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Beinah v. Bohmfeld, Bitter. Reichsritterstand. Diplom vom29. Jul. 1661 für Michael Belimb v. Behmfeld.
v. IlellbacJi, I. S. 116.
Behr (in Silber ein gehender, schwarzer Bär und auf demHelme eine, mit drei Pfauenfedern besteckte, goldene Säule, vorwelcher der Bär vorübergeht). Eins der ältesten, lüneburgischenAdelsgeschlechter, welches urkundlich schon 1197 mit Eberhardt B.,1224 etc. vorkommt. Dasselbe kam zeitig nach Pommern, wieRügensche Urkunden von 1228, Caminsche von 1237 und Pom-mersche von 1243 ergeben und zählte in Meklenburg schon zuden Familien, welche 1523 die Union der meklenburg. Ritterschaftunterzeichneten. Die Familie erlangte 1407 im Yerdenschen dasErbmarschall- und Erbkämmereramt und im Lüneburgischen 1624das Erbschenken- und Erbküchenmeisteramt. Die Familie erwarbim Laufe der Zeit bedeutenden Grundbesitz, namentlich in derNähe der Aller und Leinemündungen im Lüneburgischen, Calen-bergischen, Hoyaschen, Yerdenschen und Bremenschen, mehrereSprossen des Geschlechts waren Domherren zu Minden und unterden Gütern des Geschlechts fanden sich mehrere Mindensche Lehne.Die in Hannover blühenden Linien gehören zu dem ritterschaft-lichen Adel der Lüneburgischen, Bremenschen und Hoyaischen Land-schaft und sind mit Ivlein-Häuslingen, Rethem, Stellichte, Münch-hof!' etc. angesessen. Zahlreiche Glieder des Geschlechts sind imkurbraunschw.-lüneburg. und hannov. Hof-, Staats- und Kriegsdien-sten zu hohen Ehrenstellen gelangt. — Der im 15. Jahrh. nachCurland gekommene Zweig des Geschlechts hat sich weit aus-gehreitet, grossen Güterbesitz erworben und hohes Ansehen erlangt.Derselbe führt auf Grund eines kaiserl. Diploms vom 4. Dec. 1703den reichsfreiherrl. Titel und blüht .jetzt in sieben Häusern, demHause zu Poopen, zu Schloss-Edwalen, zu Stricken, zu Peperwahlen,zu Virginalen, zu Sutten, im Mannsstamme erloschen und zu Windau,und der jetzige, an Sprossen sehr reiche Personalbestand diesersieben Häuser ist im neuesten Jahrg. des geneal. Taschenb. d. freih.Häuser sehr genau angegeben. In dem eben genannten Werkefindet sich S. 31 in Bezug auf die Familie v. Behr Nachstehendesangegeben: „Eins der ältesten Geschlechter Meklenburgs, das schonin Urkunden aus dem Jahre 1250 vorkommt. Nach Kurland zogein Ast der Familie im 15. Jahrh." Allerdings jst die Familiev. Behr eins der ältesten Geschlechter Meklenburgs, doch ist dieFassung der eben angezogenen Stelle von der Art, dass man glau-ben muss, der nach Kurland gekommene Ast habe sich von dermeklenburgischen Familie dieses Namens abgezweigt. Dem ist aberwohl nicht so, sondern die kurländische Linie gehört zu dem Bre-misch-Lüneburgischen Hauptstamme des Geschlechts und zwar zuder s. g. älteren Linie. Der Stammbaum dieses Hauptstammesbeginnt mit einem Werner Behr, Ritter, welcher 1259 zugegenwar, als Gerhardt Graf v. Hoya, Bischof zu Verden, der Stadt Ver-den ihr eigenes Recht verlieh und welcher sonach wohl in der
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