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3 (1842) I - O
Entstehung
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Leps.

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rung von Breslau 1806 durch Thätigkeit und tapferes Benehmen rühm-lichst vor andern Stabsoffizieren ausgezeichnet. Kr ist im Jahre 1819als pensionirter Oberstlieutenant gestorben. Zwei Brüder v. L.standen im Jahre 1806 in dem Kegimente v. Winning, ein anderer v. L.in dem Kegimente v. Owstin. In dem Husarenregimente v. Bliicherstand ebenfalls ein Lieutenant v. L. In der westphäjischen Fiisi-lierbrigade diente 1806 der Stabscapitain v. Lepel. Kr ist gegenwär-tig Adjutant des Prinzen Heinrich, königl. Hoheit, Generalmajor v.d. A. und Bitter des Militair-Verdienstordens (erworben bei Kilau)und des eisernen Kreuzes 2. Classe (für Leipzig). Kin Major v.L., gegenwärtig a. D., erwarb sich das eiserne Kreuz 2. Classe beiHochkirch, und ein Capitain a. D. v. L. bei Belle Alliance. Vonder hessischen Linie ist Georg Ferdinand v. L. kurhessischer Ober-Kammerherr und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, und Fried-rich Wilhelm Karl Emil v. L., Generalmajor, Generaladjutant undGeneral-Iutendant der kurprinzlichen Schauspiele.

Die Herren v. Lepel führen im silbernen Schilde eine rothe, vonder Rechten nach der Linken aufsteigende Strasse. Ueber dem Helmeragt eine rothgekleidete gekrönte Jungfrau mit fliegenden rotlienHaaren, aufgeschürzten Krineln und in die Seite gestemmten Armenhervor, auf deren Krone neun silberne Löil'el in wedeiförmiger Reihestehen, llehndecken roth und silbern.

Das Wappen der Grafen v. L. zeigt dasselbe Wappenbihl undSchild. Auf dem Schilde ruht eine Krone, und auf derselben sind zweiHelme angebracht. Der erste Helm trägt zwei Bülfelhörner, wovondas rechte silbern und schwarz, das linke schwarz und silbern ist.Aus dem andern Helme ragt die oben näher beschriebene Jungfrauhervor. Heinidecken roth und silbern. Zu Schildhaltern sind zweipreuss. Adler gewählt.

M. s. auch allgemeines genealog. Handbuch I. S. 651 u. f. Gauhe,I. S. 881. Dieneinann, 184. No. 4. Micrälius, S. 500.

I

Leps, die Herren von.

Aus dieser der Provinz Preussen angehörigen adeligen Familie war:Ollo Friedrich v. L., geboren in Preussen, er trat 1692 in das RegimentFürst Leopold von Anhalt-Dessau, ward 1702 Lieutenant und versahwährend des spanischen Krbfölgekrieges Adjutantendienste bei demFürsten, avancirte 1706 zum Capitain und 1710 zum Major, in wel-cher Charge er 1711 dem Könige Friedrich I. die Nachricht von derKinnahme von Meurs nach Berlin überbrachte. Im Jahre 1716 er-nannte ihn Friedrich Wilhelm I. zum Oberstlieutenant im neuerrichte-ten Regimente Prinz Leopold, mit dem Patente vom Jahre 1713, 1722zum Obersten und 1738 zum Generalmajor, nachdem er schon 1734das Regiment v. Waldow erhalten hatte. König Friedrich IL erhobihn 1742 zum Generallieutenant, ertheilte ihm im Jahre 1746 denschwarzen Adlerorden und 1747 die Würde eines Generals der Infan-terie. Kr starb noch in demselben Jahre am 9- Octbr. zu Soest nacheiner rühmlichen Dienstzeit von 52 Jahren. Wir finden diesen Na-men nicht mehr in den Listen der Administration und des Heeres.

Das durch eine silberne Strasse der Länge nach getheille rotheSchild zeigt in jeder Hälfte einen goldenen Halbmond, mit dem An-gesichte gegen einander gewendet. Auf dem Helme wächst aus demHalbmonde ein Pfauenschweif.