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3 (1842) I - O
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Lanins Larisch.

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Lanius, Herr von.

Der König Friedrich II. erhob am 15. Febr. 1752 den AlexanderKanins, Lieutenant iin Kleistschen Infanterie-Regimente, in den Adel-stand. Der Erhobene liel im siebenjährigen Kriege auf dem Feldeder Ehre.

Larisch, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Sie stammen ursprünglich aus Irland, von wo sie nach Polen, undsodann nach Schlesien gekommen sind. In Polen bliiheten ihre Vorfah-ren mit der grätlichen Würde, jedoch mit einem andern Wappen un-ter dem Namen des Grafen v. Larisse. Schon unter den ersten l'ia-sten kommen in Polen, Schlesien und Mähren zuerst die Larisse,grösstentheils in der grätlichen Würde, die ihnen schon vom KaiserOtto III. unter dem Könige Boleslav I. zu Anfange des 11. Jahrhun-derts verliehen worden war, vor. Uebrigens verbreiteten sich die Nach-kommen der polnischen Grafen v. Larisse auch unter dem Namen Do-manski, IMadlinski, Zdanowski u. s. w. durch ganz Polen. (So meldetOkolski, T.II. p. 41.) Von denen, die sich nach Mähren und Scldesienwendeten , besitzt man schon aus den frühesten Zeiten Nachrichten.(M. s. Paprozius in speculo Morav. pag. 44C.) Zuerst schrieben sichdie aus Polen nach Scldesien gekommenen edlen Ritter Larisse v. La-risch-Ligoti oder Loty, auf deutsch Larisch und Kllgnth. MehrereDörfer dieses Namens in den Fürstentümern Oppeln und 'feschensind noch bis in die neuesten Zeiten das Eigenthum der v. Larisch;andere sind in die Hände der Grafen v. Matuschka und der Fami-lien v. Garnier und v. Gräfe gekommen. Eine andere Linie schriebsich v. Larisch und Nimbschdorf (Nunsdorf). Am 4. August des Jah-res 1654 wurde Johann Friedrich Heinrich v. L. auf Ellguth im Op-pelnschen und Carwin im Teschenschen, auch mehreren andern Gü-tern, Landmarschall und Landeshauptmann im Fiirstenthume Teschen,in den Freiherrnstand erhoben. Dieschlesischen Curiositäten" bezeich-nen diesen ersten Freiherrn v. L. mit den Worten: Heros illustris me-ritis. Er lebte unvermählt, und die Freiherrnwürde ging auf seinenBruder, Johann Franz Wilhelm, Freiherrn v. L. auf Ellguth und Car-win, auch Erbherrn der Herrschaft Kuja bei Ober-Glogau, über. Erwar Oberlandrichter und, mit einer Grälin v. Tenczin vermählt, pflanzteer sein Geschlecht fort. Am 22. Mai 1720 wurde bei einem hoch-löblichen k. k. Oberamte in Schlesien der Freiherrnstand der Gebrü-der Franz Joseph und Karl Ludwig v. L. und Nimsdorf publicirt.Noch im vorigen Jahrhunderte gehörten den Freiherren v. L. auch diebedeutenden Güter Gr. und Kl. Stein, die gegenwärtig in den Hän-den der Grafen von Strachwitz sind. Im Jahre 1806 war Gustavv. L. Herr auf Gr. Wilkowitz, Kempciowitz, Larischhof und Geor-gendorf, Landrath des Kreises Tost-Gleiwitz. Johann v. I,. wardes Collegiatstifts St. Crucis zu Oppeln Prälatus Decanus, Hochstifts-Canonicus und polnischer Ambonist daselbst, wie auch durch das Für-stentum Oppeln in geistlichen Sachen bischöflicher Commissarius.Später war er Prälat, Dechant und Pfarrer zu Gr. Strehlitz, auchRitter des rothen Adlerordens. Die Gemahlin des Fürsten Johann Ne-pomuk y. Sulkowski auf Bilitz war Louise, Freiin v. L. Die gräf-liche Linie, die sich Larisch von Männich schreibt, gehört denösterreichischen Staaten an. Ein Sohn aus diesem Hause wurde imJahre 1815 beim Städtchen Mirabeau in Frankreich von Marodeurs er-mordet. Wir geben unten die gegenwärtig lebenden Mitglieder der