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Horn.
Heinrich Lieutenant im 15. Infanterie-Regimente. — Von ihren Vet-tern steht Adolph Julius, Freiherr v. II., als Lieutenant im 3. Infant.-Regiment, August Wilhelm, Freiherr v. II., als Prem.-Lieutenant im4. Infanterie - Regiment, und Kurl, Freiherr v. H., als Lieutenant im8. Landwehr-Regiment. Auch gehört derselben Linie der Capitain im3. Infanterie-Regiment und Ritter des eisernen Kreuzes v. II. zu Kö-nigsberg an. — Sie fuhren im silbernen Schilde ein Jagdhorn, undauf dem Ileline zwei dergleichen Horner, mit dem Mundstücke nachoben gekehrt, und zwischen denselben einen Stern.
2) Die v. Horn in Schlesien, von denen verschiedene Zweige Rei-namen führten, wie die Horn und Pasterwitz, und die Horn v. Hornau.Aus der ersteren Familie wurde Karl Christoph v. II. am 26. April1671 Freiherr. Aus dem letzten Geschlechte, das aus Niedersachsennach Schlesien gekommen ist, lebte um das Jahr 1722 Heinrich Hornv. Hornau als Hofkammer-Rath des Pfalzgrafen und Kurfürsten FranzWilhelm, Bischof zu Breslau. Er war am 28. Jan. 17 2 nobilitirt wor-den und hinterliess nur einen Sohn, der den geistlichen Stand wählte.— Die alten schlesischen v. II. führten im goldenen Schilde ein ein-faches schwarzes Horn, auf dem Helme einen schwarz und gelbenBund, und darüber zwei in die Höhe gerichtete Hörner. — Die vonHorn und Pasterwitz führten ein getheiltes Schild. Im oberen blauenTheile war ein weisses hervorspringendes halbes Einhorn abgebildet,die untere Hälfte war roth und darin drei weisse Balken gelegt. —Siebmacher giebt, I. S. 93, auch unter den schlesischen ein Wappenderer v. H., die im goldenen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte,von einem blauen Bande zusammengehaltene Lanzen oder Spiesse, undauf dem Helme ein goldenes Jagdhorn führten. Dasselbe Wappen liegtuns auch in einem Abdrucke vor, und ist hier als den pommersehenH. angehörig bezeichnet. Die schwedische, jetzt in Preussen ansäs-sige Familie v. II. führt im scharlachrothen Schilde ein goldenes Hift-horn mit umgelegter goldener Schnur über dem Helme und der sie-benperligen Krone, zwei über einander gelegte goldene Hifthörner,aufstehend, über denen ein sechseckiger goldener Stern steht. End-lich giebt auoh Siebmacher ein Wappen der Freiherrn v. IL, II. S. 29.Hier sind im silbernen Schilde drei Hifthörner vorgestellt, ein viertesliegt auf dem Helme und ist mit fünf weissen Straussfedern besetzt.
3) Der König Friedrich II. erhob am I. Februar des Jahres 1772den Premier-Lieutenant Christian Horn in den Adelstand.
In der preuss. Armee hat sich vorzüglich ausgezeichnet: HeinrichWilhelm v. II., der als Generallieutenant, Ritter des schwarzen Ad-lerordens u. s, w. starb. Er war am 31. Octbr. 1762 zu Warmbrunnin Schlesien geboren, und trat 1778 aus dem Cadettencorps in das da-malige Infanterie-Regiment von Luclc. Während der Rheincampagnewar er Adjutant des Generals v. Favrat, Beim Ausbruche des Feldzu-ges 1806 wurde er Major und erhielt den Befehl über das Fort Hagels-berg bei Danzig. 1808 ward er aber Commandeur des Leib-Infan-terieregiments und Commandant von Colberg. 18l2 stand er als Com-mandeur der 2. Infanterie-Brigade bei dein v. Yorkschen, avancirte1813 zum Obersten, und nach dem Waffenstillstände zum Generalma-jor. In dieser Würde commandirte er die 7. Brigade in der schlesi-schen Armee. Nach dem Frieden ward er Commandant von Magde-burg, und im Jahre 1820 commandirender General des 7. Armeecorpszu Münster, woselbst er am 25. März 1828 sein Dienstjubiläum feier-lich beging und mit dem schwarzen Adlerorden decorirt wurde. Erstarb daselbst am 31. Octbr. 1829. Seine Wittwe, eine geborne vonBrandenstein, lebt zu Berlin. (M, s. Pantheon des preuss. Heeres vomFrh, v. Zedlitz, II. S. 48.)