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Kaltenbrunn — Kamekc.
den, beim Leibregiment in Potsdam die Aufmerksamkeit König Frie-drich Wilhelm I. auf sich zog, und sein Vertrauen und besondereGnade erwarb. Dieser Monarch gab dem Capitain v. Kalsow die Amts-hauptmannschaft der Aemter Gülzow, Massow und Naugard. Krmachte die schlesischen Feldziige mit und avancirte am 18. Mai 1745zum Generalmajor und am 17. Mai 1750 zum Generallieutenant. Krstarb am 1. October 176t> auf seinem Gute Zollen bei Soldin. Ob-gleich er zweimal vermählt war, zuerst mit Maria Louise v. Herold,sodann mit einer von Wedel, ist er doch kinderlos geblieben. Krwar, wenn nicht der Letzte, doch einer der Letzten seines Geschlech-tes , wenigstens tinden wir diesen Namen nicht mehr in den Listen derStaatsbeamten und der Olliziere. Die Güter in Pommern hatte dererwähnte General von seinem im Jahre 17.19 ebenfalls kinderlos ver-storbenen Bruder, Balthasar Ferdinand v. Kalsow, ererbt; sie wurdenam 8. Febr. 1740 alloditicirt, und der General verkaufte sie am 4.Mai 1762 an den Kaufmann Wesenberg zu Treptow.
Kaltenbrunn (orn), die Herren von.
Ks wird diese noch im 17. Jahrhunderte in Schlesien blühendeund begüterte Familie, die aber jetzt schon längst erloschen ist, baldKaltenbrunn, bald Kaldenbrunn, auch ICaldenborn und Kaltenborn ge-schrieben gefunden. Ihr Stammhaus war das Schloss Stachau beiStrehlen, doch besassen sie auch Rosnachau bei Ober-Glogau, Sie-grod bei Brieg, und Ostrowien bei Oels. Um das Jahr 1650 war T Ven-zel v. Kaltenbrunn und Stachau auf Rosnachau Sr. kais. Maj. obersterProviantmeister durch ganz Schlesien. An dem Ilofe der Herzöge vonWiirtemberg-Oels war 1691 Gustav Wilhelm v. Kaltenbrunn und Sta-chau Oberhofmeister. Mit Gustav Maximilian v. Kaltenbrunn oder des-sen Sohn scheint das Geschlecht in der ersten Hälfte des vorigenJahrhunderts in Schlesien erloschen zu sein. Ein Zweig, der sich nachSachsen gewendet hatte, blüht noch in der Gegenwart. In der Schlachtbei Ligny erwarb sich ein v. Kaltenborn, der später Kreisotlizier beider Gensdarmerie war, das eiserne Kreuz. Diese Familie führte imrothen Schilde drei einfarbige Pflugschaaren, auf dem Helme ein rothgekleidetes Frauenbild, unten abgekürzt, mit weissen Ermein und flie-genden gelben Haaren. Dasselbe hielt in der rechten Hand dreirotlie und in der linken drei weisse Rosen. Die Helmdecken warenrotli und silbern.
Kamekc, die Grafen und Herren von.
Mehrere Autoren lassen dieses seit langen Jahrhunderten in Pom-mern ansässige Geschlecht aus dem Hause der alten Grafen v. Caprioder Capris in Italien abstammen. In Pommern kommt es schon seitder Mitte des 13. Jahrhunderts vor. Zuerst erwähnen alte Urkundendes Ritters Peter v. Kameke, sodann folgen vier andere seiner Nach-kommen, die den Vornamen Peter führten, und theils durch vornehmeAemter, Hofchargen oder durch bedeutenden Grundbesitz in hohemAnsehen in Pommern standen. Namentlich war Peter III. der vor-nehmste Rath des Herzogs Friedrich in Pommern, und Peter IV. v. K.starb im Jahre 1615 als Geheimer Rath, Oberhofmarschall und Schloss-hauptmann, in welcher Würde er fast 50 Jahre hindurch mehrerenHerzögen gedient hatte. Die meisten Besitzungen der v. K., die, ob-gleich alle zu ein und derselben Familie gehörig, sich in der Gegen-