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Jargow — Jarotscliin.
V Jargow, die Herren von.
Ein Major v. Jargow diente bis zum Jahre 1806 in dem Regimentv. Balliodz als Kürassier und blieb 1807 auf dem Felde der Ehre. —Ein Lieutenant v. J. verliess, ohne besondere Erlaubniss dazu zu haben,den preuss. Dienst aus Vorliebe für die Sache der Griechen, der ei-serne Kräfte zu widmen sich beeilte. Er gehörte zu den thätigstenPhilhellenen, kehrte aber nach einigen Jahren, zum Tlieil von andernAnsichten erfüllt, zurück und starb als der letzte seines Geschlechtszu Paris, als er auf einer wissenschaftlichen Reise nach Afrika begriffenwar, am 18. Septbr. 183?. Wir vermögen nicht zu entscheiden, obdieses ein Sohn des erwähnten Majors v. J. war.
Jariges, die Herren von.
Aus der zur französischen Gemeinde in Berlin gehörigen Familievon Jariges, eigentlich Pardin de Jariges, gelangte Philipp Joseph vonJariges, geb. am 13. Nov. 1706 in Berlin, vom Hof und Criminalrath,Justitiarius des Obercollegii medici und Rath bei dem französischenOberconsistorium bis zum Präsidenten des Kammergerichts und zumGrosskanzler des Königreichs Preussen und aller königl. Provinzen,Minister, Chef de Justice und wirkl. geh. Staatsminister. Er starb zuBerlin am 0 Nov. 1770. Kr war auch Mitglied und 173t Secretairder Academie der Wissenschaften. — Gegenwärtig ist aus dieser Fa-milie im hohen Staatsdienste der Chef-Präsident des Oberlandesgerichtszu Glogau, Geli. Ober-Tribunalrath und Ritter v. Jariges. Das Wap-pen der Familie Pardin de Jariges besteht aus einem in der obernHälfte in Weiss und Roth vier Mal getheilten und in der untern Hälftein Gold und Silber acht Mal gespaltenen, mit einem von der obernrechten, zur untern linken Seite laufenden goldenen Balken belegtenSchilde. Das Schild ist mit einer adeligen Krone bedeckt.
Jarotscliin, die Grafen von.
Die Ritter, Freiherren und später Grafen von Jarotscliin oder Ja-roschin stammen aus Polen, wo das unweit der schle'sischen Griinzegelegene Schloss Jaroczin oder Kcsselsbergihr Stammhaus war. EineLinie dieses vornehmen Geschlechtes, aus dem der mächtige RitterBeniac v. Jaroczin hervorgegangen, der um das Jahr 133!) lebte, wen-dete sich nach Schlesien, brachte ansehnliche Güter im FürstenthumNeisse an sich und soll auch das Schloss Jarischau bei Ujest erbauthaben. Die Herrschaft dieses Namens war lange Jahre hindurch einBesitz dieser Familie. Aus ihr wurden Adalbertus und sein SohnJohannes im Jahre 1629 Freiherren. Der Letztere zeugte mit Katharina,Grälin v. Gaschin, den Julius Ferdinand, Freiherrn v. Jarotscliin,Herrn auf Djhrenfnrt, Gloschka und Wahren, im Fürstenthume Breslau;er wurde 1668 Oberamtskanzler von Schlesien und 1670 in den Grafen-stand erhoben. Zuletzt bekleidete er die hohe Würde eines Landeshaupt-mannes des Fürstenthums Breslau und starb am 11. September desJahres 1694. Mit Anna Theresia, Burggrälin zu Dohna, hatte ereinen Sohn und sechs Töchter erzeugt. Der Sohn, Graf Franz Antonhjnaz, starb im ersten Kindesalter. Von den Töchtern gingen zweiins Kloster, Johanna Renale und Anna. Theresia. Zwei vermählten sichan die Brüder Grafen v. Kolowrat Novoliradski, nämlich Eleonore Ca-cilia, wurde die Gemahlin Franz Zdjencko v. K. N. und Maria Theresia