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HoltzcndorfF.
führen dieselben ein schwarzes Herzschild, belegt mit einem Malt he,serkreuze.
Siebmacher giebt dieses Wappen unter den schwäbischen, I. S. 175.Ein anderes unter den märkischen, V. S. 117. Iis ist dem vorherge-henden ganz ähnlich, und unterscheidet sich von demselben nur da-durch, dass hier die schwarzen Felder da stehen, wo dort die weis-sen angezeigt sind, und so umgekehrt.
Nachrichten über die alte Familie v. H. giebt Gauhe, I. S. 668—71.und II. S. 1569. Grundmann, S. 123. Brüggemann's Beschreibung vonPommern, I. Th. 2tes Hauptstiick. Sinap., II. S. 694. Angeli, mär-kische Chronik, S. .19. Peckenstein, Theatr. saxon., S. 121. AuchKrause's müssige Stunden, 131er Till. pag. 1?, geben Nachrichten überdie v. II. in Schlesien.
2) Der König Friedrich Wilhelm I. erhob den Capitain der Artil-lerie , Christian Holtzendorf, am 26. Novbr. des Jahres 173S in denAdelstand.
3) Der König Friedrich II. hatte am 21. Januar 1767 den Majorin der Artillerie, Georg Ernst Holtzendorf in den Adelstand erhoben.Er war am 14. Febr. 1714 zu Calbe an der Saale geboren und einSohn Ernst Conrad's Holtzendorf s, der im Jahre 175 t auf seinemRittergute Colbitz als General-Chirurgug der Armee, Doctor undLeibchirurgus Friedrichs II. starb. Er trat im Jahre 1730 als Bombar-dier bei dem Artilleriecorps in Dienste, ward 1741 Seconde- und 1746Prem. - Lieutenant. König Friedrich 11. sandte ihn im Jahre 1747 alsYolontair zur französischen Armee, unter dem Coinmando des Mar-schalls von Sachsen, nach den Niederlanden; nacli seiner Rückkehrmusste er einen Bericht von Dem, was er gesehen und erfahren hatte,machen, der zur grössten Zufriedenheit des Monarchen ausfiel. 1755ward er zum Stabscapitain, 1758 zum Oberfeuerwerksmeister und Com-pagniechef, 1761 zum Oberstwachtmeister, und 1770 zum Oberstlieu-tenant befördert. Im Jahre 1771 ernannte ihn der König zum Ober-sten und 1779 zum Generalmajor, Chef und General-Inspecteur dergesammten Artillerie und deren Magazine, wie auch der Ecole d'Ar-tillerie und ihrer Oeconomie. In seinen vieljährigen KriegsdienstenHat er 12 Schlachten und 9 Belagerungen rühmlichst beigewohnt, sich1756 in der Schlacht bei Lowositz den Orden ponr le merite erwor-ben, und ward 1757 in der Schlacht bei Leuthen durch eine Stiick-kugel an der linken Lende stark verwundet. Friedrich II. schätzteund liebte ihn wegen seiner ausgezeichneten Kenntnisse im Artillerie-wesen sehr hoch, und bezeigte bei dem am 10. Decbr. 1785 erfolgtenTode des Generals sein Bedauern auf eine rührende und dem Ver-ewigten sehr ehrenvolle Art. Er war mit Louise Dorothea Roher ver-ehelicht; aus dieser Ehe wurden ihm zwei Söhne und zwei Töchtergeboren. Von den ersteren starb Karl Friedrich v. H. als General-lieutenant, Ritter des rothen Adlerordens 1. Classe mit Eichenlaub,des Ordens pour le merite u. s. w. Schon im Jahre 1778, 14 Jahr alt,schwor der Verstorbene zu den Fahnen seines Königs, wo er als Frei-williger eintrat, und betrat im Erbfolgekriege zum erstenmale im Ge-fechte bei Trautenau das Feld der Ehre. Im Jahre 1781 wurde erSeconde-Lieutenant bei dem 1. Fuss-Artillerie-Regiment, 1787 zurreitenden Artillerie versetzt, und 1790 ertheilte ihm Friedrich Wil-helm II. eine Präbende des Domcapitels von Camin. 1794 zum zwei-tenmale zur Besitznahme nach Polen marschirt, erwarb er sich am 26.August durch sein einsichtsvolles und tapferes Benehmen im Treffenbei Wawriczow, den Orden pour le merite. Im Jahre 1798 ward erzum Stabscapitain befördert. Der König von Sachsen sandte einen Of-