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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNÖVERISCHER ADEL.

t. Schulzen. (Taf. 34.)

Heinrich Christoph Schultze , Ober - Kriegs - Com-missar und Oberamtmann zu Calenberg, wurde am8. Sept. 1702 von K. Leopold I. in den Reichsadel-stand erhoben; seine Descendenz führt obigen Namenund ist seither in Hannover bedienstet und in derGrafschaft Hoya ansässig.

Wappen. Schild: zwei aus den Seitenrändernhervorgehende, in der Mitte verschlungene natürlicheHände in b.

Helm: gekr.; aufgerichtete offene Hand.

Decken: r.-jff (sie! al. w.-b.)

(Devise: wahr und treu.)

v. Schütter»'. (Taf. 34.)

Schutdorf. Der Legationsrath Cornelius GerhardSchuth ist am 27. Jan. 1775 mit dem Namen v. Schut-dorff in den Reichsadelstand erhoben. Seine Descen-denz ist in der Grafschaft Hoya begütert.

Wappen, (ex sigill.) Schild: durch einen w.Sparren dreifach getheilt. Oben beiderseits (vorn inpurp, hinten in gr.) ein Bündel abwärtsgekehrte Pfeile.Unten w. Stern in b.

Helm: gekr.; wachsender Adler.

Decken : ?

T. Schwartzkopf. (Taf. 34.)

Der Geh. Canzlei- und Braunschweigische Legat.-Secretair zu Berlin, Joachim S. wurde am 29. Juni 1792vom Reichs-Vicariat in den Adelstand erhoben; publ.in Hannover am 23. Oct. 1793.

Desgl. Benedict Friedrich S., Vetter des Vorigen,am 25. Oct. 1798 von K. Franz II. Ersterer f ohneDescendenz.

Wappen. Schild: getheilt; oben von ^ undw. fünfmal schräggetheilt, unten natürl. Mohrenkopfin w.

Helm: Wulst; Büffelhörner, je fünfmal von w.und schräg (nach innen aufsteigend) getheilt.

Decken: w.-jj~.

(Devise: »Vitam impendere vero.«)

v. Scriba. (Taf. 35.)

Der Kurhannoverische Hauptmann Johann PhilippLudolf Scriba wurde am 25. März 1793 vom KaiserFranz II. in den Reichsadelstand erhoben; publ. inHannover am 16. Juli 1793. Bedienstet.

Wappen. Schild: durch Zahnschnitt (kurzeSpitzen) von un< i gespalten.

Helm: zwischen zwei Adlerflügeln, je wie derSchild gezeichnet (das Schwarze innen) ein aufgerich-tetes g.-begrifftes w. Schwert.

Decken: w.-ifj;.

V. Sichart. (Taf. 35.)

Sichart v. Sichartshoff. Es haben verschiedeneNobilitirungen dieses Namens, mit gleichem Wappen,stattgefunden.

Johann Friedrich S. zu Nürnberg wurde am 22. Dez.1696 vom K. Leopold in den Reichsadelstand erhoben,desgl. Johann Friedrich jun. S. am 4. April 1734 vomK. Carl VI.

Desgl. Johann Jacob S. im J. 1750.

Desgl. der Lieut. Andreas Gottfr. S. im J. 1790vom Chursächsischen Reichsvicariat.

Wappen. Schild: geviert, mit Mittelschild,worin ein ö geharnischter Ritter mit zwei g. Federnauf dem Helm, in der Rechten ein Schwert schwin-gend, in b. 1 und 4 : drei schräglinks hinterein-ander liegende gr. Maulbeerblätter; auf jedem (al.nur auf dem mittelsten); ein g. Seidenwurm, in w.2 und 3: r. Bock mit g. Leibgurt in w.

2 gekr. Helme: 1) der Ritter, 2) der Bockbeide wachsend.

Decken: g.-b., w.-r.

Slicher, I hr. (Taf. 35.)

Johann Slicher, Bürgermeister im Haag, ausAachen stammend, wurde am 15. April 1815 vom Kö-nige Wilhelm der Niederlande in den Adelstand er-hoben. Dessen Sohn Jacob v. S. zu Hanau erhieltam 12. Juli 1827 für sich und die Primogenitur derDescendenz den niederländischen Barons-Stand. DessenSohn, der K. Hannöverische Hauptmann Ludwig Jo-hann v. S., erhielt am 20. April 1841 eine Bestätigungdes Freiherrnstandes durch den König Ernst Augustv. H. Die Familie soll bereits in früheren Jahrhun-derten adeligen Standes gewesen sein.

Wappen. Schild: r. Balken in g., begleitetoben von drei b. Hufeisen neben einander, unten voneinem b. Mühleisen.

Helm: Wulst; springendes w. Ross mit r. Zaumund g. Hufen.

Decken: g.-b.

(Schildh.: zwei w. Rosse, wie auf dem Helm,v. StccliiucIIi, Graf v. Wickenburg. (Taf. 35.)

Vollständiger Titel: Capellini gen. StechinelliGraf von Wickenburg.

Johann Fränz Maria Capellini gen. Stechinelliwanderte im 17. Jahrh. (als Begleiter des HerzogsGeorg Wilhelm) in Braunschweig - Lüneburg ein. Erwurde dort Drost und ist als solcher am 11. Juni 1688vom Kaiser Leopold I. in den Adelstand erhoben mitdem Prädicat »v. Wickenburg.« Derselbe erhielt am12. Sept. 1705 den Freiherrnstand.

Der Frhr. Anton v. W. ist am 7. Juli 1790 vombair. Reichsvicariat in den Grafenstand erhoben, (al.im Jahre 1813.)

Zur Lüneburgischen eingewanderten Ritterschaftgehörend.

Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild,worin ein runder Hut mit Krempe in w. 1 und 4:g. Löwe in b. 2 und 3: r. Greif in g. Sämmtlicheinwärts gekehrt.

2 gekr. Helme: 1) der Hut zwischen zweiFlügeln, rechts von g. und b., links von r. und g. ge-theilt. 2) wachsender g. Löwe.

Decken: 1) g.-b., w.-j^:. 2) w.-^j:, g.-r.

(Schildh.: zwei nat. Satyre; Devise: »Solem to-lerabit et imbres.«)

v. Stietencron. (Taf. 35.)

Der Kgl. dänische Jägermeister, spätere Hannö-verische Drost, Johann Ernst Stiede, wurde am 10. März1709 vom Könige Carl XII. von Schweden unter demNamen »v. Stietencron« nobilitirt. Seine Descendenzgehört zur eingewanderten Calenbergischen Ritter-schaft.

Wappen. Schild: w. Pfahl, vorn von zuge-wendetem gebildeten g. Halbmond, hinten von dreig. Sternen begleitet, in b.

Helm: gekr.; drei b. Fähnlein an g. Stangen, diemittlere mit dem Mond, die äusseren je mit einemg. Sterne belegt, zwischen zwei von g. und w. überEck getheilten Flügeln.

Decken: g.-r. (sie! al. g.-b.)

(Devise: Gott hilft dem Guten.)

v. Strube. (Taf. 35.)

Der Ober-Amtmann Georg Philipp Strube erhieltam 15. Juni 1793 vom Kaiser Franz II. den Adelstand;in Hannover im Calenbergischen und Hoya'schen be-gütert.