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3 (1842) I - O
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KaLlden.

trat, 1732 Hauptmann, 1735 Major, 1741 Oberstlieutenant und 1744Oberst wurde. Er wohnte dem ersten scblesisclien Kriege bei, erhielt1742 das Comniando eines Grenadierbataillons , war 1744 bei der Ar-mee des Königs, als sie in Böhmen einrückte, eroberte das SchlossTeschen, dessen Besatzung er zu Kriegsgefangenen machte, focht danntapfer bei der Bestürmung des Ziskaberges vor Prag, und blieb am5. Juni 1745 in der Schlacht bei Ilohenfriedberg auf dem Feldeder Ehre.

Falzer Julius v. K., ein Bruder des Vorigen, stand 1713 als ge-freiter Corporal in dem damaligen v. Borckschen Keginiente, und avan.cirte darin bis zum Major. Im Jahre 1746 ward er Oberst und Com-mandern - des damaligen v. Puttkammerschen Infanterieregiments, underhielt im Jahre 175U das stettinsche Landregiment. Sein Tod erfolgteim Jahre 1752 zu Stettin.

Ka LI de n, die Herren von.

Das Geschlecht der v. Kahlden gehört zu dem alten Stammadelder Insel Bügen, und die Güter Kotelwitz, Maitzin, Rentz, Schoritz,Savenitz, Unrof und Zicker sind seit langen Zeiten alte Besitzungendieser Familie, die grösstentheils noch heute ein Besitz derselben sind.Linien dieser Familie haben sich auch in andern Theilen von Pom-mern, in Schlesien, in der Lausitz, in Westphalen, besonders aberauch in Mecklenburg, niedergelassen und ansässig gemacht. Schon inden frühesten Zeiten bekleideten Ritter ans dem Hause der K. ansehn-liche, zum Theil hohe Würden. Man iindet sie in jener Zeit auchmit unter dem Namen Kaiende aufgeführt. Erich von Kaiendeauf Rentz war von dem Jahre 1471 Landvoigt auf Rügen, er war demin Stralsund ermordeten Ritter Raven Barneckow in dieser Würde ge-folgt. Jarsinv v. Kahlden war zuerst Gardvoigt und vom Jahre15361554 Landvoigt auf Rügen. Dieselbe Würde bekleidete vomJahre 15581560 wieder ein Erich v. K. In Schlesien kommt die-selbe Familie, wie die Gleichheit des Wappens deutlich bezeugt, un-ter dem Namen v. Kahle und Kablow schon im 14. Jahrhundert vor.Sie soll mit des Herzogs Heinrich des Treuen zu Glogau und OelsGemahlin, Mecbtilde, einer geb. Prinzessin von Braunschweig, ausPommern nach Schlesien gekommen sein. An dem Hofe des HerzogsConrad v. Oels war ein Ritter Guuzlinus v. K. sehr angesehen.Nach Westphalen kamen sie durch Henning Alexander v. K., den wirunten näher anführen werden. Sie erwarben daselbst durch Heirathdie Kannenbergschen Güter, und das von diesem Hanse auf sie über-gegangene Erbmarschallamt im Fiirstenthume Minden. Noch im Jahre1806 werden die v. K. als Erbmarschälle im Fiirstenthume Mindendurch das Staatshandbuch aufgeführt, namentlich war damals LeopoldWilhelm Ferdinand v. K. im Besitze dieses Erbamtes. In der Gegen-wart fehlen die westphälischen Erbämter in dem Handbuche über denkönigl. preuss. Hof und Staat. In der Gegenwart ist der v. K. aufNeclade von Seiten der Ritterschaft Curator des adeligen Fräuleinklo-sters in Bergen auf Rügen. In demselben Kloster ist Karoline v. K.,jetzt Canonissin- Im Kreise Pyritz ist noch heute der RittersitzGottberg in den Händen der Familie. Es war früher ein v. Waldow-sches Lehn, das König Friedrich II. am 31. Octbr. 1742 nach demTode des letzten Lehnträgers, Friedrich Leopold v. Waldow, demunten näher erwähnten Lieutenant, nachmaligem Generalmajor, Hen-ning Alexander v. K., ertheilte. Nach dem Tode des Generals fiel es