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1 (1859) (Aa - Boyve)
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eine fünfblättrige, silberne Rose). Altes, Magdeburgisches Adels-geschlecht aus dem gleichnamigen Stammsitze bei Magdeburg, wel-ches urkundlich schon im 12. Jahrh. vorkommt und in der Nähedes Ohrefiusses sich bis zum 16. Jahrh. fand. Seit dem 14. Jahrh.erwarb die Familie auch in der Mark Brandenburg reichen Grund-besitz und breitete sich im 18. Jahrh. auch in Schlesien, Pommern,Preussen und Meklenburg aus.Burchard v. B. wurde 1340 Bischofzu Havelberg und Cuno zog 1563 mit dem Kurfürsten Joachim II.zu Brandenburg auf den kais. Wahltag nach Frankfurt. Von denspäteren Sprossen der Familie sind viele in k. preuss. Kriegs-diensten zu hohen Ehrenstellen gelangt. Hans Christoph v. B.starb 1736 als k. preuss. Generallieutenant, Chef eines Infant. Reg.und Gouverneur zu Wesel und ein Sohn desselben aus der Ehemit einer v. Barfus Wurde hessischer General und Gouverneur zu' Cassel. Philipp Ernst, ein Sohn des Christoph Georg v. B., Herrnauf Ribbeck, Seibelang und Retzow, starb 1744 als k. preuss. Oberstund Chef eines Füselier-Reg., Christoph Carl Friedrich v. B. wark. preuss. Generalmajor und Chef des 2. Artiii. Reg. und 1836war ein General v. B. Inspecteur von der Artillerie am Rhein.

Gauhe, I. S. 71. Zedier, Suppl. II. S. 46. Dithmar, Nachr. von d. Heermeistern,S. 25. v. Hellbach, I. S. 101. N. Pr. A.-L. I. S. 174 u. 175. Frh. v. Ledebur, I.S. 33. Siebmacher, I. 179. Dithmar , vom Johann.-Orden, S. 8. Nr. 7. v. Meding', I.S. 22. Suppl. zu Siebm. W.-B. III. S. 8. Tgroff, II. 134. 1.

Itanlclcbcii, Itarlcbcn (drei, 2 und 1, Beile; die Stellung der-selben und die Farben ergeben vielfache Varianten). Eine Ab-zweigung des vorstehenden alten Magdeburgischen und märkischenAdelsgeschlechtes der v. Bardeleben, welche schon im 13. Jahrh.in Mindenschen und Schauenburgischen Urkunden vorkommt. DieFamilie war im Schauenburgischen schon 1300 mit Eilsen und 1317mit Segelhorst angesessen und besass noch im 17. Jahrh. daselbst,wie im Mindenschen, mehrere Güter. Im 16. Jahrh. blühte die-selbe auch im Lüneburgischen und im 17. im Oldenburgischen(Jeverschen). Zu dem lüneburg. Zweige gehörte, wie sich aus demvon v. Meding beschriebenen Wappen ergiebt, Christoph v. B.,welcher 1642 als Abt zu St. Michaelis in Lüneburg starb und imJeverschen war Ernst Christian v. B.. zu Ende des 17. Jahrh. fürstl.anhaltscher Staatsrath und Präsident und Landdrost zu Jever.

Pf effinger , I. S. 665 u. II. S. 364, 367 u. 724. Wolfis Eichsfeld. Urkundenbuch.Frh. v. Ledebur, I. S. 33. v. Meding, I. S. 1922. Tyrojf, IT. 134. 3.

Itanlclcbcii, Itarlcbcn (in Roth zwei nebeneinanderstehende,goldene Garben, über welchen ein weisser Wolf springt, doch findensich auch alte Siegel vor, welche über den Garben einen auf-wachsenden Wolf zeigen). Altes, Magdeburgisches, vom StammeBartensieben, s. den betreffenden Artikel, abgezweigtes Adels-geschlecht. Dasselbe erwarb im jetzigen 1. Jerichowschen Kreise derProvinz Sachsen mehrere Güter. Lochau stand demselben schon1356 zu, Tesdow bei Görzke, jetzt wüste, 1478 und Dudendorf undZiepel 1613, so wie Glieneke 1706. Das Gut Ziesar war von1553 an bis jetzt in der Hand der Familie.

Frh. v. Ledebur, l.,S. 32 u. 33.

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