Druckschrift 
1 (1859) (Aa - Boyve)
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

200

rath und Director des Mcdicinalcomite in Salzburg, welcher in dieAdelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen wurde.

v. Lang, S. 288.

Barl (im Schilde ein Querbalken, über welchem drei Löwenrechts hinter einander schreiten, oder ein mit drei Löwen belegterQuerbalken). Altes, Cölnisches Adelsgeschlecht, dessen Namen einDorf bei Orsoy und ein anderes bei Gennep führen, auch giebtes ein Barl am linken Maasufer. Wyger v. Barl erscheint ur-kundlich 1321; um 1358 lag die Stadt Aachen mit den Ritternv. Krickenbeck und Barle in Fehde; Erzbischof Diederich von Cölnwiess 1417 dem Arnold v. B. Manngelder auf die Rheinzölle zuBonn und Linz an,; Dietrich v. B. trug 1442 dem Herzoge Adolphvon Cleve die Güter zu Biesenhorst, Brencko und Mulrebueren imKirchspiele Bislich zum Behufe Johanns von Ingelsym als Mann-lehne auf etc. und Johann v. B. trat 1550 der Cölnischen Landes-vereinigung bei. Im 17. Jakrh. war Georg v. und zu Barl mitJohanna Mom und Eine v. B. mit N. v. Erfortshausen vermählt.

Fahne, II. S. 5.

Barll (in Roth ein abgekürzter Ziegenbock). Altes, rheinischesRittergeschlecht, welches im 17. Jahrh. ausgestorben ist. Dasgleichnamige Stammhaus desselben liegt im Kr. Rheinbergen, Reg.Bez. Düsseldorf.

Frh. v. Ledebur, I. S. 34.

Barmen. Altes, jülichsches Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz <

das Dorf Barmen, nördlich von Jülich, war. Henrich v. Barmengenehmigte 1361 mit 81 jülichschen Edelleuten den Tausch vonMontjoie mit Caster und Edmund v. B., Ritter, tritt 1362 alsSchiedsrichter auf. In der Cölnischen Lehnskammer finden sichdie v. Barmen noch im 15. Jahrh. als Vasallen aufgeführt.

Fahne, I. S. 19 u. Tab. I. Nr. 17 ü. 18 u. II. S. 5.

Barnclleth (im Schilde ein schwimmendes Thier, vielleicht Otter,oder Biber, von welchem Kopf, Vorderfüsse und Leib zu sehensind). Altes, ausgegangenes, meklenb. Adelsgeschlecht, aus welchemUlricus Barnefleth, Miles, schon 1270 vorkommt. Derselbe führteim quergetheilten Schilde oben ein liegendes Thier ohne Schwanzund unten zwei gekreuzte Fahnen (der spätere Helmschmuck warenzwei gekreuzte Beile). Zwei Sprossen des Geschlechts, beideAchim genannt, unterschrieben noch 1523 die bekannte Union dermeklenb. Ritterschaft.

v. Westphalen, Monum. inedita, IV. Tab. 18. Nr. 11. v. Meding, III. S. 24 u. 25 nachdem Mscpt. abgegangener meklenb. Familien.

Barnefuer. Altes, ausgegangenes meklenburgisches Adelsge-schlecht, welches schon 1270 mit Nicolaus Barnefur urkundlichvorkam. Der Letzte des Geschlechts, Rolof Barnefuer, lebte noch1496.

v. Westphalen, Monum. ined., IV. Tab. 18. Nr. 10. v. Meding, I. 8. 23.

Barnckow. Preussischer Freiherrnstand. Diplom vom 5. Apr.

1825 für Christoph Gottlieb Bogislav v. Barnekow, grossh. meklenb.