Olilen und Adlcrscron.
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Die v. O. führen im silbernen Schilde ein Kissen, aus dem obenzwei Ilaken hervorgehen, und das unten mit sieben Nageln bestecktist. Dieses Schild ist mit einem Mantel, oben von einer adeligenKrone gehalten, umgeben.
Ohlen und Adlcrscron, die Freiherren undHerren von.
Kin altadeliges Geschlecht, das sich früher Olow, Ohlow oderOldau nannte, in spätem Urkunden auch v. d. Olde, Ohl geschriebeniindet, und in Schlesien die Güter Quickendorf und Schrebsdorf imMiinsterbergschen, Gross- und Klein-Masselwitz im Breslauschen,Baumgarten und Wilmsdorf im Kreuzburgschen, Kisdorf und Kaulwitzim Namslauschen, Ober-, Mittel- und Nieder-Schreibendorf im Streh-lenschen, Schönbankwitz, Briesnitz, Treschen, Seilfersdorf u. s. w.besass, und gegenwärtig noch Dämnig und Altstadt bei Namslau,Langenhof bei Kreuzburg, lllazeowitz bei Tost, Striegendorf beiGrottkau, Leuthen bei Breslau und Salisch und Strunz bei Glogaubesitzt.
Okolski nennt in seinem Orbis Polon. (T. I. p. 118.) die v. Olowunter den Familien, die aus dem Hause Jastrzembiec (aeeipiter) ab-stammen, deren Urahnherr ein kühner Reitersmann im Heere KönigsBoleslaus Chobry beim Beginn einer Schlacht mit den Heiden imJahre 999 durch einen glücklichen Zweikampf mit einem riesenhaftenKrieger aus dem feindlichen Lager dein Paniere des Kreuzes den Siegund seinem Geschlechte den Adel erwarb. Nach Schlesien kam dieFamilie wahrscheinlich mit den Piasten. Unter den Fürsten diesesköniglichen Hauses lebte 1348 zu Liegnitz l'eler v. d. Ohle. Nikolausv. Oldau war 1381 Hofrichter daselbst. Ueinricus v. d. Oldau kommt13UÖ unter Herzog Rupertus I. vor, und Hcinzc v. d. Ohle wird 1414unter den Rittern am Hofe Wenceslaus II. von Liegnitz genannt. Ineinem noch gegenwärtig im Besitze der Familie befindlichen Gnaden-briefe des Königs Sigismund August von 1548 sind die v. O. alsequites Poloniae bezeichnet. Später wurde die Familie in den böhmi-schen Ritterstand aufgenommen.
Leopold 1. verlieh am 2. Mai 1672 den drei Brüdern Friedrich,Johann Gottfried und Joachim v. O. den deutschen Reichsadel unterBeilegung des Namens Adlcrscron. Im Diplom ist ausdrücklich er-wähnt, dass die Familie schon dem Adel der kaiserlichen Erbstaatenangehörte und die böhmische Tafelfähigkeit besass. Derselbe Kaisererhob ain 3. April 1699 Christoph v. Ohl und Adlerscron, den Sohndes vorgenannten Friedrich, zum Freiherrn des heiligen römischenReichs. Nur Einzelne seiner Nachkommen haben sich des freiherrli-chen Titels bedient.
Die jetzt lebenden Ohlen theilen sich in zwei Hauptlinien nachden Stammgütern Masselwitz und Eisdorf. Der ältern Linie gehörendie beiden Brüder, der Rittmeister a. D., Frhr. v. O. u. A., dessenSohn aus der Ehe mit einem Fräulein v. Sydow, Raimund , Frhr. v.O. u. A., als Lieutenant im 14. Infanterieregimente steht, und derHauptmann a. D. v. O. u. A. auf Leuthen, an.
Der nächste gemeinschaftliche Stammvater der jiingern Linie warder Oberforstmeister Joachim v.O. u.A. auf Eisdorf. Der älteste seinerSöhne, Ernst Sylvins v. O. u. A., in seiner Jugend Page am Hofe Frie-drichs des Grossen, dann königl. Kammerherr, Landrath des KreisesKreuzburg-Pitschen und Herr der Herrschaft Baumgarten und Wilmsdorf