrichv. B., Herr auf Längen-Hessen (nicht Langenressen), dessen Liniewieder ausging, aus der zweiten aber entsprossten Joachim Ernst,Herr auf Langen-Orla und Beinstädt, sachs. altenburg. Ober-Steuer-einnehmer und Joachim Friedrich(L), gest. 1680, kursächs. Kammer-junker und Rittmeister, welche Beide, Ersterer in der Ehe mitMagdalena v. Wolfframsdorf, Letzterer, vermählt mit Eleonore Sa-bine v. Trautenberg, den Stamm dauernd fortgepflanzt haben. Joa-chim Ernst wurde der nähere Stammvater der jetzigen erstenfreiherrlichen Linie in Sachsen, Altenburg und Preussen, JoachimFriedrich (I.), der der zweiten in Baden, so wie der dritten imKönigreiche Sachsen und die Grafen v. Beust gehören ebenfallszur Nachkommenschaft des Letzteren. Zwei, dem geneal. Taschenb.d. freih. Häuser, 1859, S. 50 und 51 beigegebene Stammtafelngeben sehr genaue Nachweise über die genealogischen Verhältnisseder zweiten freiherrlichen Linie in Baden, welche sich an die An-gaben der jetzigen Sprossen anschliessen, in Bezug auf die drittefreiherrliche Linie in Sachsen ist aber nur angeführt, dass JoachimFriedrich (IL) v. B., geb. 1661, k. dänisch. Staatsminister undGeneral-Salinen-Director, als solcher die Freiherrnwürde erhalten,die dritte Linie gestiftet habe und der Urgrossvater des FreiherrnFriedrich Constantin (s. unten) sei. Hier dürfte wohl dadurch,dass der Vorname Joachim Friedrich im jetzigen Stamme derFreiherren v. B. in Sachsen lange Zeit immer vom Vater auf einender Söhne übergegangen ist, ein Vater mit dem Sohne verwechseltworden sein, was hier einestheils im Interesse der genauen Stamm-reihe, anderentheils aber deshalb angeführt werden mag, um nurdurch einen Beleg zu zeigen, dass die Forschungen der geneal.Taschenb. der freiberrl. Häuser, welche allerdings nicht unbeachtetbleiben können, aller eigenen Forschung baar hier nicht wiedergegeben werden. Joachim Friedrich (II.) v. B., geb. 1661, Herrauf Ober-Gültzsch, Ober-Losa und Liebau im Voigtlande, war, wiedurch Kirchenbücher feststeht und wie bisher auch immer in derLiteratur angenommen wurde, der dritte Sohn des Joachim Fried-rich (I.) und ist als herzogl. sachsen-zeitzischer Landrath undKreiscommissair, wie Freih. v. Krohne sagt: Marschcommissar, 1741gestorben. Aus seiner Ehe mit Johanna Charlotte Edle v. d. Pla-nitz stammten zwei Söhne: Joachim Friedrich (III.) und Carl Leo-