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3 (1842) I - O
Entstehung
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Lcyen.

fruchtbaren Gesellschaft. (M. s. siichs. Annalen S. 449.) Im Jahre1806 standen zwei Brüder v. Leutsch im Dragonerregimente von l'ritt-witz zu Polkwitz. Der ältere war zuletzt Rittmeister hei der Gens-darmerie, schied 1826 als Major mit Pension aus derselben, und starbzu Glaz am 10. Octbr. 1832. Der jüngere stand bis zum Jahre 1816im 7. Landwehr-Cavallerieregimente, und starb als pens. Major. Esstehen Sohne dieser Brüder gegenwärtig im 23. und 38. Infanterie-Regimente. Diese Familie führt im oben silbern, unten grünen Schildeeinen grünbelaubten Lindenbaum mit brannein Stamme, und auf jederSeite desselben eine weisse Rose. Auf dem gekrönten Helme steht eingrüner Pfauenschweif. Die Helmdecken sind grün und silbern. Wegender Aehnlichkeit dieses Wappens mit dem der Familie v. L. hält mandafür, dass beide Geschlechter gleicher Abstammung sind.

Leyen, die Fürsten, Grafen, Freiherren undHerren von und zu der.

Dieses gegenwärtig fürstliche Haus, dessen Stammschloss Leyenim Trierschen an der Mosel liegt, leitet seine Abkunft von den edlenHerren oder Dynasten v. Gontroif, genannt de Petra, die von dem Fel-sen, .Schiefersteinberg, als Besitzungsnamen, ab, die edle freie, nur vomReiche abhängende Dynasten waren. In den Turnieren und bei denKreuzzügen ist der Name von der Leyen vielfach anzutreffen, undviele Söhne aus diesem vornehmen Hause bekleideten die höchstengeistlichen und weltlichen Würden, Hof- und Ehrenstellen. Kurfür-sten, Erzbischöfe, Fürstbischöfe und Bischöfe sind aus demselben her-vorgegangen. Die ordentliche Geschlechtsreihe beginnt zwar erst im12. Jahrhunderte, doch war schon 968 Magdalena v. Pirmund ehelicheGemahlin Sigmunds v. d. Leyen, auf dem Turniere zu Mösburg ge-wählt zur Schau- und Helmtheilung für die am Rheinstrome. In derStammreihe erscheint Wolfram als Ahnherr; er lebte um das Jahr1151. Sein Bruder, Heinrich, wurde 1145 zum Bischof von Lütticherwählt. Kaiser Ferdinand III. erhob im Jahre 1653 die von derLeyen in den Freiherrnstand. Karl Kaspar, Freiherr von und zuder Leyen, wurde im Jahre 1705, zufolge einer im Jahre 1677 erhal-tenen Eventual-Belehnung, von Oesterreich mit dem Bergschlosse undder Reichsherrschaft Hohen- Gerolseck, in der Ortenau am Schwarz-walde, belehnt; er wurde am 7. März 1711 wegen Hohen-Gerolseckin das schwäbische Grafencolleginin aufgenommen und den 22. Novbr.1711 vom Kaiser Karl VI. in den Reichsgrafenstand erhoben. Durchdie Rheinbundsacte vom 12. Juli 1806, in welcher dem Grafen I'liilippder Fürstentitel beigelegt ward, wurde die Grafschaft Hohen-Gerols-eck, obgleich nur 21 QMeile und 4460 Einwohner enthaltend, fürsouverain erklärt, durch die Schlussacte des Wiener Congresses aberder Staatshoheit Oesterreichs unterworfen. Oesterreich trat die Sou-verainetät in dem Vertrage vom 10. Juli 1819 an Baden ab, und dieUebergabe erfolgte am 4. October desselben Jahres. Der standesherr-liche Rechtszustand im Grossherzogthume Baden ist durch eine gross-herzogliche Verordnung vom 7. Octbr. 1830 festgestellt. Von den übri-gen ansehnlichen Besitzungen des Hauses Leyen wurden die auf derlinken Rheinseile gelegenen, zusammen 63 Ortschaften und das SchlossBliescastel, von Frankreich während des Revolutionskrieges mit Se-quester belegt, auch ein Theil als Nationalgüter veräussert. Die nochnicht veräusserten erhielt der Fürst zufolge eines französischen De-crets vom 26. Juni 1804 zurück. Das fürstliche Haus ist katholischer