444 HoverLeck — Koverden.
Hovorbcck, die Freiherren und Herren von.
Ein altadeliges von Brabant nach Preussen gekommenes, zum Tlieilfreiherrliches Geschlecht, aus welchem Johann v. Iloverbeck von 20. Au-gust des Jahres 1663 von dem Kaiser in den Keichsfreiherrnstand er-hoben worden ist. Diese Erhebung wurde am 20. März 1669 von demKurfürsten Friedrich Wilhelm anerkannt. Dieser erste Freiherr v. H.ward brandenburgischer Gesandter in Polen , sodann am 12. Mai 1003wirklicher geheimer Rath, Hauptmann zu Hohenstein und Bevollmäch-tigter beim Friedenscongress zu Oliva. Er brachte die Erbtruchsess-wiirde der Kurmark (nicht wie v. Hellbach anführt, von Pommern)auf sein Haus und starb am (i. April 1682. — Johann Dietrich Frei-herr v. 11 , ans Preussen gebürtig, ward am 1. Juli 1097 GeheimerMath, Gesandter in Dänemark und Polen, Domherr zu Brandenburg,Oberhofrichter in Preussen, und starb im Jahre 1714. — Adam Boyis-lav, Freiherr v. H., vermählt mit Sophie v. Polenz, hatte viele Söhne.Der sechste derselben, Christoph Emst, Freiherr v. II., starb, nachdemer den meisten Schlachten des siebenjährigen Krieges beigewohnt hatte,und bei Hohenfriedeberg, Breslau und Schmirsitz verwundet wordenwar, im Jahre 1761 als Generalmajor, Chef eines Kürassierregimentsund Kitter des Ordens pour le merite. — Reinhold Friedrich, Freiherrv. II. war ebenfalls Generalmajor und Commandeur des Leib-Kara-binier-Regiments. Er hatte, wie der Vorige, sämmtlichen KriegenKönigs Friedrich II. mit Ruhme beigewohnt und ist schon im Jahre1770 gestorben. Die Söhne dieser beiden letztern und namentlich dievier Söhne des Freiherrn Christoph Ernst v. H. haben den Stammfortgesetzt. — Durch Adoption ist im Anfange dieses Jahrhundertsdie Linie Hoverbeck- genannt v. Schönaich, entstanden, namentlich warder Freiherr v. II., genannt v. Schönaich, auf Mitteldorf im Jahre 1800Director der Landschaft zu Mohrungen. — Ein Sohn desselben ist dergegenwärtige Landschaftsrath Freiherr v. Iloverbeck - Schönaich aufkl. Tromnau im Reg. Bez. Marienwerder.
Die Freiherren v. Iloverbeck führen ein qnadrirtes Schild. Im 1.und 4. silbernen Felde sind zwei schwarze Sparren angebracht; aufjeder Seite dieses Sparrens und unter demselben ist eine schwarzeEnte angebracht. Im 2. und 3. schwarzen Felde ist ein silbernerQuerbalken gezogen und über demselben sind drei in einer Reihe schwim-mende Enten vorgestellt. Aus dein gekrönten Helme wachsen dieKöpfe zweier Windhunde, welche mit dem Rücken gegen einander unddie rothe Zunge ausschlagend, abgebildet sind. — Die freiherrlicheFamilie Hoverbeck, genannt v. Schönaich, führt ein gespaltenes Schild;die rechte Hälfte zerfällt in die vier Felder des Hoverbeckschen, obennäher bezeichneten Wappens, in der linken Hälfte ist oben im golde-nen Felde der Schönaichsche Eichenkranz, im untern blauen Felde aberder Schönaichsche nach der rechten Seite vorschreitende goldene Löweangebracht. Dieses Schild ist von drei Helmen bedeckt; aus der Kronedes ersten wachsen die beiden silbernen Windhundsköpfe; die Kronedes zweiten ist mit dem Schönaichschen Eichenkranz belegt und zwar so,dass er auf der mittleren Perle der Krone ruht; aus der Krone desdritten Helmes wächst ein geharnischter, ein Schwert führender Ann.
Nachrichten über diese Familie lindet man im Gauhe, 1. S. 679.u. f. llartknoch, Histor. S. 432.
Ho verde» (-P lenken), die Grafen von.
Der Stammherr der heutigen Grafen v. Koverden war Roherl Häl-ft«)« Howard, aus einem altadeligen und vornehmen Gescldechtc in