Grawert.
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Prenssen niedergelassen. Ihm gehörte der am 18. Septbr. 1811 zuLandeck in der Grafschaft Glaz verstorbene General der Infanterie undKitter des schwarzen Adlerordens v. G. an. Er war ain 28. Decbr.1740 geboren, und begann im Jahre 1759 seine militairische Laufbahn.Auch während des Geräusches der Wallen widmete er sich mit unun-terbrochenem Fleisse den Kriegswissenschaften, und studirte beson-ders Mathematik, Sprachen , Terrainlehre und die damals noch dürf-tige Kriegsgeschichte. Nach dem Hubertsburger Frieden avancirte erim Reginiente v. Tauentzien zum Premier-Lieutenant und Comman-deur der Leibcompagnie, 1778 ward er Adjutant des nachmaligen Her-zogs v. Braunschweig, 1781 kehrte er als Compagniechef in sein altesRegiment zurück, und wurde 1783 Major im Regiment Anhalt zuLiegnitz. Nach dem Tode Friedrichs des Grossen ward er nach Ber-lin berufen, um an der Bildung des Oberkriegscollegiums zu arbeiten,dann erfolgte im Jahre 1788 seine Ernennung zum Commandeur desRegiments Herzog v. Braunschweig, und bald darauf zum Oberstlieu-tenant. 1790 trat er als Generalquartiermeister-Lieutenant in den Ge-neralstab, und versah 1792 und 1793 den wichtigen Posten eines Ge-neralquartiermeisters bei der activen Armee in Frankreich und amRheine, und 1793 war er auch zum Obersten avancirt. In diese Pe-riode fällt sein ruhmvoller Antheil an den Schlachten von Pirmasensund mehreren andern Gefechten. Im Jahre 1797 erhielt er das inGlaz garnisonirende vacant gewordene Regiment, und 1798 ward erzum Generalmajor, 1800 zum Inspecteur der oberschlesischen Infante-rie, 1804 zum Gouverneur von Glaz und 1805 zum Generallieutenanternannt. In der unglücklichen Schlacht bei Jena und Auerstädt com-mandirte er das erste Treffen, wurde bei Jena verwundet und nachErfurt gebracht. Im Jahre 1807 und 1808 war er Gouverneur vonSchlesien, 1812 General der Infanterie und Commandeur des Armee-corps in Kurland, von wo er wegen Krankheit nach Schlesien zurück-kehrte, und von da an mit Beibehaltung seiner Würde und seines vol-len Gehalts den Abend seines Lebens in Ruhe und Zurückgezogenheitverlebte. Seine seltenen Kenntnisse, sein würdevolles Benehmen, ver-bunden mit der grossen Geläufigkeit, mit welcher er sich in der fran-zösischen Sprache auszudrücken vermochte, hatten ihm die Achtungder Franzosen im hohen Grade erworben, wodurch es ihm gelang, demLande manche Erleichterungen zu verschaffen, und dem Staate nam-hafte Summen zu ersparen. Auch erwarb er sich dadurch ein nichtgeringes Verdienst, dass er in verschiedenen Conferenzen, die er mitdem Kaiser Napoleon hatte, denselben vermochte, seinen Vorsatz, daspreuss. Contingent unter verschiedene Armeecorps brigadenweise zuvertheilen, aufzugeben. Im Jahre 1820 erfolgte seine Pensionirung,und bald darauf auch sein Tod. Der grösste Theil seiner bedeuten-den Kartensammlung fiel, vermöge eines schon lange vor seinem Todeabgeschlossenen Verkaufs, an die königl. Plankammer. Der hochver-diente Generallieutenant Freiherr Hiller von Gärtringen, der einst Ad-jutant bei dem Verewigten war, spricht seine Theilnahme und seinenSchmerz auf folgende ungeschmückte, aber würdige Weise, in einernachträglichen Anzeige seines Todes aus. Er sagt: „Trauernd überden mit dem erhabenen Krieger zu Grabe gegangenen Schatz von mi-litairischen Kenntnissen, eingedenk der Lehren und Regeln, die ermir einst ertheilte, zu deren Anwendung ich später mannichfache Ge-legenheit fand, eingedenk dieser unvergesslichen Lehren, legt es mirdie Dankbarkeit als eine P (licht auf, sein ehrenvolles Andenken beimeinen Kameraden hiermit anzuregen. Sein musterhaftes, reges undvielumfassendes Wirken, auf welches Ehrenmänner mit Achtung hin-blicken, das hohe und gerechte Vertrauen, das er von drei Königen