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3 (1842) I - O
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Könitz.

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Oesterreich und in Schweden verbreiteten, gewöhnlich mit Nummernbezeichnet. Uebrigens hat sich auch ein Ast dieses alten Stammesschon vor langen Zeiten in der Grafschaft Mansfeld ansässig gemacht,wo er sich wieder in die Linien Iv -Schraplau, K.-Arnstadt und K. -Friedeberg theilte. Die Schraplau'sche Linie kam durch Vermählungin Blutsverwandtschaft, indem eine Tochter aus diesem llause dieGemahlin des Grafen Jost zu Mansfeld wurde; mit einem Enkel der-selben, Johann Georg Grafen v. Mansfeld, erlosch im Jahre 1700 dieEisleben'sche Linie dieses gräflichen Hauses. — Von der Arnstädt'-schen Linie war Jobst Heinrich v. IC. um das Jahr 1(180 Burggraf zuMansfeld und Herr zu Arnstadt. Noch in der Gegenwart lebt einZweig dieser altadeligen Familie zu Wehra bei Tennstädt. — Vondieser mansfeld'schen Linie haben mehrere Glieder in preuss. Dienstengestanden, die wir weiter unten näher erwähnen werden. — Einesder oben angeführten ältesten Stammhäuser der Familie, Unter-Sie-maii mit Weissenbrunn am Forst, und Birkach am Forst, ist nochgegenwärtig in den Händen der Familie. Namentlich besass dieseGüter noch in neuester Zeit, und zwar bis an seinen am 14. Januar1832 erfolgten Tod, Christian Ferdinand, Freiherr v. K., geb. am17. März 1756, herzogl. Sachsen-meiningisclier Staatsminister undGeheimer Kaths-Präsident, Grosskreuz des königl. sächsischen Civil—Verdienstordens, des kurhessischen Lowenordens und des grossherzogl.sächsischen Falkenordens zu Meiningen. Der Verstorbene war alsthätiger und umsichtiger Staatsmann, aber nicht minder auch wegenseiner Rechtschaffen lieit und seines Biedersinnes geachtet. Er warmit Henriette, Freiin v. Spessart zu Mupperg, bei Coburg, vermählt.Seine sonst glückliche 55jährige Ehe ist jedoch ohne Kinder geblieben.

— Im Oesterreichischen ist ebenfalls ein Zweig ansässig gewesen. —Karl Heinrich v. K. hatte eine Tochter des Feldmarschalls, GrafenGuido v. Stahremberg, zur Gemahlin. Er starb im Jahre 1727 alskaiserl. Oberst zu Wien. — Balthasar v. IC. gelangte im Jahre 1737zur Würde eines kaiserl. österreichischen General-Feldmarschall-Lieu-tenants. Er vertheidigte die Festung Oderberg gegen die Schweden.

— In preuss. Diensten sind bekannt geworden:

Heinrich Gottlieb v. K., ein Sohn des Heinrich Johann v. K., Erb-herrn auf Friedeberg, stand 1740 im Regiment v. Wedel, erhielt1774 als Major den Orden pour le merite, ward 1775 Oberstlieutenant,1780 gab ihm Friedrich II. das Miilben'sche Garnisonregiment,und ernannte ihn 1781 zum Obersten. Im Jahre 1786 erhielt er dasBillerbeck'sche Regiment, aber noch in demselben Jahre als General-major seinen Abschied.

Christian Ludwig v. Kenitz, geboren in der Uckermark, lingseine militairische Laufbahn im Regiment von Bevern an und avan-cirte 1762 zum Major, erhielt auch in demselben Jahre das Commandoeines Grenadierbataillons, ward 1772 Oberstlieutenant, 1776 Oberst,1784 Generalmajor, nachdem er ein Jahr vorher Chef des Möllen-dorfschen Füsilierregiments geworden war und den Orden pour lemerite erhalten hatte. Friedrich Wilhelm IL ernannte ihn im Jahre1700 zum Generallieutenant. Er nahm im Jahre 1793 in dieser Würdemit Pension den Abschied, sein Regiment erhielt der General v. Crou-saz, und es hiess zuletzt v. Zastrow. Wir erinnern jedoch hier daran,dass wir ihn überall v. Kenitz und nicht v. Könitz geschrieben linden.

— Eben so geschrieben linden wir einen v. ICenilz, der im Jahre1806 Polizei - Inspector zu Hirschberg war. Im Jahre 1806 stand einMajor v. Könitz in dem Regiment v. Renouard zu Halle, der imJahre 1823 pensionirt gestorben ist. — Ein anderer Major v. K.stand im Jahre 1806 bei dem Regiment v. Gettkandt-Husaren und