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Loellhofcl.
Locllhoefcl, die Herren von.
Die adelige Familie Loellböfel v. Löwensprung geliört der Pro-vinz Prenssen an, wo die Güter Friedricbsheide und Stirlauken alteBesitzungen derselben sind. Georg Friedrich Loellböfel, Hofratb undGesandter in Warschau, wurde mit seinen Brüdern und Vettern mitdem Zunamen v. Löwensprnng am t. Januar 1713 vom König Fried-lieb I. in den Adelstand erhoben. Sie sind von Preussen auch nachPommern gekommen, wo der unten näher erwähnte GenerallieutenantFriedrich Wilhelm v. L. am 9. Sept. 1760 die Güter Schwellin im Für-stenthumskreise und Voldekow im Belgarder Kreise erkaufte. Kr er-baute auf dem zuletzt genannten Gute ein schönes Schloss, und nachseinem am 14. Februar 1780 erfolgten Tode iielen diese Besitzungenan seine Gemahlin Elisabeth Luise, geborne v. Bröseke, mit welcherer keine Kinder erzeugt hat. — In der preuss. Armee sind zu höhe-ren Würden gelangt:
Friedrich Wilhelm Loellböfel v. Löwensprung, geboren am 16.Mai 1717 zu Königsberg in Preussen, ein Sohn des Kriegs- und I)o-mainen-Raths George Albrecht v. L. und der Anne Regine v. Schrö-tern , der zur Würde eines Generallieutenants von der Cavallerie,Chefs eines Kürassierregiments, General-Inspecteurs der Cavallerie inPommern, Ritters des Ordens pour le merite und Amtshauptmanns zuJohannisburg gelangte. Er trat im Jahre 1731 in das Kürassierregi-ment v. Egel, ward 1736 Cornet, 1743 Lieutenant, 1749 Stabs-, 1750wirklicher Rittmeister, 1757 Major, 1758 Oberstlieutenant und Com-mandeur, 1760 Oberst, erhielt 1761 bei Langensalza den Orden pourle merite und 1763 das Kürassierregiment Markgraf Friedrich, wel-ches nach dem im Jahre 1771 erfolgten Tode des Markgrafen seinenNamen erhielt. Im Jahre 1764 ward er zum Generalmajor und Ge-neral-Inspecteur der ponimerschen Cavallerie, 17!ö zum Amtshaupt-mann zu Johannisburg, und 1777 zum Generallieutenant ernannt. SeinTod erfolgte im Februar des Jahres 1780 zu Belgard. Während sei-ner 49jährigen Dienstzeit hatte er vielfache Gelegenheit, seinen Muth,seine Tapferkeit und Umsicht an den Tag zu legen. Er war mitLuise v. Brösike vermählt; diese Ehe war aber kinderlos. — OttoFriedrich v. L., geboren im Jahre 1728 , ein Sohn des Kriegs- undDomainenraths Otto v. L. ward 1743 in das Cadettencorps aufgenom-men, und trat 1746 als Fähnrich in die Armee. Im Jahre 1753 wur-de er Seconde-, 1759 Prem.-Lieutenant, 1762 Stabs-, 1764 wirklicherHauptmann, 1773 Major und Commandeur eines Grenadierbataillons,und 1782 Oberstlieutenant. Er starb am 10. Februar 1783 unvermählt,hatte den Schlachten des siebenjährigen Krieges rühmlichst beigewohnt,und war bei Zorndorf verwundet und gefangen worden. (M. s. biogr.Lex. aller Helden u. Milit.-Pers. Bd. II. S. 427 u. f.)
Im Jahre 1806 stand in dem Regimente v. Pelchrzim der Lieute-nant v. L., der zuletzt als Major im 3t. Infanterie-Regimente dienteund gegenwärtig im Pensionsstande zu Weissenfeis lebt. Im königl. In-genieurcorps stand damals ein Lieutenant Loellböfel v. Löwensprung,ein Bruder des Vorigen, zugleich Lehrer beim Cadettencorps zu Ber-lin. Er war zuletzt Inspecteur der sächsischen Festungen und starbals Generalmajor a. D. im October 1836 zu Weissenfeis. Er hattesich bei la Chausee das eiserne Kreuz 1. Classe erworben. — Gegen-wärtig steht ein Capitain v. L. im 4. Infanterie-Regimente und zwarbei dessen Füsilierbataillon in Graudenz.