Druckschrift 
3 (1842) I - O
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Kothen — Kotteritz.

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Kothen, die Herren von.

In Sachsen, namentlich iin Saalkreise, in Pommern lind in derNeumark ist diese Familie ansässig und begütert gewesen. Schon 1170kommt ein Tliiderichs de Kothinge als Zeuge in einer zu Halle aus-gestellten Urkunde vor, und 1440 verkauften die Brüder Heinrich undTheodor v. K. das Gut Radewell bei Halle an das Moritzkloster zuHalle. — In Pommern waren sie im Pyritzscher Kreise ansässig.Pelcr v. Kothen war schon 1352 im Besitz von Libbehn. Georg Frustv. K. hinterliess einen Antheil dieses Guts 1763 seinen vier Kindern,ein anderer Antheil geholte im Jahre 1792 dem Oberstlieutenant undCommandanten von Cüstrin, Berent Friedrich von Kothen, er starb1793. Zwei Töchter desselben waren 1806 Conventualinnen des Klo-sters Marienfliess. Die Güter sind an die v. Vormann übergegangen. —.Der neumärkischen Linie gehörte der um das Jahr 1723 geborne Ge-neralmajor v. K. an, der Chef des Infanterie-Regiments No. 4S. (zu-letzt Kurfürst von Hessen) und Ritter des Ordens ponr le merite war.In der Neumark gehörte dieser Familie das Gut Krampe im Arnswal-der Kreise. — Im Kegimente Herzog von Braunschweig stand 1806ein v. Kothen, der 1820 als aggr. Capitain des 26. Infanterie-Regi-ments gestorben ist. In der Gegenwart dienen mehrere Söhne ausdiesem Hause in der Armee. — Diese Familie führt im silbernenSchilde ein blaues sechseckiges Kammrad mit drei rothen Rosen, zweioben, eine unten, und auf dem Helme einen geharnischten Arm, dereinen Zweig mit drei Rosen hält. M. s. Brüggemann, Iis Hauptstück,und Elzow a. a. O.

Kotteritz, die Herren von.

Mehrere Autoren (wie v. Ilattstein) nennen sie von Kötterich. Siewerden zum thüringischen und überhaupt zum sächsischen Adel ge-zählt. In Pommern ist eine Linie, die das Gut Wölkau besass, schonvor langen Jahren erloschen, und in den Marken waren sie Afterlehns-leute der Eichstädts. Die ordentliche Stammreihe der v. Kotteritz be-ginnt mit Sebastian v. K., Amtshauptmann zu Bitterfeld, er war 1510unter den Rittern, die zu Augsburg die Confession überreichten. Seinevier, mit einer von Spiegel-Gronau erzeugten Söhne, Wolf gang, Chri-stian, Sebastian und Johannes, haben das Geschlecht fortgepflanzt. Se-bastian wurde Hofmeister des Grafen Ludwig v. Eberstein zu Nau-gart, und Stifter der Linie in Pommern, die durch seine Söhne Chri-stian und Sebastian, Herren auf Wölkau, weiter blühte, während erselbst Kanzler zu Weimar wurde und 1557 zu Magdeburg starb. Eindritter Sohn, Christoph, blieb in der Schlacht bei Sievershausen. InSachsen erwarben die v. K. die Güter Sitten, Beicha, Kroptewitzu. s. w. Aus dieser Linie gelangte Wolf Siegfried v. K. zu den Wür-den eines königl. polnischen und kursächs. Geheimen Raths, Vicekanz-lers und Appellations-Präsidenten, aucli war derselbe Dompropst znMerseburg. In preussischen Diensten stand ein Hauptmann v. Kütte-ritz, früher im Reginiente v. Puttkammer zu Brandenburg, einer sei-ner Söhne war Lieutenant in der Garde-Artillerie, ein anderer istkaiserlich russischer Oberstlieutenant. Diese Familie führt ein golde-nes Schild. Es ist von der obern rechten zur untern linken Seite durcheine weisse Strasse getheilt, in dieser ist ein brauner, von einem De-gen von unten hinauf durchbohrter Wolf, der ein grünes Blatt zwi-schen den Zähnen hält, nach der rechten Seite laufend, dargestellt.Dieser Wolf zeigt sich auch auf dem gekrönten Helme, aber durch-stochen von oben herab. Die Decken sind weiss und golden. Manv. Zedlitz Adels-Lex. HI, 10