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3 (1842) I - O
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Macquier Madeweiss.

liegt auf zwei kreuzweis gelegten Flinten. Der Ordensrath Hasse setztdiese Familie unter die preuss. Geschlechter.

Macquier, die Grafen und Freiherren von.

Die Familie von Macquier, von welcher ein Zweig in den Frei-herrenstand erhoben worden ist, und ein anderer die Grafenwürde er-langt hat, stammt aus Irland, wo die in der Provinz Ulton gelegeneStadt Iniskeling ihre Heimath ist. Nach diesem Stammorte schriebensie sich auch Macquier Freiherren von Iniskeling. Cornelius Mac-quier Freiherr v. Iniskeling gelangte am 22. April 1717 zum Incolatin Schlesien. Er war Oberstlieutenant in königl. Diensten. JosephSigismund Graf v. Macquier (oder Macquire) kaiserl. General-Feld-wachtmeister, erhielt 1747 das Grenzregiment No. 5, und im Jahre1751 das schöne Tyroler Feldjägerregiment. Sein Name kommt oftin der Geschichte des siebenjähr. Krieges vor.

Madtii, die Herren von.

Eine altadelige Familie in Halle, die aus Ungarn stammt. Siebesass die Rittergüter Renkendorf und Tscherben bei Merseburg undHalle. David Samuel v. Madai, geboren im Jahre 1709 zu Schem-nitz in Ungarn, war fiirstl. anhalt-cöthenscher Leibarzt, llol'rath,praktischer Arzt am Waisenhause zu Halle u. s. w. Das Laborato-rium, in welchem die bekannte llallesche Medizin bereitet wird, daszu den Anstalten der Frankeschen Stiftungen gehört oder die Direc-tion der Medicamenten-Expedition ist ein vom Vater auf den Sohn indieser Familie fortgeerbtes Kigenlhum. Von den Enkeln DavidSamuels lebt gegenwärtig noch Karl v. Madai, Dr. der Medizin zuHalle und Director der Medicamenten-Expedition. Derselbe ist miteiner Tochter des verstorbenen Generals v. Schubert, früher vermähltenDaronin von La Motte Fouque, verehelicht. Aus dieser Ehe lebenSühne, von denen einer Lieutenant in dem Kürassierregimente No. 7.zu Halberstadt ist. Von den Brüdern Karl's starb einer als Regie-rungsrath zu Merseburg; er war mit einer v. Uckermann vermählt;ein anderer, August v. M., starb im Jahre 182^ als Stenerrath zuPotsdam. Er war mit einer v. Schlegel vermählt. Ein Sohn aus die-ser Ehe ist der gegenwärtige Professor der juristischen Faoultät zuHalle, Dr. v. M.

Made weiss, die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 2. Octbr. 1786den Geheimen Legationsrath, Minister und Gesandten am schwäbischenKreise, Johann Georg Madeweiss, und dessen Bruder Matthias Wil-helm Madeweiss, damals Kriegsrath, später Geheimer Rath, Postdi-rector und Rendant des Intelligenz- und Adress-Comptoir zu Halle, inden Adelstand. Ein Sohn des Letzteren ist der Major und Adjutantbeim Commandeur der 1. Division, v. Madeweiss. Diese adelige Fa-milie führt im gespaltenen, rechts goldenen, links blauen Schilde hiereinen grauen, auf grünem Hügel stehenden, einen Stein im rechtenFuss haltenden Storch. Auf dem gekrönten Helme ist ein weisser, sichmit dem Schnabel in die Brust beissender Schwan vorgestellt. Die Deckensilbern und roth.