Alie, v. der Ahe. Preussisches Adelsgesclilecht, welches sclionum 1680 aus Sachsen nach Preussen gekommen sein soll, währendandere Glieder der Familie sich nach England begaben und eineLinie sich nach Bayern wendete, von welcher letzteren noch vorzwanzig Jahren ein General v. d. Ahe in München lebte. Gliederdes Geschlechts sind bis auf die neuere Zeit als k. preuss. Beamtevorgekommen.
N. Pr. A.-L. I. S. 85. — Frh. v. Ledebur , I. S. 4.
Ahlden, Ahlen, Ahlen. Altes lüneburgisches Adelsgeschlecht, wel-ches im Febr. 1762 mit dem Rittmeister v. Ahlden (nicht schon,wie auch angegeben wird, im Anfange des 17. Jahrh.) erloschenist. Das Stammhaus der Familie war Ahlden a. d. Leine. Hein-rich v. Alden zählte 1595 zur Mindenschen Ritterschaft und spätergehörten mehrere Glieder der Familie dem Domcapitel zu Mindenan. Das Geschlecht ist mehrfach, so von Gauhe, mit der Eamiliev. Alten, s. unten den betreffenden Artikel, verwechselt worden.
Frh. v. Krohne , I. S. 25. — v. Jlellbach , I. S. 54. — Frh. v. d. Knesebeck , S. 366. — Frh.v. Ledebur , I. S. 6. — Siebmacher , I. 1S1 u. 182 u. Suppl. XU. 1. — v. Meding , L. S. 4 u. 5.
Ahlebeck, Ahlepck. Altes, pommersches Adelsgesclilecht, welchesbei Stettin und bei Lauenburg begütert war und später (wohl gegendas 18. Jahrh.) erloschen ist.
Micrael , VI. S. 462. - r. Ifellbach, I. S. 54. — N. Pr. A.-L. I. S. 21 u. S. 85. — Sieb-macher , III. 161. — v. Meding , II. S. 6.
Ahlefeldt, Ahlefeld, Alefeld. Reichs- und dänischer Lehnsgrafen-stand. Reichsgrafendiplom vom 14. Dec. 1665 für Friedrich v. Ahle-feldt, lt. dän. Geh. Etats- und Landrath, Statthalter in den Herzog-thümern etc.; dänisches Lehnsgrafendiplom vom 20. Jun. 1672 fürdenselben mit dem Prädicate: zu Langeland und dänisches Lehns-grafendiplom vom 9. Aug. 1785 für Christian v. Ahlefeldt, k. dän.Kammerherrn und Gener.-Major d. Cav. mit dem Prädicate: zu Laur-wigen. — Die Familie v. Ahlefeldt ist ein altes holsteinisches Adels-geschlecht, welches nach Familiennachrichten, wie auch Hennigesannimmt, ursprünglich aus Schwaben stammen soll, man leitet näm-lich das Geschlecht von den alten Reichsgrafen v. Schwabeck undBalthausen her, welche bis ins 13. Jahrh. auch erbliche Land- u.Schirmvoigte der freien Reichsstadt Augsburg waren. Als entfern-terer Stammvater wird der Graf Suiggerus v. Baltshausen in Schwa-ben angenommen. Derselbe soll sich mit Bertha, Erbtochter desletzten Grafen v. Schwabeck vermählt, durch diese Vermählung jeneGrafschaft erlangt und sich Graf v. Schwabeck und Baltshausengenannt haben. Von seinen beiden Söhnen pflanzte der zweite,Conrad, um das Jahr 1000, vermählt mit Richenza, Tochter einesMarkgrafen von Oesterreich, den Stamm durch zwei Söhne, Suigge-rus und Hunold fort. Ersterer setzte das Geschlecht der Grafenv. Schwabeck und Baltshausen fort, welches aber schon mit dem Enkel,Werner, um 1230 erlosch; Letzterer, Hunold, ging in das Hildes-heimsche, baute bei dem Städtchen Ahlefeld um 1066 . eine Burg,nannte sich, nachdem er das genannte Städtchen an sich gebracht,