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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNOVERISCHER ADEL.

v. Möller. ( Taf. 32.)

Der Braunschweig-Celle'sche Kanzler Joachim M.wurde am 25. Mai 1541 vom Kaiser Carl V. in denReichsadelstand erhoben. Eine Bestätigung des letz-teren ertheilte Kaiser Maximilian II. am 18. März 1570.

Im Fürstenthum Lüneburg noch unlängst mehrfachbegütert.

Wappen. Schild: gespalten; vorn: r. Balken,auf demselben eine halbe g. Rose und halbe g. Sonnean einander geschoben, in g.; hinten halbe w. Lilieam Spalt in r.

Helm: wachsender r. Hirsch mit g. Geweih.

Decken : w.-r.

v. Müller ( Täf. 32.)

Der Capitain-Lieut. Georg Müller wurde am 8. Juli1768 vom Kaiser Joseph II. in den Reichsadelstanderhoben; publ. 20. Mai 1775. Im Fürstenthum Lüne-burg begütert.

Wappen. Schild: gr. Kleeblatt, g. gerippt,in w.

Helm: Schildfigur.

Decken: w.-gr.

Ostmann v. d. Leye. ( Taf. 32.)

Franz Ostmann wurde am 24. Sept. 1705 mit demPrädicat »von der Leye« in den RAdelstand erhohen.Die Familie war in Westfalen und ist noch im Für-stenthum Osnabrück begütert, woselbst das Gut Leye,von dem sie den Namen führt, belegen ist.

Wappen. Schild: schräggelegter Eichenstamm,beiderseits mit einem natürl. Blatte, in r.

Helm: gekr., ohne Bild.

Decken : g.-r.

v. Pape I. ( Taf. 32.)

v. Pape zu Hevensen.

Der Ober-Postcommissar Pape wurde am 29. Ja-nuar 1779 in den Reichsadelstand erhohen; publ. inHannover am 29. August 1780.

Wappen. Schild: natürl. Baum, am Stammvon zwei w.-besamten r. Rosen begleitet, in g.

Helm: g.-r. Wulst;,die Schildesfigur zwischenzwei g. Büffelhörnern.

Decken: g.-r.

Im Göttingen'schen begütert.

v. Pape II. ( Taf. 32.)]

v. Pape zu Nienburg.

Reichsadel d. d. 3. Januar 1789 für den Post-Commissair Gerhard Ludwig P.; publ. 27. März 1789.

In der Grafschaft Hoya begütert.

Wappen. Schild: schräggelegter g. Baum-stamm, aus dem oben ein gr. Zweig hervorgeht, aufwelchem ein nat. Dompfaff sitzt, in b.

Helm: gekr. Büffelhörner, b.-g. über Eck getheilt.

Decken: g.-b.

v. Pestel. ( Taf. 32.)

Reichsadel d. d. 18. September 1768 für die Ge-brüder Just Ferdinand Friedrich P. (Ober-Appellations-rath) und Christoph P. (K. Preuss. Kriegsrath) inHannover publicirt 20. Sept. 1776.

Ferner wurde der Kriegsrath Carl Philipp P. am3. Jan. 1787 vom König Friedrich Wilhelm II. in denPreuss. Adelstand erhoben. Im Fürstenth. Osnabrückgrundsässig.

Wappen. Schild: auf gr. Boden ein nat. Rosen-stock mit zwei r. Rosen, an welchem ein w. Ziegen-bock aufspringt, in b.

Helm: gekr. Die Schildfiguren wachsend.

D ecken: w.-b.

v. Poten, Für. ( Taf. 32.)

Der Hannöverische Oberst, Friedrich Poten, wurdeam 30. März 1827 vom Grossherzog Ludwig von Badenin den (Adels- und?) Freiherrnstand erhoben.

Ob die Familie noch gegenwärtig in Hannoverblüht, war nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln.

Wappen. Schild: w. Pferde-Pfote (sie)mit Huf schräg nach unten gelegt und etwas ge-bogen, in b.

Helm: gekr. wachsender w.-geharnischter Armmit Schwert.

Decken: w.-b.

(Schildh.: g. Greif und g. Löwe. Devise: »Honorfidelitatis praemium.«)

v. Pulcuduri'. (Taf. 33.)

Der Kgl. Schwedische Geh. Rath, Esaias Pufen-dorf, wurde vom Könige Carl XI. von Schweden am20. Dez. 1673 in den Adelstand erhoben , und dieseErhebung im J. 1756 vom Kaiser Franz I. bestätigt.Er war Kanzler der Herzogthümcr Bremen und Verden.

Dessen jüngerer Bruder, der berühmte Geschichts-schreiber Samuel P., wurde am 17. Mai 1684 in denSchwedischen Adel- und 31. Mai 1694 in den Frei-herrnstand erhoben, starb aber schon 26. Oct. 1694ohne männl. Descendenz. Die Familie war seitherin Hannover bedienstet.

Wappen. Schild: getheilt; oben: wachsenderg. Löwe, von fünf (3. 2.) g. Sternen begleitet, in ^j:.Unten gespalten; vorn: w. Lilie in b.; hinten: r. Rosein g.

Helm: wachsender ^ Adler.

Decken: g.-r.

v. <|uintus-Icilius. (Taf. 33.)

Der Oberst Carl Gottlieb Guichard, f 1775, wurdeim J. 1759 vom König Friedrich II. unter dem Namen»v. Qu .-I.c in den Adelstand erhoben. In Hannoverbedienstet.

Wappen: Schild: geviertet mit Mittelschild;in letzterem St. Georg auf £J; Pferde, einen r. Drachentödtend, in w. 1 und 4 : 2 w. Balken in r. 2 und 3:2 liegende r. Löwen in w.

Helm: siebenperlige Krone; ohne Helmzier.

Decken: w.-r.

Var. 1) Schild mit Schildeshaupt; in letzteremein r. Schrägbalken; darunter St. Georg.

2) Schild: getheilt; oben: gespalten; vorn: dieBalken: hinten: die Löwen; unten: St. Georg.

Helm: gekr.; wachsender Löwe.

3) Ein Siegel des Obersten selbstzeigt den Schild qua-drirt; 1) w. Balken in r. 2) zwei Sterne, einer inder linken Oberecke, der andere in der rechten Unter-ecke. 3) Ueber einer mehrmaligen Balkentheilung einHaus mit Thür, Fenstern und Schornstein. 4) St. Georg.Freiherrnkrone. Schildh.: rechts wilder Mann, linksTrophäen.

v. Qnistorp. (Taf. 33.).

Der K. Schwedische Ob.-Appell.-Rath zu Wismar,Johann Christoph Qu., wurde am 22. Juni 1792 vomKursächsischen Reichsvicariat in den Adelstand er-hoben. In Pommern und Brandenburg begütert, inHannover bedienstet.

Wappen. Schild: gemeines Kreuz in g.

Helm: Wulst; drei r. Straussfedern.

Decken: g.-^ji.

So v. Hefner u. A. ex dipl. Hingegen nachSiegeln :

Schild: zwei kranzförmig gelegte gr. Lorbeer-zweige, innerhalb derselben ein schwebendes Tatzen-(al. Kleeblatt-)Kreuz, in w.

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