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Münster.
Eleonore v. Schwerin vermählt, «loch nur in erster Ehe wurden ihmein Sohn und zwei Töchter geboren.
Das ursprüngliche Wappen der v. M. ist ein silbernes Schild mitdrei Mohrenköpfen, von welchen jeder eine goldene roth einge-fasste Binde um die Stirn hat; zwei oben, einer unten. Auf demotfenen, blau angelaufenen, roth allsgeschlagenen, mit goldenen Bü-geln und anhangendem gleichmässigen Kleinode gezierten ritterlichenTurnierhelme ruht eine goldene, mit Edelsteinen gezierte Krone, auswelcher fünf grüne Palmzweige, drei links und zwei rechts gekehrt,hervorragen. Die Helmdecken sind auf beiden Seiten blau und silbern.
Das Wappen der Grafen v. M. ist ein silbernes Schild mit dreiMohrenköpfen , deren jeder eine goldene, roth eingefasste Binde umdie Stime hat, zwei oben, einer unten. Das Schild bedeckt in derMitte eine offene goldene und mit Edelsteinen besetzte Krone, undan beiden Seiten zwei offene, blau angelaufene und roth ausgeschlageneritterliche Turnierhelme mit goldenen Bügeln und anhangenden gleich-massigen Kleinodien. Jeder Helm ist mit einer goldenen , mit Edel-steinen gezierten Krone versehen, aus deren rechten zwei ausgebrei-tete schwarze Adlerflügel, jeder mit einem goldenen Kleeblattstengel,aus der linken aber fünf grüne Palmzweige, drei links und zwei rechlsgekehrt, hervorragen. Die Hetmdecken sind an beiden Seiten blauund silbern. Die Schildhalter sind zwei schwarze, zum Flug gerich-tete Adler mit auswärts gekehrten goldgekrönten Köpfen, offenen gol-denen Schnäbeln, roth ausschlagender Zunge, goldenen Waffen, aufder Brust ein goldgekröntes F. R. und auf den Flügeln einen golde-nen Kleeblattstengel habend.
M. s. auch Gaulle, 1. S. 1063. Micräl. 507. Dithmar, Nachrich-ten von den Herrenmeistern 83. Dienemann 250.
Münster, die Grafen von.
Wenig deutsche Geschlechter vermögen den Ursprung ihres Hau-ses so weit zu verfolgen, als die heutigen Grafen von Münster, dieschon im 9. Jahrhunderte als angesehene Ritter genannt werden undihre Stammreihe vom Jahre 1127 an bis in die Gegenwart verfolgenkönnen. Die Besitzungen dieses Hauses liegen in Westphalen, na-mentlich im Stifte Münster. Die bischöfliche Kirche zu Münster wur-de von seinen Besitzungen gestiftet, und sie übten das Patronat dar-über bis in das Jahr 1268 aus, zu welcher Zeit es dasselbe nach viel-fachem Streite für 800 Mark dem Dome iiberliess. In Franken warendie Herren und späteren Freiherren v. Münster ebenfalls schon im 10.Jahrhunderte ansehnliche Ritter. Bucelin fängt die ordentliche Stamm-reihe mit dem Grossvater Valentins v. M., fürstl. wiirzburgschen Hof-marschalls, an, der um das Jahr 1110 lebte. — Lorenz v. M. aufBreitenloe starb im Jahre 1626 als markgräflich brandenburgscherHauptmann zu Hitzingen. — F.in Enkel desselben, Johann Erich,Freiherr v. M., war im Anfange des vorigen Jahrhunderts GeheimerRath des Bischofs zu Wiirzburg. — Schon im Jahre 1659 war llu-dolph v. M. kurbrandenburgscher Oberstlieutenant. — Aus der frän-kischen Linie war:
Karl Philipp Iijnaz Joseph Freiherr v. M., ein Sohn des JohannPhilipp Otto Karl Freiherrn v. M., fürstl. fuldaischen Geheimen Rathsund Conferenzministers, geb. den 19. Juni 1747. Er trat 1776 alsOberst in preuss. Dienste und warb 1778 ein Freiregiment zu Soestin der Grafschaft Mark, es wurde aber 1779 nach erfolgtem Friedenwieder reducirt.