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Kanickc.
Dorothea Jledwit) v. K.. aus dem Hause Strippow. Er wurde Edel-knabe bei dem Kurfürsten Friedrich III., nachmaligem ersten Könige vonPreussen, der - ihn mit 22 Jahren aus besonderer Gnade zum Haupt-mann und Compagniechef seiner Leibgarde ernannte. Am 30. Septbr.
1704 wurde er in Sonnenburg zum Kitter geschlagen, am 6. August
1705 bekleidete ihn der Monarch mit den Aemtern eines Grand maitrede la garderobe und Generaladjutanten, auch verlieh ihm der Könignocli in demselben Jahre die Amtshanptmannschaften Mühlenhof undMühlenbeck; zugleich gehörte er zu denjenigen ausgezeichneten Per-sonen, die mit zuerst den neu gestifteten schwarzen Adlerorden erhal-ten hatten, und im Jahre 1712 wurde er mit der hohen Würde einesGrand maitre de la maison loyale oder eines Oberhofmeisters deskünigl. Hauses bekleidet. Nach dem Tode seines grossen königl.Gönners und Beschützers, bei dem er auch die Stelle eines Oberstender Leibgarde versehen hatte, trat er als Generalmajor von der Infan-terie in die Armee ein, führte ein von ihm selbst errichtetes Regi-ment, das sich nachmals unter dem Namen v. Puttkammer und zuletztv. Lichnowski und v. Wenning, im siebenjährigen Kriege gros-sen Kuhm erworben hat, im Jahre 1715 gegen die Schweden undlegte vor Stralsund die Beweise der grössten Tapferkeit ab. Alleinungewohnt der Beschwerden des Kriegslebens, wurde seine immerschon schwächliche Gesundheit ganz erschüttert. Im Jahre 17IG erhielter die nachgesuchte Entlassung aus dem Kriegsdienste; bald daraufzog er sich vom Hofe und aus dem öffentlichen Leben gänzlich aufseine Güter zurück und schon am 19. August desselben Jahres erfolgtezu Strachmin, nach einem Blutsturze, sein Tod im kaum erreichten44. Lebensjahre. Er war zuerst mit Agnes Juliane, der Tochter AdamGeorgs, Grafen v. Schlichen, vermählt, wodurch er in den Besitz derschönen Schliebenschen Güter kam. König Friedrich I. hatte dieseEhe selbst gestiftet. Sie gebar ihm am 21. Septbr. 1705 männlicheZwillinge, aber Mutter und Kinder starben noch an demselben Tage.Von seiner zweiten Gemahlin, Ilsa Anna v. Brnnno, damals Hofdameder Kronprinzessin, die ihren Gemahl bis zum 27. August 1747 über-lebte, wurden ihm drei Sühne und vier Töchter geboren. Von denSöhnen wurde Paul Anton königl. Schlosshauptmann, am 28. Juli desJahres 1740 in den preuss. Grafenstand erhoben. Sein Sohn war deroben erwähnte königl. preuss. Ober-Finanz-, Kriegs- und Domainen-ratli Alexander Hermann Graf v. K., vermählt mit Amalie WilhelmineMarie Gräfin zu Lynar. Er starb am 6. April 180Ü und seine hinter-lassene Gemahlin am 14- Septbr. 1834. Aus dieser Ehe wurde gebo-ren Rochus Emil Albert, am 14. Dec. 1769, der zuerst mit Karo-line Henriette, Gräiin Truchsess zu Waldburg, vermählt war, vonderselben aber geschieden wurde und zum zweitenmale sich mit Do-rothea, geb. Meister, verheirathete.
Der Sohn aus der ersten Ehe ist Alexander Friedrich Ernst, Grafv. K., geb. am 7. Novbr. 1797, königl. Kammerherr und erster Le-gations-Secretair in Turin.
In der Armee haben eine grosse Anzahl von Söhnen aus diesemalten Hause gedient und geblutet. Wir erinnern dabei noch einmalan den bei Prag gebliebenen Friedrich Heinrich Grafen v. K.
Leopold Geonj v. K., zuletzt Major und Commandern - eines Gre-nadier-Bataillons, hat sicli in den Feldzügen König Friedrich II.rühmlichst ausgezeichnet und ist namentlich in der Schlacht bei Lo-wositz verwundet worden; und
Aui/ust Adolph v. K., ebenfalls Major und Commandern - einesGrenadierbataillons, gest. zu Brieg 1779, hatte sich bei der Belage-rung von Cosel und Schweidnitz, auch bei Colberg, ausgezeichnet.