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den benachbarten Burggrafen zu Nürnberg und dem Bistliume Bam-berg und Würzburg lehnbar, war bis zu Ende des deutschen Reichsvom Kaiser und dem Reiche mit Regalien belehnt und trug vonder Krone Böhmen das Erbschenkenamt des Bisthums Bamberg,dessen Oberschenk der König in Böhmen war. Ausser dem Stamm-sitze, welcher mit mehreren Burgen und Dörfern früher die Reichs-herrschaft Aufsess bildete, war das Geschlecht noch sonst in Fran-ken und der obern Pfalz mehrfach angesessen, hat aber jetzt, nachAblösung des sämmtlichen Dominicalbesitzes nur noch Ober- undUnteraufsess, Freyenfels, Mengersdorf, Neidenstein, Stechendorf,Scherleiten und Weyer mit Schlössern inne. Die Vorfahren wid-meten sich meist dem Kirchen- und Kriegswesen und zwar mit ritter-licher Frömmigkeit, Freigebigkeit und Tapferkeit. Der aus diesemGeschlechte stammende Bischof von Bamberg, Friedrich, gest. 1440,war vielleicht der frommste Fürst seiner Zeit, Ritter Conrad zumWolkenstein bot 1473 dem mächtigen Erzherzoge Sigmund vonOesterreich in eigner Fehde die Spitze und Jobst Bernhard, gest.1738, stiftete mit 400,000 Gulden ein noch bestehendes Knaben-Erziehungshaus. — Vor dem Freiherrndiplome sind übrigens zweiReichsgrafendiplome in die Familie gekommen, das erste vom 24.März 1695 für die beiden Brüder: Johann Friedrich und ChristophWilhelm v. A. und das zweite vom 2. Apr. 1696 für den drittenBruder, Johann Heinrich v. A., doch sind die gräfl. Linien 1745.mit Carl Sigmund Grafen und Herrn v. A. erloschen. Den frei-lierrl. Stamm setzte der Sohn des Freih. Carl Heinrich, Freih.Christoph Ludwig, geb. 1694, gest. 1779, fürstl. brandenb. Geh.-Ratli und Ober-Forstmeister, vorm. mit Caroline Freiin Spiegelv. Pickelsheini, geb. 1732, gest. 1799, fort. Aus dieser Ehe stammteFreih. Friedrich Wilhelm, geb. 1758, gest. 1821, k. preuss. Re-gierungsrath, Ritterlehens-Gerichtsassessor, Kammerherr und Ritter-rath des fränk. Reichsritterorts Gebürg, aus dessen zweiter Ehemit Albertine Freiin v. Crailsheim, geb. 1768, gest. 1816, zweiSöhne entsprossen sind: Freih. Hans, geb. 1801, k. bayer. Küm-merer, Doctor beider Rechte, erster Vorstand des germanischenNationalmuseums, Mitglied der k. Academie der Wissenschaftenzu München etc., verm. mit Charlotte Freiin v. Seckendorf, geb.1804 und Freih. Alexander, geb. 1806, in erster Ehe vermählt mitIda v. Kretschmann, in zweiter mit Leopoldina Freiin v. Secken-dorf : der ältere Bruder hat den männlichen Stamm durch fünf, d^rjüngere durch zwei Söhne fortgesetzt.
v. Hattstein, III. S. 11—24 u. Tab. 9. Nr. 1. — Gau/te , I. S. 55 u. 56. — Biedermann,Geschl.-Reg. d. Orts Gebürg, Tab. 1—33. — N. geneal. Haiidb. 1777. S. 7—11 u. 1778. S. 7—10u. Naclitr. I. S. 6. — v. Lang, S. 98. — Pirsch u. Gruber , IV. S. 330. — v. Hellbach, I.S. 89. — Frh. II. v. u. zu Aufsess, Geschichte des Hauses Aufsess mit Wappen und Stamm-tafeln, 1838.; Geschichte des Stammschlosses Aufsess bis 1460 im Archive des histor. Vereinsvon Oberfranken, 1854. — Geneal. Taschenb. d. freih. Häuser 1856. S. 14—17 u. tf. Jalirgg.—Frh. v. Ledebur , I. S. 26. — Siebmacher, L 102, V. S. 314 u. Suppl. 11. 8. — FuldaischerStiftscalender. — Salver, S. 259, 329 u. v. a. O. — v. Meding, III. S. 17 u. 18. — Tyroff,
I. 61.— Siebenhees, 1. l. Abschn. 8. 245—247. — W.-ß. d. Kgr. Bayern, II. 60. — v. Welchem,
II. Abth. S. 116 u. 117. — v. Hefner, II. 21 u. S. 26. — Kneschhe, II. S. 27 u. 28.
Augczd, Ottökolck v. Augczd, Augezdcczky und Rauniiz. Altes, er-
Kneschhe , Deutsch. Adels-Lex. I. 10