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3 (1842) I - O
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Knobelsdorf.

thur auf Wintersheim. Nachdem er vorher Page des Kronprinzen,nachmaligen Königs Friedrich II., gewesen war, erhielt er 17-11 eineAnstellung im Heere, in dem er sich mit Klugheit, Tapferkeit undGegenwart des Geistes bis zur höchsten militairischen Würde empor-schwang. Kr wohnte seit seinem Eintritte in die Armee sämmtliclienFeldzügen bei, ward 1758 Major, 1705 Oberstlieutenant, 1767 Oberst,1773 Coininandeur des Regiments v. Schwarz, 1776 Generalmajor undChef des erledigten v. Stojentinschen Regiments, 1785 Generallieute-nant, und 1798 General-Feldmarschall. Er war mit der Tochter desRegierungspräsidenten von Ramin zu Stettin vermählt, und starb zuStendal kinderlos.

Friedrich Wilhelm v. K., geboren zu Berlin im Jahre 1752, hatteeine sehr sorgfältige Erziehung genossen und stand zuerst in dem Re-giment Garde, später wurde er unter den wirklichen Ollizieren derArmee, und zwar vom Jahre 1790 an als Major, 1799 als Oberst auf-geführt und 1805 zum Generalmajor befördert. Schätzbare Kennt-nisse und die Sitten der feinen Welt, verschallten ihm eine interes-sante diplomatische Laufbahn. Er wurde nach und nach Gesandter anverschiedenen Höfen, namentlich auch zu Konstantinopel, zu Paris zurZeit der Kaiserkrönung Napoleons, löste im Winter 180£ den Mar-quis v. Luchesini auf dem Gesandtschaftsposten daselbst ab, und un-terhandelte auch beim Ausbruche der Feindseligkeiten im gedachtenJahre mit dem Fürsten v. Benevent. Im Jahre 181^ war er von Sei-ten unserer Regierung als Coinmissair bei dem Könige von Sachsen,der sich damals als Gefangener in Berlin und im Schlosse Friedrichs-felde befand. Bald darauf erhielt er als Generallieutenant seinen Ab-schied, und starb am 19. April 1820 zu Berlin.

N. N. v. K., geboren am 18. Decbr. 1775 zu Wuthenow in derNeumark, und gestorben am 11. Septbr". 1826 als Generalmajor, Rit-ter des rothen Adlerordens 2. Classe und des eisernen Kreuzes 2. Cl.Er trat 1789 in das damalige Regiment Graf Lottum Dragoner) machtein demselben die Rheincampagne mit, ward 1798 zum Regiment Gardedu Corps versetzt, und wohnte dem Feldzuge von 1806 als Stabsritt-meister bei. Mit dem grössten Theile des Regiments gelang es ihm,der Gefangenschaft bei Prenzlau zu entgehen und zur Armee des Kö-nigs zu gelangen, wo er 1807 in Preussen mit locht. Im Jahre 1813befehligte er zuerst die 2. Compagnie der Leib-Escadron des genann-ten Regiments, wurde aber in demselben Jahre Oberstlieutenant undComniandeur desselben, im Jahre 1815 Brigadier der Garde-Cavalle-rie, und 1819 Inspecteur derselben. Seine irdischen Ueberreste ruhenin dem Gewölbe zu Diirotz bei Nauen.

Noch gedenken wir des genialen Heins Georg Wenzel, Freiherrnv. Knobelsdorf, geb. zu Kossar bei Crossen 1697, der ein anerkann-ter Meister in der Baukunst und im Zeichnen war. Die Verschöne-rung des Thiergartens bei Berlin und mehrere königl. Paläste, die Er-bauung des Opernhauses zu Berlin, eines Flügels des Schlosses zuCharlottenburg, der Marmor - Colonnade zu Sanssouci (abgetragen imJabre 1797), des Sterns (Jagdschloss bei Potsdam), der Schlösser zuDessau, Zerbst u. s. w. sind sein Werk. Er starb lebhaft betrauertvon seinem königl. Beschützer, Friedrich dem Grossen, der ihm einKhrengedächtniss in den Memoiren der Academie (VIII. Th. S. 1) ge-schrieben hat, am 15. Sept. 1753.

Im Jahre 1806 standen siebzehn Mitglieder aus dieser Familie impreussischen Heere, von denen mehrere den Tod auf dem Felde derEhre fanden, andere sich im Befreiungskämpfe Ehrenzeichen erwor-ben haben; namentlich starb im Jahre 1807 der Generalmajor undCommandant von Stettin, v. K. — Ein Major v. K., der bei dem