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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNÖVERISCHER ADEL.

adel- und Freiherrnstand. Zur eingeb. Ritterschaftder Grafschaft Hoya gezählt.

In der Grafschaft Hoya -wegen der ehemals hessi-schen Herrschaft Auburg zur eingeb. Ritterschaft ge-hörend.

"Wappen. Schild: getheilt; oben schreitenderr. Löwe in w.. unten geschacht von b. w. und r.

Helm: Büffelhörner, durch Stufenschnitt von w.und r. über Eck getheilt.

Decken: w.-r.

(Schildh.: r. Löwen.)

Var.: das Schach w.-b. oder w.-r. Ein vermehr-tes Wappen bei Tyroff Pr. W.-B. IX. 64: geviertet.

Schild: mit Mittelschild, worin zwei geschrägteStäbe in g. 1 u. 4: St -W. (Schach w.-r.) 2 u. 3:zwei geschrägte r. Lanzen (Lilienstäbe)in w. (v. Bortfeld).

2 Helme: 1) Stammhelm; 2) Straussfedern, w.-r.wechselnd.

Dasselbe wurde dem Kurbraunschweigischen Ober-amtmann Adam v. Cornberg durch Diplom d. d. Wien22. März 1767 verliehen, mit der Erlaubniss, den Na-men v. Bortfeld mit dem seinigen zu vereinigen. DieFamilie führt jedoch jetzt weder den vermehrten Na-men noch das Wappen.

v. Drebber. (Taf. 28.)

Reichsadel um 1640 ; in der Grafschaft Hoya be-gütert.

Wappen. Schild: r. Andreaskreuz, dessenobere Arme durch einen Balken verbunden sind (al.Tischgestell), beseitet von zwei g. Sternen, in b.

Helm: Büfielhörner , durch g. Spangen von r.und b. über Eck getheilt, dazwischen drei g. Sternepfahlweis.

Decken : g.-r., g.-b.

(Devise : Timenti dominum non decrit ullumbonum.)

v. DuTe. (Taf. 29.)

Reichsadelstand durch Diplom vom Kaiser Jo-seph II. d. d. 8. Juli 1767. In Hannover bedienstet;früher (ob noch jetzt?) auf Rethem im Lüneburgischenansässig.

Wappen. Schild: w. Taube mit gr. Oelzweigim Schnabel auf braunem Stamme über g. Rasensitzend in b.

Helm: w. Adlerflügel, schräglinkshin von einemw. Pfeil durchschossen.

Helmdecken: w.-b.

v. Eiern. (Taf. 29.)

Johann Eiern, Herzogl. Braunschw.-LiineburgiscberLeibarzt, erhielt am 24. Sept. 1638 vom K. Ferdi-nand III. den Reichsadelstand. In Hannover bedienstet.

Wappen. Schild: r. Hirsch, einen gr. Zweigim Maule tragend, aus gr. Gebüsch auf gr. Bodenhalb hervorspringend.

Helm: der Hirsch wachsend , mit g. Ring imMaule.'

Decken: w.-r.

v. Engelbrechteu. ( Taf. 20.)

Reichsadelstand ( resp. Renovation) durch KaiserKarl VI. am 15. October 1728 für den am 12. De-zember 1735 ohne männliche Descendenz verstorbenenOber-Appell_at.-Rath Georg Engelbrecht, mit obigemNamen.

Desgl. am 10. Nov. 1728 für den Stiefbruder desVorigen, Gottlieb Ludwig E ; publ. 15. Aug. 1736.Im Hildesheim'schen ansässig.

Wappen. Schild: schräggeviertet von g. undr. mit r. Schildesfuss, worin ein g. Stern ; auf der

Herzstelle belegt mit w. geflügeltem Engelskopf; imSchildeshaupt ein b. Turnierkragen.

Helm: Büffelhörner, b.-w. über Eck getheilt, da-zwischen wachsender betender Engel, w.-geflügelt mitr. Gewand, auf dem Kopf mit g. Kreuzchen besetzt.

Decken: g.-r., w.-r.

Die erloschene gleichnamige Elsässische Familie,deren Wappen das vorstehende nachgebildet ist, führteden Schild : g.-r. schräggeviertet mit b. Turnierkrageuim Schildeshaupt.

Helm: der Engel, mit g. Flügeln, zwischen zweinat. Fischen.

Decken: g.-r.

v. Finckh. (Taf. 29.)

Wegen bewiesener Tapferkeit im Kriege gegendie Türken wurde Andreas Finckh am 5. Febr. 1543in den Reichsadelstand erhoben. Den GebrüdernAdolf Johann, Peter Christian, Georg Wilhelm undGeorg Clement Finckh wurde der Adel durch DiplomK. Joseph's d. d. Wien 10. Oct. 1777 bestätigt (publ.1780). In Hannover bedienstet.

Wappen. Schild: quergetheilt; oben in w.(al. g.) ein r. Ankerkreuz ; unten in g. (al. r.) auf ^Dreiberg ein sitzender nat. Fink.

Helm: Büffelhörner, rechts r.-w., links £j; g. ge-theilt, dazwischen Dreiberg und Fink.

Decken: w.-r., g.

v. Gayl. (Taf. 29.)

Reichsadelstand d. d. 12. Mai 1545 und 1. Jan.1573. Zuerst im Rheinlande ansässig, später nachder Altmark, dem Elsass und Curland verzweigt. Zureingewanderten Ritterschaft des Fürstenth. Osnabrückgehörend.

Wappen. Schild: getheilt; oben: zwei r. Ro-sen in g.; unten: r. (al. g.-r. gespaltene) Lilie in b.

Helm: off. Flug, je von g. und b. getheilt undoben mit den Rosen belegt, dazwischen die Lilie.

Decken: g.-r.-b.

Götz v. OleiiJiuHCii. (Taf. 29.).

Dr. Joachim Götz, Herzogl. BraunschweigischorKanzler, wurde am 13. Juli 1591 vom K. Rudolf II.mit dem Prädicat v. Olenhusen in den Adelstand er-hoben; derselbe ward am 17. Juni 1595 vom HerzogHeinrich Julius v. B. mit dem Erbküchenmeisteramtezwischen Deister und Leine beliehen. Die Familiegehört zur Ritterschaft des Fürstenth. Göttingen, wo-selbst das Stammgut Ohlenhusen noch in ihrem Be-sitze ist.

Wappen. Schild: schräglinks getheilt; vorn:wachsender w. Löwe in r.; hinten: r. Schräglinks-balken in g.

Helm: zwei w. Löwenpranken, je mit einemvon g. und r. getheilten Bande einmal schräg um-wunden, einen g. Stern haltend.

Decken: w.-r.

So wird das Wappen jetzt geführt; dagegen zeigtein Stammbuchblatt vom J. 1601 , mit Autograph desJoachim Götz, den Löwen r. in g., unten den Balkeng. in r. Die Löwenpranken je mit einem von r. g. r.getheilten Balken belegt.

Decken: w.-r., g.-r.

v. Griiveuieier. (Taf 29.)

Der Klosterrath Christoph G. wurde am 18. Dez.1745 vom K. Franzi, in den Reichsadelstand erhoben;publicirt 26. Oct. 1748. Im Fürstenthum Calenbergansässig.

Wappen. Schild: b. hängende Weintraubemit gr. Blatt und Ranke, in w.