302
Los — Loss.
Los (oos), die Freiherren und Herren von.
Sinapius erwähnt dieses Geschlecht I. S. 61 (. tinter dem Namenv. Losen, und sagt: „es führt im goldenen Schilde einen schwarzenBiiffelkopf und auf dem Helme zwischen zwei mit Roth und Silber-händern umwundenen, und mit Pfauenfedern gezierten Stäben einenKranz von silbern und rothen Rosen, in dessen Mitte sich der Biif-felkopf wiederholt. Helmdecken golden und schwarz." —
Georg Wilhelm v. Loos, königl. preuss. wirklicher Kammerherr,wurde am 6. Septbr. des Jahres 1646 in den Freiherrnstand erhoben.Diese freiherrliche Linie der Familie ist am 10. August 18*23 gänzlicherloschen, denn nach dem im Jahre 1780 erfolgten Tode der Wittwedes letzten Freiherrn v. Loos, Sophie Therese, geb. v. Gntsmuth,ererbte der Nell'e derselben, ein Freiherr v. Canitz, deren RittergutJakschenau bei Domslau in Schlesien. Er nahm am 28. Octbr. 1780mit königl. Bewilligung den Namen eines Freiherrn v. Canitz undLoos an, und führte das verbundene Wappen beider Familien. (M.s. Bd. I. S. 347)
Losch, die Herren von.
Eine adelige Familie in der Provinz Preussen, welche die GüterAweide, Dohlen, Deuguhn und Faulheide im Insterburg'schen besassoder besitzt, Im Jahre 1806 war ein v. L. in Tilsit Landesdirectorund Landratli des Kreises Insterburg. — Es haben viele Olli zieredieses Namens im Heere gedient, und noch jetzt stehen mehrere indemselben. Im Jahre 1806 stand ein Lieutenant v. L. im Regimentv. Diereke, der 1807 im Feldzuge in Preussen auf dem Felde derEhre geblieben ist. — Im Regiment v. Natziner diente früher einerv. L., der im Jahre 1828 Capitain in der 1. Invaliden - Compagniewar. — Ein v. L. stand im Jahre 1806 als Fähnrich in dem Üra-gonerregiment vacant v. Rhein; er ist gegenwärtig aggregirter Majordes 1. Dragonerregiments, und Präses der Remonte-Ankaufs-Com-mission in Preussen.
Loss, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Schon seit dem Jahre 1486 ist die Familie der Herren v. Loss,von denen Georg Wilhelm v. L. im Jahre 1746 den 6. Septbr. diefreiherrliche Würde erwarb, bekannt. Sie soll den Namen v. Lossdurch ein glücklich gefallenes Loos in einer hochwichtigen Sachewährend eines Krieges erhalten haben. Sie gehört Meissen, Schlesienund Sachsen an. In Schlesien zerfiel das Geschlecht der v. L. inverschiedene Linien und Häuser, namentlich in die Häuser Herms-dorf, Polkwitz, Dammer und Osten, und in die Linien Simbsen,Gramschütz, Kunzendorf und Wilke. Zuerst erscheint in SchlesienDaniel v. L. zu Hainbach, der um das Jahr 1500 des glogauisclienFiirstenthums Landesältester war (in. s. Schickfuss, Lib. 3. pag. 424.u. s. f.). — Christoph v. L. auf Pilnitz bekleidete am Ende des16. Jahrhunderts die Stelle eines kaiserl. Raths und Reichs - Pfennig-meisters. — Im Jahre 1605 war Christoph v. L. der Jüngere, kur-sächsischer Geheimer Rath und Ober-Hofmarschall. — Um dieselbeZeit war Heinrich Otto v. L. auf Könarow Landgraf in Böhmen undBurggraf zu Karlstein. — Im Jahre 1681 kommt Hans v. L. auf