Hcrwartli.
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ter dem berühmten Prinzen Eugen von Savoyen in Ungarn gedient,und sich namentlich bei Temeswar vorzüglich ausgezeichnet. Naclidem Frieden von Passarowitz focht er in Sicilien, und war bei derBelagerung von Melazzo und Messina zugegen. Im Jahre 174t trat erals ältester Capitain eines Füsilier-Regiments in preuss. Dienste, indenen er bis zum Obersten stieg und den Schlachten bei Kesselsdorfund bei Prag schon mit Auszeichnung beigewohnt halte.
Ein Sohn von ihm, aus der Ehe mit einer Harprecht v. Harprecht-stein, war Johann Eberhard Ernst Herwarth v. Bittenfeld, geb. am 17.Decbr. 1753 zu Wesel. Er hatte im Cadettencorps seine militairischeErziehung erhalten, und wurde im Jahre 1773 Ollizier in dem Begi-mente von Schwerin, nachmals Herzog v. Brannschweig, in Halber-stadt. Seine Vermessungen, seine Dienstleistungen als Adjutant, undauf Werbung im Reiche, legten schon vielfache Beweise seiner höhernmililairischen Bildung ab. Er machte die Feldziige im Jahre 1793 und94 mit, und wohnte namentlich den Schlachten von Pirmasenz undKaiserslautern bei, wurde nach dem Regierungsantritte Sr. Maj. desjetzt regierenden Königs, Major, und im Jahre 1805 Commandern' desInfanterie-Regiments von Renouard zu Halle. Er führte dasselbe inder Schlacht bei Auerstedt, verlor sein Pferd unterm Leibe, und liel,schwer verwundet, in französische Gefangenschaft. Bis zum Jahre1809 lebte Herr v. H. als Privatmann zuerst in Hallo, und, als die-ses dem Königreiche Westphalen abgetreten wurde, zu Brandenburg,wo er zum Präses eines der damals errichteten Ehrentribunale erwähltwurde. Im April 1809 wurde er durch eine königl. Cabinetsordre inden activen Dienst zurückberufen ; er erhielt die Bestimmung als Com-mandern' des lsten schlesischen Infanterie-Regiments, das zu Neissegarnisonirte, wurde bald darauf Oberstlieutenant, und im Frühjahr1811 Oberst und Brigadier der Garnisontruppen in Pommern und Bran-denburg, nach dem Ausbruche des Krieges gegen Frankreich aber In-spectcnr der Garnison- und Reserve-Bataillons zwischen der Oderund Weichsel. In dieser Stellung legte der Oberst v. II. den grösstenEifer bei der fortwährenden Ergänzung der im Felde stehenden Trup-pen an den Tag. Die am 12. Juni 1814 erfolgte Beförderung zum Ge-neralmajor und die Verleihung des eisernen Kreuzes am weissen Bandebei seiner am 12. Octbr. 1815 erfolgten Versetzung in den Ruhestand,waren deutliche Beweise der Anerkennung seiner Verdienste. Er starbfast 80 Jahre alt am 27. Jan. 1833 zu Berlin, und seine irdische Hülleruht auf dem Garnison-Kirchhofe daselbst. Mit unwandelbarer Treue,Umsicht und Entschlossenheit hat er fast ein halbes Jahrhundert hin-durch unter drei Monarchen seine Kräfte dem Vaterlande gewidmet.Aus seiner Ehe mit der Tochter des Geheimen Raths v. Arnstädt aufGross-Werther, die gegenwärtig als Wittwe zu Berlin lebt, sind dievier oben erwähnten, jetzt in der Armee dienenden II. v. Bittenfeld.
Das Wappen dieser Familie zeigt im silbernen Felde ein rothesKäuzlein (kleine Eule) nach der linken Seite gewendet. Auf dem of-fenen Turnierhelme wiederholt sich die Eule, auf einem silbernen, mitrothen Quasten versehenen Kissen sitzend. Dieses Wappen giebt Sieb-macher, I. S. 207. Man sehe auch Gauhe, I. S. 631, und AnhangS. 1559 — 62. Wissgrill, IV. S. 313 u. f.