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3 (1842) I - O
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Kölligsmarek.

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men sind daselbst zu hoben Ehrenstellen und grossem Ansehen ge-langt und wurden auch in den Giafenstand erhoben. — Olli) v. K.wurde 1494 Bisehof zu Havelberg. Er gab in demselben Jahre derStadt Wittstock ihre Privilegien und 1490 confirmirte er die Stiftungder Nicolaikirche zu Neu - Kuppin. — Andreas v. K. wird im Comi-tat des Bischofs zu Costnitz 1530 als dessen Hofmarschall auf demReichstage zu Augsburg genannt. — Adam v. K. war 1619 Domdechantzu Brandenburg. — Von der schwedischen gräli. Linie haben sichbesonders ausgezeichnet:

Johann Christian v. IC., Graf zn Westerwyk und Siegholm, königl.schwedischer Reichsrath, Generalfeldmarschall und Gouverneur derHerzogthümer Bremen und Verden, der einer der berühmtesten Feld-herren Gustav Adolphs im dreissigjährigen Kriege war und zu Stock-holm am 20. Februar 160.4 an der Operation eines Hühnerauges starb,nachdem er in vierzig Schlachten und Belagerungen den Gefahrenentgangen war. Er soll eine jährliche Rente von 140,000 Thlrn. hin-terlassen haben , und war mit Maria Agathe v. Lest aus Brandenburgvermählt. Von seinen Söhnen starb

Conrad Christoph, Graf zu Westerwyk, als schwedischer Reichs-feldzeugmeister und Generallieutenant der holländischen Truppen; einnicht minder berühmter Kriegsheid, 1673 bei der Belagerung vonBonn, und

Otto Wilhelm v. IC., Graf von Westerwyk und Stegholm, Herrin Rothenburg und Neuhaus, geb. am 5. Januar 1639 zu Minden inWestphalen. Er ward 1674 französischer Marechal de camp, erhieltin der Schlacht beiSennef zwei gefährliche Wunden und als Anerkennungseiner Verdienste vom Konig Ludwig XIV. von Frankreich einen kostbarenDegen. Sodann wurde er schwedischer General - Feldmarschall-Lieu-tenant, erhielt 1670 das Commando über die schwedische Armee,1679 aber das Gouvernement von Pommern, Rügen und Wismar. ImJahre 1685 übertrug ihm die Republik Venedig den Oberbefehl überihre Landarmee; er starb auf Morea am 15. Septbr. 1688. Seine Ge-mahlin, Katharine Charlotte, war eine Schwestertochter des KönigsGustav Adolph und Schwester Königs Karl X.

Die beiden letzten weiblichen Zweige der schwedischen gräflichenLinie waren:

Die durch ihre Schönheit, wie durch ihre Schicksale wellbekannteAurora, Grälin v. IC., früher in Dresden und zuletzt Oberin im StifteQuedlinburg, wo noch heute ihr einbalsainirter Leichnam gefundenwird. (In neuester Zeit ist ihr Schicksal durch eine Biographie v. Gra-mer wieder ins Andenken gerufen worden ; sie war auch Besitzerinvon Wilksen bei Oels), — und ihre Schwester, die Grälin Löwenhaupt.

Von der brandenburgischen Linie starb Hans Christoph v. IC. am8. Octbr. 1779 als königl. preuss. Generalmajor, Commandeur desRegiments Forcade, Ritter des Ordens pour le merite, Amtshauptmannzu Pr. Kylau und Erbherr auf Kötzlin, Radan, Vöhlin, Bendelin,Netzband, u. s. w. Er war 170t geboren, ward 1749 Oberstlieute-nant, 1751 Commandeur des Regiments Forcade, 1753 Oberst, 1757Generalmajor und erhielt 1759 seine Dienstentlassung. Er war zwei-mal vermählt, erstlich mit Sophie Albertine; Tochter des Generallieu-tenants v. Hack, und nach deren Tode mit Dorothea Charlotte Ae-milia, einer Tochter des Generalmajors v. Saldern.

Die Familie besitzt das Erbhofmeisteramt in der Kurmark, na-mentlich ist gegenwärtig Se. Excellenz, Graf Hans Ferdinand v. K.,auf Netzband und Steffin, das Haupt der Familie (1817 in den Gra-fenstand erhoben), im Besitze gedachter Erbwürde. Sein ältester Sohn,